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Mittwoch, 25. November 2015

Volkswagen: Milliardenloch in der Staatskarosse

Was war das für eine Aufregung, als Russlands Diktator Putin mit seinem Plan aufflog, sein Land "in die 1200-Tonne-Gold-Falle" (Welt) steuerte! Der fürchterliche Kreml-Herrscher hatte sich schließlich „verzockt“, so enthüllte es Mitte Juli in vertrauter Einstimmigkeit die gesamte deutsche Presse. Kein Wunder, denn beim Versuch "sein Land loslösen von den Kurskapriolen der westlichen Währungen" (Focus) hatte der Kriegstreiber aus dem Kreml "Staatsvermögen in Gold" angehäuft - und durch den sinkenden Goldpreis rund 15 Milliarden Dollar dabei verloren.

Nur Buchverluste. Aber die Freude war nicht klammheimlich, sondern allumfassend. 15 Milliarden! Aus Liebe zum Gold! (Bild) Wege eines "fatalen Hungers auf Gold"! (Welt) Verzockt! (Spiegel) Verpulvert! (Blick) Kein Weg führt um eine Enthüllung herum, keinen Ausweg gibt es, denn die ganze Wahrheit muss raus.

Wenn etwa Niedersachsen als zweitgrößter Anteilseigner bei Volkswagen über Jahre nicht mitbekommt, dass die Volkswagen AG Autos verkauft, die zugesicherte Eigenschaften nicht besitzen, dann muss auch niemand mitbekommen, dass die landeseigene Beteiligungsgesellschaft mit ihren VW-Aktien binnen eines halben Jahres mehr als 15 Milliarden Euro verloren hat.

Niedersachsens Buchverluste, marginale zehn Prozent höher als die, die Russland mit Gold erwirtschaftet hat, spielen auch in Woche acht nach Beginn des des großen Abgas-Skandals in keinem einzigen deutschen Medium eine Rolle.

Vermutlich ist die Erklärung dafür, dass Gleiches unisono so ungleich behandelt wird, aber ganz einfach. Russlands Staatshaushalt liegt bei 440 Milliarden Dollar, die Gold-Verluste entsprechen 3,4 Prozent des Haushaltsvolumens. Niedersachsen dagegen verfügt über einen Landeshaushalt von knapp 29 Milliarden Euro.

Daran gemessen hat Niedersachsen binnen eines halben Jahres einen halben Haushalt an der Börse verbrannt.


Kommentare:

Gerry hat gesagt…

Was für ein aufgeregtes Gepiepse, wenn die hiesigen Schmierfinken sich, ich sag mal um die Tierklasse beizubehalten, also wenn die Finken sich über den russischen Adler echauffieren. ppq liefert zuverlässig die interessanten Infos und rückt wieder mal ein Detail im Geschehen ins richtige Verhältnis.

Und jetzt schiessen die Türken ein russisches Flugzeug ab, man bekommt noch Bindehautentzündung vom ständigen Augenreiben bei dem, was gerade abgeht.

fatalist hat gesagt…

http://arbeitskreis-n.su/blog/2015/11/25/nsu-nrw-der-grosse-keupstrassenbeschiss-des-bka-staatsschutzes/

Alles hoerte auf zu twittern, es scheint ueberhaupt keine Berichterstattung zu geben. DDR 2.0.

Etwas Hilfe von Euch wäre sehr sehr willkommen.

Anonym hat gesagt…

Endlich Schluss mit diesen Natsie-Autos.

derherold hat gesagt…

@fatalist, ich habe mich gestern abend mit zwei Rechtsanwälten unterhalten.
Deren (beinah abschließende) Meinung war:
Absurde Prozeßkomödie, wirre Rechtsanwaltpersonalienposse, gleichgeschaltete Presse ... aber ... Uwe&Uwe hätten wohl mit Billigung/Genehmigung die Döner-Morde ausgeführt.
Hinweise auf fehlende Zeugen oder mangelndes Motiv für den Verfassungsschutz werden ignoriert.

ppq. so hat gesagt…

@fatalist: gern doch, machen wir

wolpertinger hat gesagt…

Volkswagen.War mal mein erstes Auto.Käfer natürlich.
Was heute so abläuft im „VW Konzern“ist schlicht abscheulich.
Wenn das der Fööhhrrrerrr wüßte.

FDominicus hat gesagt…

Mir völlig egal wie VW gebasht wird, mein Alhambra ist ein wunderbares Auto. Punkt.
Es ist schwer verständlich was für ein Theater um Schadstoffe gemacht wird wenn man dazu betrachtet wie böse Co2 doch ist. Was macht denn ein Katalysator als bestimmte Schadstoff auch in Co2 umzuwandeln. Worauf ich die Hersteller festnageln würde. Auf Ihre absurden Verbrauchsangaben...

Volker hat gesagt…

"Hinweise auf fehlende Zeugen oder mangelndes Motiv für den Verfassungsschutz werden ignoriert"

So was wundert nur jene, die noch nie Kontakt zu dieser Szene hatten und sich auch sonst nicht damit beschäftigt haben.
Alle anderen wissen das, in der deutschen Rechtspraxis gibt es zwei Dinge, die überhaupt keine Rolle spielen: die Sachlage und die Gesetzbücher.