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Sonntag, 14. Juli 2013

Akut an Essen erkrankt

Deutschland hat ein pfundiges Problem: Durch die grassierende Armut, die seit Jahren immer mehr Menschen verelenden lässt, steigt laut einer Studie des Gesundheitsministeriums auch die Zahl der Fettsüchtigen. Im Bürokratendeutsch werden die Betroffenen als „krankhaft übergewichtig“ bezeichnet, schließlich, heißt es im politischen Berlin, seien ja nicht sie selbst schuld, sondern die Gesellschaft, die Verhältnisse, die Armut und die immer weiter auseinanderklaffende Schere zwischen Arm und Reich.

Die verdammt inzwischen ein Viertel der Deutschen zu einer adipösen Lebensweise. Nur noch die Hälfte der Bevölkerung sei regelmäßig körperlich aktiv, berichtete der "Focus" unter Berufung auf die Studie, alle anderen beschäftigten sich mit ihrem Smartphone, ihrem Tablet oder schauten Sportsendungen im Fernsehen. Dadurch nehme die Zahl der Ultra-Dicken unter den Fetten rapide zu.

So sei der Anteil der Übergewichtigen seit der Vorgängerstudie von 1998 mit 68 Prozent bei den Männern und 53 Prozent bei den Frauen ungefähr gleich geblieben. Doch ein knappes Viertel der an akutem und dauerhaftem Essen Erkrankten weise einen Body-Mass-Index von mehr als 30 auf. Das gilt bei Experten als Armutsanzeichen. Noch 1998, vor den McDeal-Wochen bei McDonalds, lag dieser Wert bei den Männern um knapp 20 Prozent und bei den Frauen um knapp drei Prozent niedriger.

Die Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation, sich pro Woche mindestens 2,5 Stunden körperlich zu betätigen, erreichen nur noch 25 Prozent der männlichen und 15 Prozent der weiblichen Probanden. Die Bundesregierung, in der die Bevölkerungsgruppe der Normalgewichtigen erstmals seit Jahren die Mehrzahl der Minister stellen, plant ein Diätpaket für Deutschland, das bei einem bundesweiten Fitness-Gipfel beschlossen werden soll. Der Anti-Adipositas-Pakt setze auf mehr Investitionen im Armutsbereich, kleinere Portionen und die Wiedereinführung des Sendeschluss im Fernsehen.

Bei einem alljährlichen Pflichtwiegen soll die Gesamtbevölkerung künftig regelmäßig nachweisen, dass sie sich einer gesunden, nachhaltigen Lebensweise befleißigt. SPD-Chef Sigmar Gabriel, der für sich eine Adipositas akzeptierende Lebensweise gefunden hat, kündigte Widerstand an. Kosten der Fettsucht müssten weiter von den Krankenkassen übernommen werden, die „Milliarden angehäuft“ hätten. Die SPD stehe für ein europaweites Maßnahmeprogramm gegen Lebensmittelspekulanten und Hedge-Funds, die auf Hunger wetteten. „Mit uns ist das nicht zu machen“, sagte der immer noch amtierende Pop-Beauftrage der deutschen Sozialdemokratie. Es gehe um die Menschenwürde und die gebe es nicht „im Tausch für ein Butterbrot“.

Fett im Archiv: 260 Prozent aller Kinder erkrankt


Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Wenn die „Welternährungssorganisation FAO und Deutsche Welle zusammenkommen muss ja die pure Idiotie dabei rauskommen und siehe da:
„Die FAO empfiehlt...
...eine ausgewogene Ernährung, saisonale Produkte von lokalen Bauern zu kaufen, um regionale Vielfalt anzuregen und Transportwege zu sparen. Vor allem aber: Aufessen! Die FAO schätzt, dass weltweit 30 bis 40 Prozent aller Lebensmittel verloren gehen - etwa durch fehlende Transport- und Lagermöglichkeiten. Aber auch, weil abgelaufene, nicht normgerechte oder zu viel gekaufte Ware im Müll landet.“
http://www.dw.de/mehr-abwechslung-auf-dem-globalen-speiseplan/g-16870236

Transportwege sparen? Bei fehlenden Transportmöglichkeiten? Bei lokalen Bauern kaufen? Heißt das nicht gerade verhungern? 1847 gab es in Deutschland die letzte Hungersnot. Es war das letzte Jahr, im dem die Menschen auf die Kombination Lokaler Bauer, Fehlende Transportmöglichkeiten und Scheißwetter (Missernte) setzen mussten. Dann kamen die wettbewerbsgeilen deutschen Kleinstaaten (EU gabe s damals noch nicht) und überzogen das Land mit einem Eisenbahnnetz. Seitdem war Scheißwetter in Norddeutschland kein Grund mehr zu verhungern, weil Getreide aus Süddeutschland oder Frankreich wo prima Ernten erzielt wurden, kostengünstig , schnell und in riesigen Mengen über hunderte von Kilometern transportiert werden konnte. Später wurde dann noch Dünger erfunden und Pflanzenschutz, aber davon ein anderes Mal...
Und Aufessen? So entnehmen wir dem Hochglanzmagazin einer Zwangskrankenkasse folgendes: „Es bringt nichts, wenn Eltern Kinder zwingen, aufzuessen. Genauso verkehrt ist es, bestimmte Lebensmittel zu verbieten. Beides kann sogar dazu führen, dass Kinder dick werden. "Sie sollten Reste ihrer Mahlzeit liegen lassen dürfen, wenn sie satt sind", rät Ulrich Fegeler vom Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in Köln.“

Und die WHO (Weltgesundheitsorganisation) beklagt die Tatsache, dass die Globalisierung dazu geführt hat, dass immer weniger Menschen in jungen Jahren an Hunger, Pest und Cholera sterben, Das Ergebnis ist verheerend: „Nicht übertragbare Krankheiten bedrohen Entwicklung der Welt“ . Nicht übertragbar ist zum Beispiel das Übergewicht von Mexikanern, die heute die erste Generation haben, die täglich Fleisch und Zucker verzehren kann. (http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/chronik/3345206/nicht-uebertragbare-krankheiten-bedrohen-entwicklung-welt.story)“
Der Ausweg: Essen verbieten, versehentlichen Wohlstand der werktätigen Massen abschöpfen. Neue Schutzgelder bei Zucker, Fleisch, Salz und allen effizient produzierten Lebensmitteln erfinden. Die Menschen, die nach Zahlung dieser Schutzgelder wahrscheinlich nie sterben werden, also in den Himmel auf Erden kommen, würden schließlich auch für die Bekämpfung des Klimawandels gebraucht. ( „George Alleyne von der Pan American Health Organisation (Washington/USA) über die Auswirkungen dieser drohenden Entwicklung: "Gesundheit ist essenziell für die Menschen, um zu einer nachhaltigen Entwicklung, zu Produktivität und zu wirtschaftlichem Wachstum beizutragen und sich auf die Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Klimawandel einzustellen.")
Und so kann es nicht weitergehen: „Um 1900 erzeugte ein Landwirt im deutschen Kaiserreich Nahrungsmittel für 4 weitere Personen; im Vergleich dazu ernährte er 1950 in der Bundesrepublik Deutschland 10 Personen. Anfang des 21. Jahrhunderts (2004) waren es bereits 143.“ (http://de.wikipedia.org/wiki/Landwirtschaft)

Anonym hat gesagt…

Ja wir erkranken am Essen, das sie künslich herstellen. Es wird mit Zucker noch und noch, mit Fett, Soja Zeug und Farbstoffen etc. angreichert, diese Zusatzmittel verunreinigen das Lebensmittel und Schaden auf lange Sicht dem Menschen und für die Grossverteiler ergibt das den grossen Gewinn. Alles was solche Organisationen im Sinne der "Gesund für die Menschen" auch immer disskutieren und informieren ist nur ein Theater gegen aussen um noch mehr Geld vom Gesundheitssystem etc abzuziehen. Es ist lediglich eine Alibi. Aber dass eigentlich jeder selber für seinen Körper verantwortlich ist, das wird nicht erwähnt. Also es liegt an uns viele dieser Nonsens Nahrung gar nicht erst zu konsumieren. Aber das braucht halt ein bisschen Disziplin, keine Schockolade, Schüssigkeiten und Süssgetränke, und diese Chips zu konsumieren.

eulenfurz hat gesagt…

Vor knapp 70 Jahren war es noch andersherum: die Klapperdürrsten waren Habenichtse, die Wohlgenährten clevere Schwarzmarktdealer.

Heute ist clever, wer den Industriefraß nicht anrührt und nur Erlesenes zu sich nimmt, zudem aktive Freizeitbeschäftigungen hat.

Volker hat gesagt…

Vor knapp 70 Jahren war es noch andersherum: die Klapperdürrsten waren Habenichtse, die Wohlgenährten clevere Schwarzmarktdealer.

Thomas hat gesagt…

Dabei liegt die Lösung im wahrsten Sinne auf der Hand: Alle Fernbedienungen, Handies und Notebooks müssen mindestens 25 Kg auf die Waage bringen. Dann könnten z.B. innovative Apps wie iHammer MyLieblingsZiegelstein realisiert werden und gleichzeitig eine Steigerung der Muskelmasse und Reduzierung des BMI oder wie das heißt erzielt werden.