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Sonntag, 2. Oktober 2016

Cash for Combat: Bargeld gegen Fluchtursachen

Vier deutsche Ausbilder für Syrien: Mit ihrer Hilfe sollen die Rebellen zu Spitzenkräften an Handfeuerwaffen ausgebildet werden.
Mit einem Etat von 200 Millionen Euro, die aus Haushaltsresten finanziert und kostenlos von der EZB bereitgestellt werden, will die Bundesregierung in der Region um Syrien Zehntausende Arbeitsplätze schaffen. Flüchtlinge sollen damit eine Perspektive im Nahen Osten bekommen - die Regierung folgt damit einer Forderung, die Wirtschaftshilfeminister Müller, Kanzlerin Angela Merkel und Außenminister Walter Steinmeier bisher über Jahre vergebens gestellt hatten.

Nun aber gilt es. In den drei Monaten bis zum Jahresende will das zuletzt gegen den Hunger der Welt engagierte Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in den Ländern um Syrien 50.000 neue Arbeitsplätze schaffen.

Die neuen Jobs als Soldat, Grenzposten, Wiederaufbauhelfer und Spendenfahrer sollen zum einen dazu beitragen, die Grundversorgung von Syrien-Flüchtlingen in den Nachbarländern sicherzustellen, ihnen zum anderen aber ein eigenes Grundeinkommen sichern. Zudem ist daran gedacht, Flüchtlinge als Kämpfer für die Streitkräfte der moderaten Islamistenmilizen auszubilden, die mit Unterstützung der USA und verschiedener Nato-Länder angetreten sind, den grausamen Diktator Baschir Assad und seine entmenschten russischen Helfershelfer wegzufegen.

Das Potential in der Region ist da, glauben die deutschen Helfer. "Viele Syrerinnen und Syrer setzen ihre Flucht in Richtung Europa fort, weil sie sich dort größere Chancen erhoffen", heißt es auf einer Informationsseite des Ministeriums. Helfe man aber bei der Befreiung des Landes, entstünden durch das "Cash For Combat" genannte Programm "Bleibe-, Rückkehr- und Zukunftsperspektiven".

Das Programm sieht vor, Fluchtursachen insbesondere durch eine fundierte Ausbildung an der Waffe zu bekämpfen. Mit dem Geld aus Deutschland sollen die Flüchtlinge selbst ebenso wie Bewohner der Region beispielsweise dafür bezahlt werden, Straßen, Schulen und Wohnungen, die von Assad-Truppen oder dem IS besetzt sind, freizukämpfen und wieder für ein friedliches Zusammenleben nutzbar zu machen.

Auch die Gehälter und Löhne von Ausbildern und Betreuern sollen aus dem Programm "Cash For Combat" finanziert werden. "Während die jungen Männer zur Schule gehen, verdienen sie für sich und ihre Familien den Lebensunterhalt", sagt Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU). Bis Ende September seien in der Türkei, im Libanon, in Irak und Jordanien bereits 34.000 Arbeitsplätze geschaffen worden. Wenn Ende 2016 alle 50.000 geplanten Jobs vergeben seien, unterstütze man "rund 250.000 Menschen dabei, die Zeit bis zum Ende der Krise besser zu überbrücken", heißt es auf der Webseite des BMZ.




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