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Sonntag, 9. Juni 2013

Hart, aber zensiert


Das gute alte Pippi-Langstrumpf-Konzept, in der guten alten ARD funktioniert es immer noch prächtig. Etwa bei Frank Plasberg, einer Schwatzrunde aus der unendlichen Reihe "Das Fernsehgericht tagt". Hier hatte sich die Redaktion aktuell vorgenommen, "Hart, aber fair" (Sendungstitel) über die Eurokrise zu reden. "Den Euro einfach abwählen - entscheidet die D-Mark-Partei die Wahl?" nannte sich die in WDR-Regie laufende Folge, die neben AfD-Gründer Lucke und der evangelikalen Grünen Göring-Eckhart auch den geläuterten Paolo Pinkel Michel Friedman als europäischen Großproblemlöser präsentierte.

Nicht so recht ins Konzept passte allerdings eine Umfrage, die Moderator Plasberg angekündigt hatte. Auf der Internetseite der Sendung konnte für oder gegen den Euro abgestimmt werden - mit einem Ergebnis, das der Erziehungsaufgabe der ARD offenkundig zuwiderlief. 80 Prozent der Stimmen sprachen sich gegen den Euro aus - Grund genug für die "Plasberg"-Redaktion, hart, aber zensiert mit den unerwünschten Daten umzugehen. In der Sendung, in der der Ausgang der Umfrage hatte bekanntgegeben werden sollen, wurde das Ergebnis mit keinem Wort erwähnt. Und auf der Internetseite verschwand es noch während der laufenden Übertragung, als habe es die Umfrage nie gegeben.

Kommentare:

Cordt hat gesagt…

Die Teilnehmer an der Umfrage sollten besser froh sein, nicht wegen Manipulierung der Öffentlichkeit angeklagt zu werden: Ist doch offensichtlich, daß hier eine kleine Gruppe von Provokateuren versucht hat, durch telefonisches Trickspiel ein Meinungsbild zu suggerieren, was so in Deutschland gar nicht existiert.
Das Team von "hart-aber-fair" muß sich im Gegenteil meine Frage gefallen lassen, warum es erst so spät auf die durchsichtige Taktik der Euro-Leugner reagiert hat?

Anonym hat gesagt…

Großartig! Was für ein Goebbels-Geschmeiß dieser Plasberg.
Wie Sie PPQ es aushalten Talkshows zu schauen ist mir allerdings ein Rätsel.
Zudem stellt sich mir langsam die Frage ob Stalins Spruch „Es kommt nicht drauf an, wer wählt, sonder wer die Stimmen zählt" nicht inzwischen als Handlungsanweisung der organisierten Kriminellen in Staatsmedien und Funktionärsoasen gesehen wird.
Und was wäre eigentlich, wenn die Anti-Europartei AfD bei einer Forsa-oder Infratest ( wie diesen ganzen halbstaatlichen Schamanenrauchdeutervereine heißen)-Umfrage auf 5,5 Prozent käme. Veröffentlichen, oder nochmal neu fragen?
Bis sie bei 2 Prozent ist? Nochmal fragen!

Zorgnax hat gesagt…

Da hat doch bestimmt wieder einer beim Plasberg angerufen.

Anonym hat gesagt…

War doch mit der repräsentativen Umfrage zur Kernkraftnach Fukushima dasselbe, ca. 65% der Bevölkerung wollten die Atomkraft beibehalten. Dies ist genauso sang und klaglos in der Versenkung verschwunden.

Thomas hat gesagt…

Warum sollte man auch das Ergebnis einer Umfrage bekanntgeben, von der man weiß, daß sie nicht stimmen kann? Da muß man halt eine neue Umfrage machen, etwa wie die EU in Irland.