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Dienstag, 3. November 2015

Wenn das kein Politikversagen ist, was dann?

Ein Donnerwetter aus Kernsätzen, das da aus der Schweiz herüberweht. In dem Land, das vor einiger Zeit wegen eines für Zuwanderer ungünstig ausgegangenen Volksentscheids auf die schwarze Liste der Schurkenstaaten geriet - woraufhin nie wieder etwas von Sanktionen wegen der ausgesetzten Freizügkeitsverhandlung zu hören war - schreiben Medien, wie es ist. Nicht wie hierzulande derzeit üblich, was sie wünschen, wie es wäre, hätten sie zu bestimmen.

"Was Frau Merkel früher so perfekt gelang: die Abwesenheit von Politik als Politik zu verkaufen und dadurch die Republik zu entpolitisieren – jetzt funktioniert diese Masche nicht mehr", heißt es in der Neuen Zürcher Zeitung, wo der konservative Haudrauf Hans-Hermann Tiedje Klartext spuckt.

Um ihn zu verstehen, muss man wissen, dass Tiedjes Ziehvater zu dessen Zeit als Bild-Chef Helmut Kohl hieß. Ein Mann, den Angela Merkel seinerzeit mit einem Zeitungsartikel in der FAZ aus seinem Amt entfernte, wie Kohl Tiedje zuvor hatte aus seinem entfernen lassen, weil er ihm die "Umfaller"-Titelseite nicht verzieh. Tiedje mag das der CDU nie verziehen haben, kostete es ihn doch den Posten, von dem aus er schreiben lassen konnte, wie er wünschte, das die Welt wäre.

Doch sein Artikel - eingedenk der Zeitungsschlagzeilen in den letzten Tagen seines Kanzlers Kohl beziehungsreich "Merkeldämmerung" überschrieben, enthält leider mehr Wahres als ganze Wochenausgaben von Welt, SZ und taz, deren aktuelles Schaffen Tiedje knapp umschreibt: "Empörung, Betroffenheit, Moralin morgens, mittags, abends, nachts."

Der Text ist eine Abrechnung, die Axt am Fundament der Kanzlerinnendemokratie. Aber auch eine Situationsbeschreibung von einer Schärfe, zu der deutsche Medien vermutlich erst nach der übernächsten gescheiterten Krisengipfelrunde finden werden.

Der ganze Text steht hier


Kommentare:

lesandi hat gesagt…

Zuviel der Lobes, auch hier gibt es Zeitungen, wo es schade um das Papier und die Druckerschwärze ist: WOZ, Tagi, Blick und alle Gratiszeitungen. Generell ist die Medienbranche eher links, nur ist die Schweizer Gesellschaft insgesamt konservativer als die Deutsche.

Anonym hat gesagt…

... was dann? Na, absolute Bösartigkeit² doch! Es ist KEIN Versagen, das scheint nur Gimpeln so.

Anonym hat gesagt…

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