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Samstag, 24. Januar 2015

n-tv lässt den Euro hüpfen

Der Nachrichtensender n-tv entdeckte als erster, dass die Talfahrt des Euro eine Pause einlegte. "Die Gemeinschaftswährung rutschte in der Spitze zwar bis auf 1,115 Dollar ab und damit auf den niedrigsten Stand seit September 2003", meldeten die Wirtschaftsspezialisten am Tag nach der 11550-Milliarden-Kaufentscheidung der EZB. "Am Nachmittag erholte sich Europas Gemeinschaftswährung wieder und stieg über die 1,20-Dollar-Marke - aktuell notiert sie bei 1,248 Dollar - immer noch mehr als ein Prozent weniger als am Vortag."

In Wirklichkeit hatte der Euro natürlich keinen Zehn-Cent-Sprung nach oben gemacht, sondern seinen Weg in Richtung Dollar-Parität stur fortgesetzt. Wie auch sonst - mit dem Ankauf von rund zehn Prozent aller europäischen Staatsschulden bewegt sich schließlich eine Geldwelle auf die Euro-Länder zu, die die Welt noch nicht gesehen hat. Seit April vergangenen Jahres hat die erfolgreichste Gemeinschaftswährung der Welt ein Fünftel ihres Wertes verloren. Würde Öl heute noch so viel kosten wie damals, stände der deutsche Benzinpreis bei rund 1,86 Euro.

Ein Segen für das Weltklima. Doch ob es dann noch so ruhig wäre im Land und niemand n-tv-Meldungen über den Euro-Kurs lesen würde?

Kommentare:

Die Anmerkung hat gesagt…

Spannender Endkampf, würde ich schreiben wollen und des Bildes mit dem Licht am Ende gemahnen, das seit Monaten ungenutzt im Postfach liegt.

Spannender Endkampf, der Euro hat den Dollar bald eingeholt. Um die letzten Reserven im Kampf um den Sieg zu mobilisieren hat die EZB angeregt, weitere Tonnen Papiergeld in das Wettrennen zu pumpen, auf daß Euro und Dollar wenigstens gleich stark sind.

ppq. so hat gesagt…

unsere stärke liegt in der euro-schwäche!!

Anonym hat gesagt…

Der NTV Dschrnalunke ist etwas rechenschwach.

Das mit dem Eurokurs ging gestern so:

Eröffnung: 1,13 Euronen

Draghische Entscheidung
1,14^(10*9) Euronen Schulden durch die EZB aufzukaufen

Euro sackt auf 1,11, doch er erhölt sich wieder bei 1,12 Euronen.

Der Dschurnalunke von NTV sah nun auf den Bildschirm und liest den Kurs 1,12. Das heisst für ihn vorm Komma steht der Dollar, hinter dem Komma der Euro.

Also 1 Dollar sind 1,2 Euro, wobei man ihm noch zu gute halten muss, dass er nicht verkündet 1 Dollar würden jetzt 12 Euros kosten. Komplizierte Rechenoperationen wie Dezimalstellen und Dreisatz sind nun mal für Dschurnalisten voll knorke.

Anonym hat gesagt…

So, meine Rechnung ist auch fehlerhaft

(10^9)*1,14 Euronen Schulden kauft Draghi auf.

Die grossen Zahlen aber immer auch.

Anonym hat gesagt…

Der Euro wird siegen, auch wenn wir sterben müssen.