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Sonntag, 16. August 2015

Fluchthelfer: Taz und PPQ Schulter an Schulter

So wirbt Friedemann Schmalenbeck in Bagdad Passagiere für seine Rettungsfahrten mit der "Freedom".
Hier im kleinen Fluchthelfer-Board PPQ sprach er zuerst. Friedemann Schmalenbeck, der unter dem Decknamen "der alte Pommer" einen Privatkrieg gegen die unmenschliche Abschottungspolitik der EU führt. "Wenn man die Leute im Mittelmeer verrecken lässt", sagte der 54-Jährige aus Teterow vor Monaten in einem Bekenntnistext, der exklusiv hier zu lesen war, "dann macht sich jeder schuldig, der nicht eingreift." Schmalenbeck verwies auf den Strafrechtsparagrafen zur Tötung durch Unterlassen, die deutschen Behörden hingegen sehen in ihm einen kriminellen Schlepper und jagen sein Boot "Freedom".

Ein ungleicher Kampf, bei dem der frühere Fischer der DDR-Hochseeflotte bisher die Nase vorn hat, wie nun auch die Tageszeitung Taz in einem langen Text über Schmalenbecks Benühungen konstatiert. Aus Gründen der Tarnung, Schmalenbeck muss vor einer Verfolgung nach Paragraf 96 Aufenthaltsgesetz wegen des „Einschleusens von Ausländern“ geschützt werden, verwandelt die Taz den Ex-Fischer in eine Frau, sein Schiff hingegen in ein Auto.

Unverkennbar mutig aber dient der Text dem Ziel, das zuletzt durch ein mediales Trommelfeuer angekratzte Image der Fluchthelferbranche aufzupolieren. Früher seien Männer wie Schmalenbeck Helden gewesen, konstatiert die Taz. „Es war eine gute Tat, die man da vollbrachte“, sagt einer, der dabei war, als Freiwillige die Mauer durchlöcherten, um Menschen zu helfen, den unerträglichen Lebensbedingungen in vordemokratischen Staaten zu entkommen.

Später machte die deutsche Politik "Schlepper" aus diesen engagierten Menschen. Und heute kämpfen PPQ und Taz Schulter an Schulter gemeinsam dafür, diesen Schmäh- und Kampfbegriff wieder durch das alteingeführte "Fluchthelfer" zu ersetzen.

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