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Mittwoch, 8. November 2017

Trumps Bilanz: Der Wirtschaftskiller

Zum Alltime-Rekord des Barack Obama, der den "Märkten Fesseln anlegen" wollte, fehlt noch ein Stück. Um 260 Prozent stiegen Dow Jones und der deutsche Dax in der Amtszeit des Mannes, der vor dem Einzug ins Weiße Haus angekündigt hatte, er werde eine knallharte Regulierung der Finanzmärkte einleiten. Aber für sein erstes Jahr hat Donald Trump geliefert: Um knapp 30 Prozent stieg der Dow Jones, um 32 der Nasdaq und auch der Dax schaffte 32 Prozent. Nur der Eurostox blieb ein wenig zurück und blieb bei plus 22 Prozent hängen.


Würde Trump so weitermachen, käme er nahe an Obamas Rekord heran. Zumal auch die kleineren Börsen mitziehen: Singapur stieg seit seiner Wahl um 21 Prozent, Indien um 26, das separatistengeplagte Spanien um 13, Australien ebenso wie das seit der Krim-Krise hart sanktionierte Russland um 17, Japan um 35 und China um 33.

Gerade recht kommt da eine profunde Einschätzung aus Expertensicht. Eine "Ifo-Expertenumfrage zu USA" nämlich ergibt logischerweise: "Trump belastet die Weltwirtschaft".

Da herrscht Einigkeit weitweit. Für die Mehrheit der internationalen Experten hat US-Präsident Donald Trump hat sich in seinem ersten Amtsjahr als "Bürde für die Weltwirtschaft" erwiesen. Fast drei Viertel der "929 Fachleute aus 120 Ländern" (Reuters) vertraten die Meinung, Trump habe die Weltwirtschaft negativ beeinflusst.

Ein bisschen weniger negativ habe Trumps Regentschaft sich auf die USA ausgewirkt. Hier, wo die Arbeitslosenzahl nach einem "besonders schnellen" (Die Zeit) Rückgang in diesem Jahr bei nur noch 4,3 Prozent nun mehr als ein Prozent niedriger als in Deutschland liegt - und damit so tief wie seit 16 Jahren nicht mehr - , sprechen 57,6 Prozent der Experten dem "Irren" (FR) eine belastende Wirkung auf die Wirtschaft zu.

Wessen Ruf diese Einschätzung mehr schadet, Trump oder den Medien, die die Meldung ungeprüft verbreiten, hat das ehemalige Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" konsequent und schonungslos aufgeschrieben.



1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Der Anteil unter den Experten, laut denen Trump die Weltwirschaft ruiniert, dürfte dem Anteil der Experten, die den Demokraten nahestehen, ziemlich gut entsprechen.
Dass man nicht mehr auf Daten, sondern auf Meinungen selbst ausgewählter Ökonomiequacksalber zurückgreift, schreit ebenso das Wort Propaganda zum Himmel.