Mit einer Knallermeldung ist die Seite freiheit-online.de jetzt an den Start gegangen. Die "Nachrichten aus Sachsen-Anhalt und Halle/Saale" bieten neben gut abgehangenen Stücken der Nachrichtenagentur ddp auch folgende Eigenrecherche Marke Giga-Gaga an: "Die Stadt Halle/Saale hält an Hitlers Gesetz zur Rassentrennung (NÄG 1938) weiter fest und bestreitet den Holocaust ... Auf Anfrage von Freiheit Online sagte Bürgermeisterin Dagmar Szabados aus Halle Saale: Selbstverständlich halten wir an dieses Gesetz fest, gerade wir Deutsche sind zur Tradition verpflichtet ..."
Die angeblich in Fribourg in der Schweiz ansässige "Redaktion" hat damit aus der eingebildeten Ferne einen Coup gelandet, wie ihn sich BILD und die HZ nicht einmal malen könnten. Hilfreich dabei war vielleicht, dass der selbsternannte Seitenchef Tomas Alexander Hartmann offenbar ein Pendler ist - gemeldet ist der umtriebige Aufklärer, der Freunden imaginären Humors bereits als Autor des "teuersten Buches der Welt" - mit einem Umfang von immerhin 13 Seiten - aufgefallen war und später als hungerstreikendes Opfer eines bizarren Laptop-Diebstahls bekannt werden wollte, in der halleschen Maxim-Gorki-Straße.
Letztes Jahr hatte der umtriebige Teilzeit-Irre noch angekündigt, auf der Seite Bild-total jeden Tag eine eigene Bild-Zeitung veröffentlichen zu wollen. Daraus ist bis heute nichts geworden - ebenso ist das 154 Millionen Euro teure Bändchen, dass Hartmann als "Buch" bezeichnet, unverkauft geblieben. Gut weggegangen ist hingegen "Die besten Lügen deutscher Parlamentsschweine", das anno 2002 veröffentliche Frühwerk des moribunden Meisters. Auch seine Mörderbiografie "Wenn Hexen Monster gebären" gibt es inzwischen zum Glück nicht mehr zu kaufen, ebenso wie das 52-seitige Mammutwerk "Ein philosophisches Handbuch für Weise und Narren", das es aber wenigstens hier downzuloaden gibt.
Die poetistische Kraft des Sonderlings aber zeigt eine bislang weitgehend unbeachtet gebliebene Veröffentlichung auf den Leserbriefseiten der FAZ-Online. Hier schreibt Tomas Alexander Hartmann in einem "gedicht über meine stadt":
erschöpfte tristesse
verlieren zerfallen geduckte laute
in deren staub so fein noch jeder ritze in den hirnen
einfällt wie taubenkot
sommer ohne schatten macht
in diesem ort hier ist alles vertan
Noch mehr auf englisch ungereimte Poeme finden sich unter der kaum genutzten Blogseite des kruden Pressemitteilungspoeten.
Mittwoch, 8. Juli 2009
Mammutwerke eines Moribunden
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10 Kommentare:
ist das nicht verboten? das gesetz, meine ich? klingt jedenfalls verboten
Der erste Link (Freiheit online) geht nicht.
doch der geht, nur der inhalt ist recht fad
Warum sollte das Gesetz verboten sein ? Es heißt jetzt NamÄndG - und ist seit 1938 verschiedenen Änderungen, Durchführungsverordn. unterworfen worden.
Es hat jemand seinen Willen nicht bekommen und sucht den Nazi-Joker. Es ist nicht wichtig, ob dieses Gesetz (wie andere auch) irgendwann und irgendwie mit "ihm" in Verbindung zu bringen sind, sondern ob es polit. und mediale Interessengruppen gibt, die diesen Hartmann(?) unterstützen.
Nachdem er aber die Psycho-Nummer abgezogen hat, halte ich das für eher unwahrscheinlich.
Ich allerdings fordere hiermit, daß sofort die Subventionen öffentl. sächsisch-anhaltinischer Schauspielhäusern auf das Vor-"Ihm"-Niveau zurückgefahren werden - die Hitler-Verehrung nimmt in den Theatern des Bundeslandes skandalöse Formen an !
Eine Sammelklage antifaschistisch-demokratischer Nicht-Theater-Geher wird vorbereitet !
ach noch was: "ey fullinger, ey hartmann..."
Bei mir geht der Link jedenfalls nicht:
This is the Plesk™ default page
If you see this page it means:
1) hosting for this domain is not configured
or
2) there's no such domain registered in Plesk.
For more information please contact Administrator.
ja, er ist tot. da haben die mächtigen im rathaus sofort zugeschlagen ;-)
Nun muss er wieder versuchen, sein teures Buch an den Mann oder die Frau zu bringen!
"Die Aufgabe" für 153 Millionen Euro! Was für eine Aufgabe.
amazon sagt, es ist derzeit nicht lieferbar. wohl vergriffen. ich frage mich, wer sowas kauft
Mhm. Wie konnte der meiner Aufmerksamkeit nur all die Jahre entgehen. Bedenklich.
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