Google+ PPQ: Erschütternde Zahlen: Hälfte der 20-Jährigen hat noch nie einen Porno gesehen

Samstag, 28. Oktober 2017

Erschütternde Zahlen: Hälfte der 20-Jährigen hat noch nie einen Porno gesehen

Sie wartet in Zukunft vielleicht vergeblich: Jugendliche interessieren sich kaum noch für Pornofilme.
Was ist das nur für eine Jugend? Nach einer Studie der Universitäten Hohenheim und Münster zu Pornografie im Internet hat mehr als die Hälfte von mehr als eintausend befragten 14- bis 20-Jährigen noch niemals online Hardcore-Pornografie gesehen. Bei den 14- bis 15-Jährigen unter den Befragten waren es sogar zwei Drittel. Diese Ergebnisse deuten auf ein wachsendes Desinteresse im deutschen Nachwuchs im Teenageralter ausgerechnet an dem Bereich hin, von dem bisherige Studien immer angenommen hatten, dass er für Mädchen wie Jungen in diesem Alter besonders wichtig ist.

Die neue Untersuchung „Jugend, Internet und Pornografie: Eine repräsentative Befragungsstudie zu individuellen und sozialen Kontexten der Nutzung sexuell expliziter Inhalte im Jugendalter“ zeigt eine tiefe digitale Spaltung in der Zielgruppe: Während bisher als bestätigt galt, dass die meisten Jugendlichen zwischen 16 und 17 Jahren zum ersten Mal Sex haben, haben nach den Forschungsergebnissen der Kommunikationswissenschaftler der Unis Hohenheim und Münster im selben Alter viele der Betroffenen noch nicht einmal einen Pornofilm mit entblößten Geschlechtsteilen gesehen.

Auch die Gruppe der pornoerfahrenen Teenager rutscht in der Hälfte der Fälle ungewollt in die Porno-Falle: Die Hälfte der befragten gab an, Online-Pornos ungewollt gefunden zu haben. „Von den Mädchen gaben knapp 60 Prozent an, dass der Kontakt zu pornografischen Inhalten ungewollt war, bei den Jungen waren es nur 37 Prozent“, so Studienleiter Vogelgesang. Zu ungewollten Kontakten zählten die Forscher beispielsweise das Gezeigtbekommen von Pornografie durch Dritte oder das zufällige Antreffen dieser Inhalte im Netz.

Die Ergebnisse legten nahe, dass Kinder und Jugendliche mit etwas konfrontiert würden, was sie weder sehen wollen noch richtig verstehen. Eigentlich interessieren sich Jugendliche zwischen 14 und 20 überhaupt nicht für Sex, schon gar nicht für schwiemelige Fick-Filme. Sehr ungern nur sprechen die Betroffenen nach der ungewollten Konfrontation mit pornografischem Material mit Lehrer oder Eltern über den erlittenen Schock. „Waren die Jugendlichen durch die Inhalte erregt, war die Redebereitschaft deutlich geringer, als wenn sie die Inhalte belustigend oder abstoßend empfanden“, berichtet Prof. Vogelgesang.

Die Forscher glauben, dass „das holzschnittartige Bild des einsamen männlichen Porno-Nutzers in Teilen falsch ist". Für einen überwiegenden Teil der Jugendlichen spielt Pornografie bis ins 20. Lebensjahr keine bedeutende Rolle, ja, die Mehrheit interessiert sich gar nicht dafür. „Die Befunde werfen außerdem wichtige Fragen zum Umgang mit dem Pornografiekonsum von Jugendlichen auf“, ergänzt Vogelsangs Kollege Quandt. Fraglich sei, woher künftige Pornonutzer kommen sollten, wenn der Nachwuchs sich im Einstiegsalter nicht für das Metier begeistere.

Die Studie wird in dem Buch Patrick Rössler/Constanze Rossmann (Hrsg.): „Kumulierte Evidenzen. Replikationsstudien in der empirischen Kommunikationsforschung“ im wissenschaftlichen Springer Verlag veröffentlicht.



Kommentare:

Florida Ralf hat gesagt…

Nichtmal im Ansatz eine clickbait-Ueberschrift.

Deutschland pornomuede: Was wird jetzt aus Lena Nitro?

Florida Ralf hat gesagt…

Kein Nachwuchs mit ohne Bartwuchs: Jugendlicher Publikumsschwund bedroht Fickfilm-Industrie

Anonym hat gesagt…

Internet-Pornographie ist haram! Gefühlt stellt das eine absolut plausible Erklärung für die aufgeführten Zahlen dar.

ppq hat gesagt…

da stirbt was weg. so tragisch

Anonym hat gesagt…

"Für einen überwiegenden Teil der Jugendlichen spielt Pornografie bis ins 20. Lebensjahr keine bedeutende Rolle, ja, die Mehrheit interessiert sich gar nicht dafür."
+
"Waren die Jugendlichen durch die Inhalte erregt, war die Redebereitschaft deutlich geringer"
=
Extraordinaere Dunkelziffer! Legt nahe, dass sich die "Mehrheit" bzw. "der überwiegende Teil" der Jugendlichen so perverse Sachen reinziehen koennte, dass einer Konfrontation einfach komplett aus dem Wege gegangen wird, indem einfach alles geleugnet wird aka 'Redebereitschaft: Null'.

Wir leben in einer Welt voller Peinlichkeiten, die es zu verbergen gilt, wenn man sozialer Aechtung und anderen negativen Auswirkungen aus dem Wege gehen will.

ppq hat gesagt…

mich erinnert die "umfrage" an die, deren ergebnisse gerade behaupten, die bürger trauten den grünen bei der einwanderungspolitik mehr zu als der CSU

kannste dir alles nicht ausdenken

Anonym hat gesagt…

Ich traue denen da auch "mehr" zu...

Anonym hat gesagt…

Alles bisher gesagte iss doch geschwollener Nonsens. – Die Pornografie und die Prostitution waren, sind und bleiben die einzigen „Ventile“, womit die vielen Beta-Männchen ihre libidinösen Impulse einigermassen „ausleben“ können. – Denn ds hypergame Weibsbild lässt ja bekanntlich nur die Alpha-Männchen „ran“. – Und im Zuge des zunehmenden feminismusinduzierten Grössenwahns der Weibs.Innen und ihrer durch Quotzentum immer geringerer „Abhängigkeit v. männlichen Ernährern/Beschützern“, sinken die Chancen und Gelegenheiten für Beta-Männchen auf „libidinöse Kontakte und Erfahrungen“ immer weiter gegen 0. (Und durch die Entrechtung, „Dekonstruktion“, Abzocke und soziale Vernichtung der Männer werden der „Betas“ immer mehr) – Ergo dürfte die Pornografie im Gegensatz zu der blödsinnigen Behauptung hier immer stärker nachgefragt und konsumiert werden. – Bei der Prostitution wäre es im Prinzip ähnlich, nur senken die hohen, für Beta-Männchen oft unerschwinglichen Kosten, einen simultanen Anstieg in der Häufigkeit.

Anonym hat gesagt…

Die Annahme, Pornografie wäre ein Männer-Genre, entspricht nicht meiner Lebenserfahrung.

Anonym hat gesagt…

Meine These, daß, sobald die Diskussion, sowie sie auf die Minne gerät, auf die dreifache Länge der Diskussionsstränge des Üblichen kommt, erfährt hier Bestätigung.
Ganz zu schweigen, wenn die unübliche Liebe ins Spiel gebracht wird.

Anonym hat gesagt…

@Vornedran

Folgende "Würdigung" könnens gerne auch meinem jetzo folgendem Meta-Kommentar anhängen, nur: Selten so ein nichtsagendes, sinnfreies, überflüssiges Leer-Stroh zu einem Thema gelesen. (Und stimmen tut's ebenfalls garnicht, hier brechen oft endlose Debatten um Banalitäten aus, zu "heissen Tehmen" dagegen oft nur wenige, dürre verklausulierte Auslassungen)