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Freitag, 24. März 2017

Bundeswehrskandal: Die Maus-Mörder

Opfer von Soldaten? Dieser Frosch wurde aufgeblasen am Rande eines Truppenübungsplatzes gefunden.

Die Geschichte der Bundeswehr ist eine Geschichte von Skandalen, alkoholgetränkt und zuweilen tödlich. Manchmal unbewaffnet, manchmal gefesselt an Schrotttechnik, mit der Großvater ähnlich schon einmal gen Moskau fuhr, leiden die Angehörigen der Truppe immer wieder unter Missbrauchsvorwürfen, Kameradenschweinereien, betrügerischen Ministern und falschverstandenem Korpsgeist.


Zuletzt setzen die Vorwürfe einer Soldatin, der ans Gesäß gefasst worden war, dem Ruf der Truppe zu. Ministerin von der Leyen reagierte scharf und verurteilte die Einstellung eines Ermittlungsverfahrens scharf. Die Wortwahl im Einstellungsbeschluss sei "völlig inakzeptabel", befand die Ministerin.

Doch Ruhe kehrte nicht ein - ganz im Gegenteil. Keine vier Tage nach dem Skandal von Bad Reichenhall flog die nächste Untat deutscher Gebirgsjäger auf: Angehörige der Spezial-Infanterie für schwieriges Gelände sollen Mäuse mit Luftgewehren getötet haben, ohne dass die Tiere das in Bad Reichenhall stationierte Gebirgsjägerbataillon 231 zuvor angegriffen hatte.

Soldaten sind Mörder


Das wäre Mord, die Staatsanwaltschaft ermittelt allerdings nur wegen "Verstößen gegen das Tierschutzgesetz" (FAZ) gegen mehrere Einzeltäter. Die Bundeswehr spielt die bekanntgewordenen Treibjagden gegen die unbewaffneten Kleintiere als "Einzelfälle" herunter. Es handele sich um Fälle "aus der Vergangenheit, die gerade aufgearbeitet werden“, sagte ein Sprecher. Die verantwortlichen Kommandeure reagieren nach Ministeriumsangaben jedoch bei der Aufklärung „umsichtig und konsequent“. Die Maus-Mörder in Uniform, die sich am "widerlichen Ritual" (bgland24) des Mäuse-Schießens beteiligt hatten, werden sich für ihre ruchlosen Taten verantworten müssen.

Doch die Mäuse-Morde sind nur die Spitze des Eisberges aus Grauen, Blut und Tod. Immer wieder kommt es bei der Bürgerarmee zu abscheulichen Gewaltorgie, wie sie nur "organisierte Gruppen mit strengem Befehl und Gehorsam und räumlich abgeschottet von der Gesellschaft" kennen, wie es der Obmann der Linken im Verteidigungsausschuss, Alexander Neu, nennt.

Allein beim letzten großen Sommer-Manöver der Bundeswehr im vergangenen Jahr sollen mehrere tausend Mücken durch Soldaten der beteiligten Einheiten ermordet worden sein. Im Rahmen der Nato-Übungen "Joint Derby" und "European Spirit", bei denen eigentlich die friedliche Abwehr einfallender Russenpanzermassen im multinationalen Verband trainiert wurde, starben nach Schätzungen von Naturschützern zehntausende der kleinen, arglosen Tiere, ohne dass Vorgesetzte oder gar das Ministerium eine Veranlassung sahen, einzuschreiten.


Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Die Vollverblödung läuft auf allen Ebenen und besser als erwartet. Als nächstes werden Mausefallen von den Baumärkten nur gegen Vorlage einer gültigen Jagderlaubnis und zusammen mit einem Kleinnager-Defibrillator verkauft.

Anonym hat gesagt…

'Viel Feind, viel Ehr.' hieß es Jahrhunderte lang im hoch motivierten Kreise der bis auf den Huren-Tross rein männlichen Soldateska.

Aber obwohl unsere erfolgreich feminisierte Bundeswehr global intensiv danach sucht, wollen viele andere Völker sich einfach nicht mit ihr auf dem Schlachtfeld messen. Tonnen von bereits vorproduzierten Tapferkeits-Orden verrosten unverliehen in Lagern.

Was sollen unsere aktuellen Helden alternativ also tun, außer sich an der Heimatfront neue Gegner zu basteln? In die engere Wahl kamen folglich autochthone Frösche, denen sie sich auch waffentechnisch einigermaßen ebenbürtig fühlen können, denn so ein explodierender Knallfrosch, der kann schon ein die Blitzsiegmoral störendes Pfeifen im Ohr auslösen. Noch schlimmer sind Stuka-Attacken eingeschlichener exotischer Mückenarten, denn die infizieren und schwächen unsere Verteidigungskraft durch tückische Einschlafgifte. Ein Fiasko bei den oft bereits am Rande des Wachkomas agierenden Micheldivisionen.

Aber Flinten-Uschi wird sicher auch für diese Problemzonen eine quotenweibische Lösung finden ... wie der schwangerengerecht nachgerüste Schützenpanzer Puma mit leider Dachschaden, weil die Luke leckt.

Wir werden also sicher bald wieder eine gewichtige Rolle in irdischen Krisengebieten spielen dürfen, und sei es als Geburtshelfer. Ob die Niederkunftfahrzeuge danach dem Kindesgeschlecht entsprechend bleu oder rosa umgepinselt werden, darüber debattieren unsere Militär-Strateginnen noch emsig bei Kaffeekränzchen im Vertei-Misterium.

Wir schaffen das !
Was?
Na, das.
OK.