Google+ PPQ: Medikamente aus Mehl

Samstag, 13. Juli 2013

Medikamente aus Mehl

5.9. Früher gab es ihn noch, den geheimnisvollen "Safer Internet Day", aus dem Englischen übersetzt der Tag, an dem das Internet sicher ist. Aber bekanntlich wird alles immer schlimmer, elektrische "Abzocker" (Bild) gehen mit ihren selbstgemachten Heimpornos auf Dummenfang, Spam überschwemmt die Internetwelt mit Nacktbildern von Angela Merkel und Sarah Wagenknecht, mit Einladungen, Millionär zu werden, und Tipps, wie sich Medikamente aus Mehl für kleines Geld aus dem Kongo beschaffen lassen.

Doch Spam ist nicht gleich Spam, nein, manchmal öffnen Mails, die der Uneingeweihte im ersten Moment für Spam halten könnten, auch dem kalten Zyniker das Herz - und den Blick für eine Welt, die irgendwo da draußen sein muss, groß und geheimnisvoll, besiedelt von Poeten und Wörterbuchfetischisten. Patrick Chan hat so eine geschrieben, mit der wichtig klingenden Eröffnung, dass er "KW Executive Director Chief Financial Officer der Hang Seng Bank Ltd, Hongkong" sei.

"Ich habe ein lukratives Geschдft Vorschlag von gemeinsamem Interesse mit Ihnen zu teilen, sondern die Ьbertragung von einer groЯen Geld von meiner Bank hier in Hongkong", heißt es in recht unangestrengter Abwandlung der seit mehr als einem Jahrzehnt kursierenden Nigeria-Spam-Mail. Chan ist ein ehrlicher Mann: "Ich habe deinen Hinweis in meiner Suche nach jemandem, passend zu meiner vorgeschlagenen Geschдftsbeziehung", gesteht er. Abschließend heißt es dann: "Wenn Sie trotzdem an einer Zusammenarbeit mit mir Kontakt durch meine private E-Mail interessiert bitte schreib patrickchan68@yahoo.cn fьr weitere Details.

EhЯensдche dabei mit Sicherheit: "Ihre erste Reaktion auf dieses Schreiben wird geschдtzt."

Ein Hundsfott, der da nicht weich wird, ein Unmensch, der da nicht alle seine Daten freiwillig hinaussendet, auf dass die Mühseligen und Beladenen da draußen "die Ьbertragung von einer groЯen Geld" sofort in die Wege leiten können.

Kommentare:

Sockenpuppe hat gesagt…

ach man kennt es ja zur genüge, aber ppq schafft es, dass man dennoch schallend lachen muss
danke

Borsig hat gesagt…

Ja,ja. Umlaute und Übersetzungsprogramme,das passt nicht zusammen - aber ist durchaus auch mal lustig.