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Samstag, 18. Juni 2016

Kriminalität auf der Flucht: Notlügen ohne Not

Nun auch noch der Niggemeier. Nur sieben Monate nach Angela Merkels Abkehr vom flüchtlingsfreundlichen Kurs schwenkt auch Deutschlands führender Medienkritiker auf einen populistischen Kurs ein. In einer Coverversion eines Textes von PPQ, der vor vier Monaten erschienen war, lässt sich der Übermedien-Gründer über angebliche Migrantenkriminalität aus.

Über die weiß man nichts, alle ahnen etwas, die Behörden beruhigen, die Medien sekundieren, keiner glaubt es. Schlamassel.

Niggemeier, in der Vergangenheit ein Mann, der nicht nicht Zahlen umgehen kann, greift sich nun "ein Flüchtlingszitat des Innenministeriums" (Niggemeier) heraus, um zu belegen, was jeder weiß: Wenn das Bundesinnenministerium behauptet, „Zuwanderer sind nicht krimineller als Deutsche“, dann folgt diese Angabe politischen Opportunitäten. Nicht Tatsachen.

Dafür sprechen nach Niggemeiers Überlegungen nicht nur der BKA-Bericht, aus dem die staatliche Nachrichtenagentur dpa die Behauptung entnommen zu haben behauptet. Dort findet sich nämlich kein Beleg für die krude These. Sondern auch der Umstand, dass allein die altersmäßige Zusammensetzung der Menschen, "die neu zu uns gekommen sind" (Angela Merkel) es kaum möglich erscheinen lässt, dass sie weniger kriminell sind als der bundesdeutsche Durchschnittsbürger.

Flüchtlinge sind durchschnittlich jünger, männlicher, alleinstehender. Wenn also Jürgen Trittin behauptete, "sie Kriminalitätsraten unter Flüchtlingen sind verglichen mit der Gesamtbevölkerung unterdurchschnittlich", dann beschrieb er einen Wunschtraum, für den es keine faktischen Belege gab.

Sechs Monate nach den Ereignissen von Köln, die den Blick der deutschen Medien auf bestimmte Wirklichkeitsbereiche grundlegend änderten, zieht einer wie Niggemeier nun aus, darauf hinzuweisen. Vermutlich sei die Behauptung, Zuwanderer seien nicht krimineller als Deutsche, gar nicht richtig, klagt er. "Sie stand aber über vielen Artikeln über den BKA-Bericht." Und natürlich tat sie das, denn die Nachrichtenagentur hatte die Aussage einer Sprecherin des Innenministeriums zur Überschrift eines Artikels gemacht,d er die angeblichen Folgerungen aus den BKA-Zahlen zur Flüchtlingskriminalität zusammenzufassen vorgab.

Da prüft niemand mehr. Da wird Wort für Wort nachgedruckt.


Der Mythos Nachtkriminalität





1 Kommentar:

Volker hat gesagt…

Man glaubts ja kaum, aber der Stefanolix hat dazu was Gescheites gebracht:

https://stefanolix.wordpress.com/2016/06/09/wie-das-bka-einmal-eine-statistik-zur-kriminalitaet-erstellte-und-wir-sie-nicht-lesen-sollten/


Auch zu anderen Schrott-Statistiken:

https://stefanolix.wordpress.com/2016/06/16/kritik-an-der-linken-mitte-studie-teil-1/

https://stefanolix.wordpress.com/2016/06/17/kritik-an-der-linken-mitte-studie-teil-2/

https://stefanolix.wordpress.com/2016/05/26/die-statistik-der-politisch-motivierten-straftaten-lesen/


https://stefanolix.wordpress.com/2016/03/21/so-taeuscht-man-mit-statistik/