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Montag, 14. Januar 2013

Singen gegen neoliberale Barbarei


Solidarität muss praktisch werden, das hat ein Gedenkgipfel für Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht am Wochenende in der Berliner Volksbühne festgelegt. Bei der Veranstaltung sorgte eine Mischung aus Musik und Reden für kämpferische Stimmung.

International besetzt war nicht nur die Bühne, auch im Publikum mischten sich Jung und Alt; Spanisch, Griechisch und Wiener Schmäh waren in Unterhaltungen an den Bars in der Volksbühne und vor dem Theaterhaus zu hören, wie eine emotional packende Reportage des "Neuen Deutschland" belegt. "Einige mussten draußen bleiben, so groß war der Andrang beim diesjährigen politischen Jahresauftakt der Partei der Europäischen Linken (EL) und der deutschen Linkspartei", wie Katja Herzberg im "ND" berichtet.

Nachdem der antirassistische Liedermacher Heinz Ratz mit seiner Band "Strom + Wasser" gesungen hatte, klärte Oskar Lafontaine die Anwesenden auf: "Die Internationale ist angesagt, wenn es darum geht, die Probleme der Welt zu lösen", verriet der linke Stargast. Auch die deutsche Linke könne wegen der Verweigerung der SPD nicht allein Weltfrieden herstellen, die Armut beseitigen, den klimawandel stoppen, die Energiewend beenden und Europa demokratisieren.

"Hoch die internationale Solidarität", rief das Publikum im Anschluss an die Worte des SYRIZA-Vorsitzenden Alexis Tsipras, der von der dramatischen Situation in Griechenland berichtet hatte, das Opfer "neoliberaler Barbarei in Europa" geworden sei. Tsipras sprach sich für eine demokratische und soziale Neugründung Europas aus. "Wir haben gemeinsame Feinde und am Ende werden wir siegen", zeigte sich Tsipras überzeugt.

Maite Mola von der Kommunistischen Partei Spaniens forderte, nicht nur von einer anderen Politik zu reden: "Wir müssen eine andere Politik praktizieren". Streiks und Protesten seien die beste Möglichkeit, eine "echte Demokratie" nach dem Vorbild der früheren Volksdemokratien aufzubauen. Die hätten keine Schuldenkrisen gekannt, auch die Bankenmacht sei dort beschränkt gewesen.

Ganz praktische Solidarität zeigten die Spitzen der Linken mit der Übergabe eines Spendenschecks an Tsipras. Das Geld stamme, so hieß es auf den Fluren der Volksbühne, aus dem Vermögen der DDR-Handelsgesellschaft Novum, mit der die Wiener Kommerzialrätin Steindling der SED geholfen hatte, hunderte Millionen im Ausland zu verstecken.

Während Katja Kipping darauf nicht einging, appellierte der in der Partei weitgehend unbekannte Bernd Riexinger an die deutschen Gewerkschaften, Solidarität mit den Beschäftigten in den Krisenländern zu zeigen. Von kapitalistischen Großkonzernen finanzierte Luxusflüge dürften nicht nur IG Metall-Funktionären zugute kommen. Dass aus den Protest-Bündnissen hierzulande keine Massenbewegung geworden sei, "liegt sicher auch an der Rolle der Gewerkschaften", sagte der gelernte Banker, der über einen Geschäftsführerposten bei der Gewerkschaft ver.di ins Revolutionsgeschäft gerutscht war.

Die Teilnehmer der Großveranstaltung erhoben sich von ihren Plätzen und spendeten stürmischen, lang anhaltenden Beifall.

Kommentare:

Teja hat gesagt…

Parasitenpack.

Anonym hat gesagt…

Dem Hinweis des SED-Käseblatts auf den «antirassistischen» Liederfutzi H. Ratz war nicht zu widerstehen.

Man bekommt folgenden Ratz-Text von Google auf dem Silbertablett:

Der Arsch von meiner Freundin macht die anderen Frauen wild
Die Männer macht er gierig, doch die Gier bleibt ungestillt
...
Die Autos müssen stoppen und die Fahrer gucken weich
Es heben ihre Palmen ihre blanken Köpfe gleich
...
Kommt mir plötzlich ein Gedanke, kühl und reichlich kommerziell
Ihren Hintern einzusetzen, macht uns reich und zwar sehr schnell
...
Achtung, jetzt kommt eine solidarische und antirassistische Passage:

Freund und Feind sind gleichermaßen wirklich glücklich und gerührt
Weil der Mensch sein Menschsein plötzlich in der Hose spürt


Was für ein Dreck. Passt!

Anonym hat gesagt…

Unter dem Aspekt der Paranoia und ihrer wahngeprägten Wahrnehmung, unter denen sich solche Irrenklübchen zu fröhlichen Urständen versammeln, sind diese Auslassungen irgendwie schon stimmig. Denn es ist typisches Symptom paranoider Wahnsysteme konsistent und logisch wirkende Gedankengebäude zu errichten. Indes auf Fundamenten, die an bizarrer Realitätsferne und abstrus lächerlichem Schwachsinn kaum zu überbieten sind. Und die Protagonisten machen sich wie eh und je gegenseitig selber froh, wie dereinst die Claqueure in den Volkskammern und co. Dass Oberhundsfott Lafo da nicht fehlen darf, ist ja auch fast schon megaklar.
Übehaupt ist wieder mal typisch zu sehen, welche Anziehungskraft diese Rattenfängerreligion ‚Sozalismus‘ auf grosse Teile des Bundeshornviehs hat. Denn als geborene Welterlöser_INNen haben sie sich natürlich auch der adäquaten Welterlösungs-Ideologie zu bedienen. Und worin man sich einmal verbissen hat, da kaut man lustvoll herum, bis alles in Fetzen fliegt.

Friederich hat gesagt…

Man muß Teja widersprechen. Diese Leute fordern ja nicht nur, sie geben der Gesellschaft auch etwas zurück und erbringen kulturelle Höchstleistungen, beinahe auf Kingergeburtstagsniveau.

ppq hat gesagt…

angesichts der emanzipatorischen kraft dieses arschliedes habe ich mich auch richtig durchgegendert gefühlt

Gutartiges Geschwulst hat gesagt…

Oskar Lafontaine:
"Die Internationale ist angesagt, wenn es darum geht, die Probleme der Welt zu lösen."

Wenn der Mann wüsste, wie recht er hat:
http://www.youtube.com/watch?v=yyhtIg6V4o0

Anonym hat gesagt…

einfach köstlich,sarkasmus auf höchstem niveau.
mehr bleibt einem am ende wohl auchnicht, zum schluss muss man selbst den noch für sich behalten, wenn der bundestrojaner droht und die brüsseler bürokraten jagd auf anti-eu-konterrevolutionäre machen

Anonym hat gesagt…

Dank meiner apotropäischen Performance in der Kathedrale von Carcassonne am 20.12.2012 hat der Weltuntergang am 21. Dezember 2012 nicht stattgefunden:

youtube.com/watch?v=T6UGAeSy-N0

youtube.com/watch?v=XlbCP92XMEM

Wäre ich also nicht tags zuvor in Carcassonne gewesen und hätte die Ausserirdischen -- die schon auf der Höhe des Mondes waren und eben in Bugarach landen wollten --- vertrieben dank meiner Performance (im Kostüm des Mondgottes Men), so wäre jetzt die Welt nicht mehr da...

Natürlich weiss immer noch niemand (und es wird wohl auch niemand anders ausser ich es je wissen…), dass ich die Welt gerettet habe – ausser die Leute, die mich in der Kathedrale und der Stadt von Carcassonne gesehen haben und der erste Journalist, der darüber berichtete (Alain Pignon):

http://chroniquesdecarcassonne.midiblogs.com/archive/2012/12/20/happening-a-la-cite-de-carcassonne-avant-l-apocalyste.html

Für mehr Informationen siehe: mapology.org/en/Apocalypse_2012

Mit dieser Performance habe ich mehr als 3000 Jahre dieser messianisch-beschnitten-traumatisierten jüdisch-christlich-muslimisch-protestantisch-kapitalistisch-kommunistisch-Nazi-Hollywoodialen “Kultur” terminiert --- jetzt hat also die ultimative TRANSFORMATION begonnen….