Google+ PPQ: Neues schwedisches Sexgesetz: Das Testpaar und die Beischlafliste

Donnerstag, 21. Dezember 2017

Neues schwedisches Sexgesetz: Das Testpaar und die Beischlafliste

Björn (l.) muss nun immer fragen, wenn er mit seiner Frau Liv (r.) ins Bett geht. Ein Blick reicht dem schwedischen Paar nicht, die Schriftform ist notwendig.

Als Donald Trump perfide vor dem warnte, was "last night in sweden happens", blieben die angegriffenen Schweden ruhig. Den Terror, von dem der US-Präsident gesprochen hatte, gab es nur manchmal und gar nicht überall im Laden. Schweden, so groß wie 174 Saarländer, ging unbeirrt seinen Weg in Freiheit, Demokratie und Gastfreundlichkeit, wenn auch die Grenzen inzwischen geschlossen waren und das Land nur noch rund zehn Prozent der Flüchtlinge aufnahm, denen es noch ein Jahr zuvor Asyl geboten hatte.

Schweden kümmert sich erstmal um sich selbst, es will mit sich ins Reine kommen. Und führt deshalb ab nächstem Sommer eine Sex-Genehmigung ein, die Männer wie Frauen vor dem Geschlechtsverkehr von ihrem Beischlafpartner einholen müssen, um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein. Die Form der Einwilligung wird vom Gesetzgeben nicht vorgeschrieben, Anwälte raten jedoch zu einem Schriftstück, das gern formlos sein darf, aber eigenhändig unterschrieben werden sollte, um spätere Zweifel an der Freiwilligkeit des Aktes ausräumen zu können.

Nötig ist die Sex-Genehmigung auch bei Beischlaf in der Ehe und mit der Ehefrau, sie kann nicht pauschal und für einen längeren Zeitraum gegeben werden, sondern ist von Fall zu Fall neuabzuschließen. Nach dem Gesetzestext muss im Verlauf einer längeren sexuellen Begegnung, während der unterschiedliche Praktiken angewandt oder mehrfache Penetrationsversuche hintereinander unternommen werden, auch mehrfach um Genehmigung nachgesucht und diese formal erteilt werden.

Im Kiruna, einer auch in Deutschland weithin bekannten "Stadt in Schweden" besuchten PPQ-Reporter eine Testfamilie, die bereits seit rund vier Monaten nach den neuen Sex-Regeln zusammenlebt. Liv und Björn Svensson sind 28 Jahre alt und seit sechs Jahren zusammen. Geheiratet haben die große blondeLehrerin und der Holzfacharbeiter mit dem dunklen Hipsterbart noch unter den anarchischen Zuständen, die in Sex-Schweden früher herrschten. "Wir lernten uns in der Disco kennen", erinnert sich Liv. Und Björn ergänzt: "Und landeten noch in derselben Nacht im Bett".

Schweden war damals bekannt dafür, dass keiner der zehn Millionen Einwohner das Wort "prüde" korrekt schreiben konnte. "Sex war Spaß", sagt Björn, "und den gönnte man sich und anderen, so oft man konnte." An Beschwerden über Übergriffe könne sie sich nicht erinnern, erinnert sich Liv, die sich selbst auch heute noch als "tabulos" bezeichnet. "Wenn man einen Mann nicht wollte, hat man das gesagt und der hatte immer so viel Respekt, dass das akzeptiert wurde."

Bis sich alles änderte - aus rein statistischen Gründen. Schweden wurde zum weltweiten Hotspot bei Vergewaltigungen. Und die Regierung reagierte: Die Reform der Sexgenehmigung setzt eine nur "normative Funktion", wie der sozialdemokratische Minister Morgan Johansson sagt. Wer gegen sie verstößt, auf den warten zwei neue Straftatbestände: "Unangemessene Vergewaltigung" und "unvernünftiger sexueller Missbrauch." Ein Täter oder eine Täterin kann nun wegen Vergewaltigung verurteilt werden, auch wenn er oder sie nicht beabsichtigt hat, seinen oder ihren Sexualpartner gegen dessen Willen als Sexualpartner zu nutzen.

Für Liv und Björn bringt das neue Kapitel in der schwedischen Geschlechtergleichstellungsgeschichte einige Veränderungen mit sich, wie die beiden freimütig demonstrieren. Nachdem sich das Paar mit ein paar Blicken und Gesten darauf verständigt hat, jetzt Sex haben zu wollen, zieht Liv eine Schreibtischschublade im gemütlichen Wohnzimmer mit den Elch-Geweihen an der Wand auf. Hier hat Björn vorsorglich selbstgemachte und ausgedruckte Formulare hinterlegt, die neben einem kurzen Zustimmungsstatement in Listenform denkbare Sexualpraktiken aufführen. Jeweils dahinter befindet sich ein Feld, in dem beide Sexualpartner vor Beginn von heißen Küssen, Cunnilinctus, Blasen und Penetration abzeichnen, dass sie einverstanden sind.

"Wir haben uns geeinigt, dass wir das mit unserem Kürzel machen", beschreibt Björn, der dabei kurz von der Scham seiner Partnerin aufblickt. Nicht zuletzt im Zusammenhang mit der Metoo-Bewegung habe sie eingesehen, dass dies nötig, aber auch ausreichend sei, ergänzt Liv. Der Anteil von Frauen, die Sexualdelikten ausgesetzt seien, nehme zu, betont sie. "Da ist das neue Sexgesetz eine sehr wichtige Botschaft, dass Sex immer freiwillig sein sollte." Die Dokumentationspflicht, die dabei auf Dauerpaare, aber auch auf Menschen zukomme, die spontan zueinanderkommen wollen, sei zwar "etwas lästig". Aber insgesamt erhöhten die dauernden Unterbrechungen "oft sogar die Vorfreude auf das, was als nächstes kommt", sagt Liv.

Auch die Gefahr, vor Gericht gebracht zu werden, erhöhe den Reiz, gesteht Björn. "Manchmal gefallen ihr ja auch Schläge, ich würge sie ein wenig und dringe von hinten in sie ein", gesteht er. Die dazu neuerdings erforderliche "Unterschriftenarie", wie er es nennt, hätten sie beide inzwischen in ihr Liebesspiel eingebaut. "Sie wird manchmal schon nass, wenn ich ihr den Genehmigungszettel vor die Nase schiebe."

Das neue „Einverständnis-Gesetz“ soll am 1. Juli 2018 für alle Paare in Kraft treten. Sämtliche Parlamentsparteien stehen dahinter. Bereits jetzt ist die Sex-Gesetzgebung in Schweden scharf. So wurde etwa nach dem Wikileaks-Gründer Julian Assange wegen Verdachts auf „weniger grobe Vergewaltigung“ gefahndet. Was das hieß? Er benutzte kein Kondom bei einem ansonsten von den Frauen als einvernehmlich beschriebenen Sex. Danach waren die Frauen laut eigenen Aussagen lange weiter mit Assange befreundet. Später aber setzte sich die Überzeugung durch, dass der egozentrische Amerikaner sie "weniger grob" missbraucht habe. Schweden erließ daraufhin einen internationalen Haftbefehl, der Assange bis heute dazu zwingt, in der ecuadorianischen Botschaft in London zu leben.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Schon klar, dass eine solche Kampagne ausgerechnet jetzt losgetreten wird. – Denn nachdem, dank des Internet, auch dem letzten Hirnvollwasch-Deppen (jenseits und diesseits des Atlantik) bekannt wurde, wie roh und rücksichtslos jenne heiligen Kühe v. Bereicherungsimporten mit den ebenfalls heiligen Küh.Innen v. Frau.Innen umspringen. -
Indes, bei zwei extrem antagonistischen Kuh-Heiligtümern, kann nicht so einfach das eine entweiht und verteufelt werden.
Ergo muss nunmehr eine massive Verneblungs-Kampagne lanciert werden, um von der evidenten überproportionalen „typischen Ethnizität“ bei derlei „Vorfällen“ abzulenken. –
Das Rezept ist so was von durchschaubar, nämlich eine intensivierte, infame Diffamierung ALLES Maskulinen, eine hyperventilatorische Insinuation gegen eigentlich natürliches männliches Verhalten als pöööse, pöööse „Unterdrückeung und Entwürdigung“ der armen Frau.Innen Opfer.Innen, und all der ganzen restlichen Femi-Lügen-Matrix-Paradigmen. –

Gerry hat gesagt…

Scheint ein nettes, weltoffenes Land zu sein, dieses Ecuador. Bekommt der Assange von der Botschaft seine Frühstücksbrötchen gestellt oder wie läuft das ab?!

Anonym hat gesagt…

Denn nachdem, dank des Internet, auch dem letzten Hirnvollwasch-Deppen (jenseits und diesseits des Atlantik) bekannt wurde, wie roh und rücksichtslos jenne heiligen Kühe v. Bereicherungsimporten


Nein, nein... das haben Sie in den falschen Hals gekriegt, fürchte ich. Nie im Leben würden die Schweden ihr importiertes Gold so bloßstellen. Bei Anwendung elementarer Logik wird man auch leicht sehen können, dass die schwedischen Neger und Westasiaten keine Fickerlaubnis brauchen, um Schwedinnen wie gewohnt weiter zu vergewaltigen.

Die Schweden führen dieses dumme Schwedenfickgesetz also nicht etwa ein, weil Schwedinnen regulär von Moslems vergewaltigt werden, sondern weil sie im Fernsehen was über alte Sexgeschichten von ebenso bescheuerten wie entbehrlichen Hollywoodjunkies gesehen haben. Kein Scheiß.

#metoo

Anonym hat gesagt…

Ich wohne leider nicht in Schweden. Kann ich mein Sexualleben ISO-zertifizieren lassen, um bessere Chancen bei Frauen zu haben?

Anonym hat gesagt…

Näheres bei Noel Ignatiev: "... mit a l l e n Mitteln ..."

Gernot hat gesagt…

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Carl Gustaf hat gesagt…

Ist doch ganz praktisch, waas sich die Schweden da haben einfallen lassen. Da wo Mutti früher bei vorherrschender Unlust Kopfschmerzen vortäuschen musste, da kann sie heute dann ganz einfach den Kugelschreiber verstecken.

Anonym hat gesagt…



https://www.youtube.com/watch?v=VoSU9W3WqLE

http://hemsbush.de/news/menschliche-parasiten-sind-wuermer.php

Anonym hat gesagt…




https://www.youtube.com/watch?v=XqpQC-oX3lw

https://www.youtube.com/watch?v=AW5V_Lqvllk

https://www.youtube.com/watch?v=i-w68UR9R64