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Montag, 10. Dezember 2012

Herr Lehrer, ich weiß was, im Keller ist das Licht aus


"Herr Lehrer, ich weiß was, im Keller ist das Licht aus", sagt Peer Steinbrück, würde Peer Steinbrück niemals rufen. Der kommende Kanzler ist für stärkere Sätze bekannt, die er sich meist auch noch selbst ausdenkt. Im Moment, wo er sie sagt, glaubt er daran. Ist der Moment dann schon länger vorüber, kommt es unweigerlich zu Korrekturen. Damit schafft Peer Steinbrück großes Amüsement bei denen, die seine mit Aplomb in die Ewigkeit gerammten Zitate noch einmal lesen. Im Keller ist das Licht wirklich aus. Und nicht nur dort.

Es bleibt bei dem Fahrplan, den wir miteinander besprochen haben.

Der durchschnittliche Arbeitnehmer, der ein normales Sparguthaben hat, wird nicht von dieser Finanzkrise berührt.

Die Deutsche Bank zeigt, wie man es professionell und gut machen kann.

Die Ansprüche der Bürger müssen sich danach richten, was der Staat verteilen kann.

Aus den Fehlern der Vergangenheit wird jetzt gelernt, aber niemand kann in die Zukunft schauen.

Die USA sind der Ursprung der Krise, und sie sind der Schwerpunkt der Krise.

Die Finanzmarktkrise ist vor allem ein amerikanisches Problem.

Der Euro ist werthaltig, es gibt weniger Inflation als in den letzten zehn D-Mark-Jahren, und sein Außenwert ist erstaunlich stark.

Wir müssen auch von den Menschen etwas einfordern.

Wenn ich Gelb sehe, sehe ich schwarz, wenn ich Schwarz sehe, sehe ich rot.

Wir werden die Menschen ansprechen, die mehr Gemeinwohl­orientierung und mehr Fairness in der Gesellschaft wollen.

Es geht nicht um jetzt, es geht um das Jahr 2010.

Soziale Gerechtigkeit muss künftig heißen, eine Politik für jene zu machen, die etwas für die Zukunft unseres Landes tun: die lernen und sich qualifizieren, die arbeiten, die Kinder bekommen und erziehen, die etwas unternehmen und Arbeitsplätze schaffen, kurzum, die Leistung für sich und unsere Gesellschaft erbringen. Um die – und nur um sie – muss sich Politik kümmern.


Der Auswahlmechanismus politischen Personals bringt heute eine schlechtere Qualität mit sich.

Politik besteht heute vor allem aus Konfliktvermeidung.

Nach der dritten Hochrechnung am 20. Januar sieht die politische Landschaft in Deutschland anders aus.

Es macht keinen Sinn, schon in der Körpersprache zum Ausdruck zu bringen, dass man ziemlich genau weiß, wie die Wahl ausgehen wird.

Die Banken mussten gerettet werden, weil sie das Arteriensystem unserer Wirtschaft und Gesellschaft mit Geld versorgen.

Deutschland braucht wieder mehr Wir und weniger Ich!


Wir haben keine „Euro-Krise“.

Wir sind Verfechter eines gebändigten Kapitalismus.

Ich will Veränderung statt Stillstand und Entpolitisierung.

Also wenn jemand Devisenbewirtschaftung, Kapitalverkehrskontrollen und höhere Körperschaftsteuern einführen will, dem kann ich in der Argumentation leider nicht mehr helfen. Geht nicht mehr. Funktioniert nicht. Ich kann die Finanzmärkte nicht regulieren.

Europa ist nicht schuld an der Krise, sondern Europa ist die Antwort auf die Krise – auch für Deutschland.

Ich mache keine Prognose, wer mit Überwindung der Krise noch Mitgliedsland der Euro-Zone sein wird.

Die SPD hat nicht die Absicht, mit Frau Merkel in eine Koalition einzutreten.

Ich bin aus dem Spiel.

Ich kann euch versprechen, ich will Bundeskanzler werden.

Ich stehe für eine große Koalition nicht zur Verfügung.

Herr Lehrer, ich weiß was, im Keller ist das Licht aus.

Peer Steinbrück schließlich über sich selbst: "Wenigstens steht er zu dem, was er für richtig hält".

Im jeweiligen Moment.

Kommentare:

Teja hat gesagt…

"Welcher Idiot verliert schon gern" - stand auch in dem einen Interview.

Also dass er die Wahl verlieren wird, steht schon fest, auch ohne Körpersprache, aber dass er es ungern tut, ist zu bezweifeln, also ...

Friedrich hat gesagt…

Ich "Idiot" verlöre gerne:
- Sämtliche Abgeordnete
- Sämtliche Minister
- die EZB
- den Euro
- alle Finanzbeamten
- alle Geheimdienste
- alle "investigativen" Behörden
- alle Parteien
- alle Staaten.

Also manche Verluste "ertrüge" ich ziemlich gerne...