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Mittwoch, 25. Dezember 2013

Rebellion in Moll

Sie nennt sich selbst einen "traveling folk rock blues troubadour", spielt Gitarre wie Billy Bragg, hört sich an wie eine Mischung aus Patti Smith und Ani DiFranco und Bob Dylan kennt sie nach eigenem Bekunden nur von einer alten Kassette, die ihr Vater im Auto hörte.

Meyers Musik, etwa auf dem Album "Golden Delicious", reißt keine Mauern ein, sprengt keine Ketten und schockierende oder erhellende Botschaften gibt es auch nicht. Selbstverständlich ist sie gegen korrupte Banker, gegen Monsanto und für Occupy dies und das. Sie selbst lebt die Rebellion, einmal ist sie aus ihrer Yoga-Klasse geflogen, wirklich. Ansonsten ist da einfach eine junge Frau, die gern und dunkel singt und sich aus allem, was die Musikgeschichte zu beaten hat, einen eigenen Soundanzug zurechtschneidert. Laura Meyer kommt erstaunlich gut durch die Welt damit, seit sechs Jahren schon reist sie herum, stöpselt abends irgendwo ihre E-Gitarre ein und folgt ihrer Mission, wie sie selbst sagt: "There’s no need to spend it following orders and not doing what you love."

Wer es sich leisten kann.

1 Kommentar:

Volker hat gesagt…

Ist zwar OT, muss aber sein:

Vor einem Jahr haben wir erfahren, auf welch seltsame Weise die "Bekenner-DVDs" im Wohnmobil zutage getreten sind. Die wurden nicht bei der Durchsuchung am 04.11.2011 gefunden, sondern erst einen knappen Monat später, am 1. Dezember 2011, entdeckten BKA-Beamte offenbar bei einer Nachuntersuchung des Rucksacks die Innentasche. Sie fanden darin sechs DVDs, die in durchsichtigen Kunststoffhüllen verpackt waren. Alle Scheiben trugen den Aufdruck des inzwischen bekannten sogenannten Bekennervideos des NSU.

Als sich in den Folgewochen mehrere Blogs über diesen seltsam sauberen Rucksack lustig gemacht haben, dämmerte den GenossInnen der Schutz- und Sicherheitsorgane, dass man vor Gericht nicht diese groben Unfug auftischen sollte … sondern noch gröberen.
Hier ging das ganz einfach. Die mussten keine unbrennbaren Papiere produzieren, sondern nur die Zeugen instruieren. Z.B. Zeuge "Sche.", der auftragsgemäß nunmehr nicht den Rucksack-Unsinn ausgesagt hat, sondern die neu erfundene Version, man habe noch im Wohnmobil drei USB-Sticks mit den Bekennervideos gefunden und lose DVDs, wo Bekennervideos und Vorversionen drauf gewesen seien.

Und wir sind gespannt, welchen Wust von Lügen, Fälschungen und Tatsachenverdrehungen die uns nächstes Jahr auftischen werden.