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Montag, 10. Dezember 2012

Preis für Waffen, die Frieden schaffen

Der Friedensnobelpreis für die Atombombe hat deren friedenserhaltende Kraft wieder in den Blickpunkt gerückt. Anlässlich der heute anstehenden Friedensnobelpreisverleihung an die Atombombe hat EU-Kommissionsvizepräsidentin Andrea Sarovila eigene Kernwaffen für Brüssel gefordert. „Ich halte gemeinsame europäische Kernwaffen für die richtige Vision, um die aktuelle Krise, vor allem aber die architektonischen Defizite des Maastrichter Vertrags mittelfristig zu überwinden“, sagte sie. Dazu gehöre dann auch eine gemeinsame Verteidigung, eine gemeinsame Armee und eine eigene Atombombe zur Herstellung eines atomaren Schutzschirmes, wie er den Vätern der EU zusätzlich zur Vielzahl der Euro-Rettungsschirme von Anfang an vorgeschwebt hatte. „Das heißt auch, dass die Europäische Kommission gerade im Bereich der Wehrpolitik zu einer europäischen Regierung werden muss, die vom Europäischen Parlament umfassend parlamentarisch kontrolliert wird.“

Die Kommissarin mahnte dabei, die nötige Integration müsse auch gegen den Widerstand von London und Paris durchgezogen werden, die sich bislang trotz der Verleihung der begehrten Auszeichnung an die Atombombe weigern, ihre Kernsprengköpfe eines gemeinsamen Oberkommando der EU-Kommission zu unterstellen. „Ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass die Eurostaaten bis 2020 gemeinsam Zugriff auf die französischen Waffen haben, während Großbritannien in einem loseren Verbund auch weiterhin nur an der wirtschaftlichen Integration teilnehmen wird.“

Der Generalsekretär des Europarats und Vorsitzende des norwegischen Nobelkomitees, Thorben Jäger, hat Kritik an der Auszeichnung der Atombombe zurückgewiesen. Die Bombe habe nach dem Zweiten Weltkrieg maßgeblich zur Befriedung der Welt beigetragen. Nachweislich habe es nach der Zündung des zweiten Atomsprengkopfes über Nagasaki keinen weltweiten offenen Konflikt mehr gegeben. Auch die „unglaublichen Aussöhnung“ in Europa nach zwei Weltkriegen sei nur denkbar gewesen durch die von der Atombombe garantierte Unmöglichkeit, Konflikte kriegerisch auszutragen wie in vielen Jahrhunderten zuvor, analysierte der Norweger.

Der Friedensnobelpreis sei aber auch als Appell an die politisch Verantwortlichen gedacht, sagte Jäger. „Wir wollen an das erinnern, was unter dem Schutz der Atombombe aufgebaut wurde und auf die Gefahr hinweisen, dass dies wieder verloren gehen könnte.“ Es habe 60 Jahre gedauert, um die EU zu bilden, eine Auflösung könne viel rascher geschehen, warnte Jäger, dessen Heimatland vorsichtshalber gar nicht erst Mitglied des schwankenden Verbundes geworden ist.

Die Preisverleihung an die Bombe findet heute im feierlichen Rahmen einer Gedenkstunde ab 13.00 Uhr in Oslo statt. Es spielen die aus Golden Strings aus Hanau, der Stadt, aus der die Familie von Atombomben-Vater Robert Oppenheimer stammt. N24 überträgt die bewegende Zeremonie live, ARD und ZDF schalten sich zum Zeitpunkt der Übergabe der Nobel-Medaille zu. Eine Zusammenfassung können Berufstätige ab 20 Uhr im Ersten sehen.


Kommentare:

Die Anmerkung hat gesagt…

Dürfen wir jetzt das Impressum im Blog ändern und uns Friedensnobelpreisträger nennen? Wir sind jetzt Nobelpreisträger titelten die Päpste der Schlagzeilen heute.

ppq hat gesagt…

tolle idee, mache ich gleich

ppq hat gesagt…

geschafft! tolles gefühl