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Sonntag, 15. Mai 2016

Vorbild Österreich? Kultmanager als Kanzler

SPD- und CDU-Vorständler suchen wie hier in der Steppe bei Paderborn zunehmend verzwiefelt nach einem Kanzlerkandidatenkandidaten.
Blaupause Österreich: Nach dem Rücktritt des österreichischen Kanzlers Faymann und seine Ablösung durch den bisherigen österreichischen Bahnchef Christian Kern spielen Koalitionskreise in Berlin Möglichkeiten einer ähnlichen Lösung für Deutschland durch.

Da Bahnchef Grube allerdings nach außen als nicht mehr vermittelbar gilt, soll Frank-Jürgen Weise nach der Bundesagentur für Arbeit und dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge nun auch noch das Kanzleramt übernehmen. Weise, geboren in Radebeul bei Dresden, ist ausgebildeter Offizier mit dem letzten Dienstrang Oberst, in seiner Freizeit führt er die Hertie-Stiftung, die zu größten privaten Stiftungen Deutschlands gehört. Zudem ist Weise Aufsichtsratsvorsitzender der Firma PTV Planung Transport Verkehr AG.

Ab Januar 1985 arbeitete er als Controller bei dem Frankfurter Automobilzulieferer Adolf Schindling AG und ab Juli 1989 als Vorsitzender der Geschäftsführung bei der Braunschweiger Hüttenwerk GmbH. Im Jahre 1992 war er kurzzeitig Vorstand der Glyco AG, dann arbeitete er als Headhunter. Im Januar 1997 wurde er Vorstandsmitglied der FAG Kugelfischer. 1997 war er Mitgründer und Vorsitzender Logistikunternehmens Microlog Logistics in Frankfurt am Main. Diese Firma brachte er an die Börse und eilte dann weiter.

Im Mai 2002 berief ihn der damalige Leiter der Bundesagentur für Arbeit, Florian Gerster, den Weise Jahre zuvor zufällig bei einer Wehrübung kennengelernt hatte, als Verantwortlichen für Finanzen in den Vorstand. Nach der vorzeitigen Ablösung Gersters, der einen PR-Auftrag in Höhe von 1,3 Millionen Euro nicht ausgeschrieben, sondern freihändig vergeben hatte, wurde dessen Zögling Chef aller deutschen Arbeitsämter.

Seitdem gelang es ihm, die durch die Niedrigzinspolitik der EZB ausgelöste Stabilisierung des Arbeitsmarktes als Erfolg einer konsequenten Arbeitsmarktpolitik zu verkaufen. In der Debatte um seine mögliche Kanzlerschaft sollen sich bereits sieben der insgesamt neun stimmberechtigten CDU-Vorständler für ihn ausgesprochen haben. Der Vorschlag der SPD, um Weise herum eine Technokratenregierung zu bilden, der ebenfalls im Rennen war, sei Ambitionen fallenlassen worden, schreibt die Zeitung "Der Standard".

Weise hatte rund sechs Monate nach dem Beginn der Flüchtlingskrise im vergangenen Jahr auch die Leitung des Bundesmigrationsamtes übernommen. Noch immer sind fast eine halbe Million Asylanträge unbearbeitet, Weise gelingt es aber, mehr Betonung auf die bearbeiteten Anträge zu legen. Seine Arbeit gilt deshalb als überaus erfolgreich.

Weise gilt als durchsetzungsstark, er hat Erfahrungen auf allen derzeit beduetenden Politikfeldern. Als Militär steht er für die Vorneverteidigung der Nato gegen Russland, als Arbeitsamtchef löst er die schwierigsten Beschäftigungsprobleme und als Hirn hinter dem Umbau des Bundesmigrationsamtes bringt er auch in die Verhandlungen mit der Türkei einzigartige Erfahrungen ein.

Die CDU erhofft sich von dem 64-jährigen Multitalent eine Stabilisierung der Umfragewerte für die Union. Zuletzt war die Bundeskanzlerin bei der Mehrzahl der Deutschen in der Beliebtheit abgeruscht. Wie die SPD, die Grünen und die FDP, die ihre Kanzlerkandidaten erst im nächsten Januar präsentieren wollen, sucht auch die CDU seitdem nach einem Amtsnachfolger.






Kommentare:

Carl Gustaf hat gesagt…

Weise als Kanzler, das wäre gut. Dann könnte jeder noch so grosse Mist über die regierungsamtlichen Medien als "weise Entscheidung" verkauft werden.

Anonym hat gesagt…

Hartmut Mehdorn wäre besser. Erwiesenermaßen sehr erfolgreich und ebenso wie Grube ehemaliger Leiter der deutschen Pensionskasse mit hauseigener Gleisanlage.

Anonym hat gesagt…

Wie wäre es mit Michael Stieber von den Spezialdemokraten Neubrandenburg. Die Fresse
würde den Begriff "Gruselkabinett" erschaulich machen.