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Montag, 12. Februar 2018

Endstation Sehnsucht: Die Bevölkerung will Merkel

Peter Altmaier weiß, was sich die Bevölkerung wünscht, auf deren völkische Teile er geschworen hat.

Abends empfing sie führende deutsche Journalisten, ganz wie damals, auf dem Gipfel der Verunsicherung, als Deutschland taumelte. Aber dank ihrer doch nicht fiel. Fast auf den Tag genau zwei Jahre später ist Angela Merkel immer noch da, und auch einen der eigenen Fenrsehsender hat sie wieder geladen: Damals ließ sie Anne Will die Fragen vorlesen, diesmal darf das "Berlin direkt" machen, eine Sendung des ZDF, dem Sender, der sich durch ein leicht helleres Blau grundsätzlich vom Gebührenbruder ARD unterscheidet.


Merkel tut das, obwohl sie es nicht nötig hätte. Die Kanzlerin, nach dem Sturz von Sigmar Gabriel, Martin Schulz und Thomas de Maiziere weltweit wieder beliebteste Politikerin Deutschlands, geht in diesen Faschingswochen freiwillig in die Bütt. Deutschland soll wissen, dass nur Merkel zwischen der Zivilisation und dem Chaos steht, dass nur die Umsetzung der ehrgeizigen Pläne der SPD bei Klima, Gerechtigkeit, Postenbesetzung und Wirtschaftssteuerung durch die Union einen Rückfall des Landes in die Barbarei und den Absturz der Weltgemeinschaft in längst vergangen geglaubte dunkle Zeiten verhindert.

Merkel oder Barbarei


Merkel, so auf einmal auch wieder mächtigste Frau der Welt nach Helene Fischer, verlässt sich beim Verkünden der frohen Botschaft nicht nur auf die Schützenhilfe der befreundeten Sender. Nein, die in Hamburg geborene Ostdeutsche,  nur noch eine Woche entfernt ist vom größten Triumph ihrer Karriere, orchestriert ihr Comeback minutiös wie die Aufführung einer Xiqu-Oper. Während der opferbereite Martin Schulz am linken Flügel der CDU mit großem Trara den Schuft spielt, der die Arbeiterbewegung verraten hat, wirbt ein Hamburger Kanzlerwahlverein mit Nacktbildern der 63-Jährigen. Julia Klöckner macht sich für Merkel lächerlich, andere CDU-Vorständler sind nach Diktat verreist.

Und zu alldem spielt ihr letzter enger Vertrauter Peter Altmeier virtuos auf der Klaviatur des Größenwahns: Falle Merkel, falle Deutschland, falle die Welt, so die knappe Logik des Mannes, der neben seinem Job als Finanzminister auch die des Kanzleramtsministers, des Flüchtlingsbeauftragten der Bundesregierung und des Chefstrategen der CDU mit leichter Hand wuppt, als wäre es der Gießauftrag des urlaubenden Gartennachbarn. Den hat Altmaier zu Glück nicht, weil er mit der Macht Merkels verheiratet und nur in der Politik zu Hause ist. So hat er Zeit, Merkels Gegenattacke gegen die Miesmacher, Kritikaster und Meckerer, die zuletzt verstärkt aus ihren Löchern krochen, mit ganzer Kraft zu unterstützen.

Altmaier, der sich nach sich nach zahl- und endlosen Jahren im Schatten Merkels im Berliner Führerbunker auskennt wie sonst nur noch deren geheime Ratgeberin Beate Baumann,
kämpft für seine Herrin wie Brienne von Tarth in "Game of Thrones" für die Töchter der Starks. Der  Mann ist ein Turm, bekennend asexuell, hat ein Ohr am Gleis der Stimmung im Land. „Die Bevölkerung wünscht sich Merkel als Kanzlerin“, hat Altmaier, der laut Wikipedia "CDU-Politiker seit 1976", ist, dort erlauscht.

 Dem deutschen Bevölkerung


1976 war er 16. Knappe 40 Jahre später kennt er den Hasen, er kann ihn aufgrund körperlicher Merkmale nicht fangen, aber er weiß, wie er läuft. Wenn der 59-Jährige also die Sehnsucht beschreibt, die die Deutschen beseelt, wenn sie an Angela Merkel denken, dann spricht der gelernte Jurist, der seinen Eid auf eben dieses deutsche Volk abgelegt hat,  nicht vom "deutschen Volke", das seit 102 Jahren am Giebel des Reichstages in Berlin nationalistische Fehlsignale sendet. Sondern der "Bevölkerung" im Sinne des Konzeptkünstlers Hans Haacke, der vor 18 Jahren für nur 200.000 Euro eine symbolische Gegenrede zum Giebelspruch in den Buntestagsgarten gepflanzt hatte -  im Zuge eines traditionellen Blut-und-Boden-Rituals in geweihter Erde, die Bundestagsabgeordnete aus ihren jeweiligen Gauen in die Reichshauptstadt Bundeshauptstadt mitgebracht hatten.

Eine symbolische Aktion,  ganz im Sinne Altmaier. Auch im Koalitionsvertrag habe man "all die Sicherungen eingebaut, die nötig sind, damit Wolfgang Schäubles Politik fortgesetzt werden kann", hat der amtierende Finanzminister der "Welt am Sonntag" mitgeteilt. "Jeder Euro, der ausgegeben wird, jede Entscheidung, die in Brüssel getroffen wird", müsse "in der Bundesregierung insgesamt beschlossen werden", verrät er mit einem Augenzwinkern für alle, die lesen können. "In der ganzen Bundesregierung" ist natürlich etwas anderes als "von der ganzen Bundesregierung". Und "Entscheidungen, die in Brüssel getroffen" wurden, sind erfahrungsgemäß keine Abstimmungsvorschlage. Sondern Vorgaben, die bei Strafe einer öffentlichen Verurteilung zu "Europafeindlichkeit" einzuhalten sind.

"Lassen Sie sich überraschen", sagt Angela Merkel im ZDF, als sie andeutet, dass sie demnächst ihr Personaltableau für die nächsten hundert Jahre vorstellen wird. Peter Altmaier wird sicher dabei sein. 



Kommentare:

Mündig Börger hat gesagt…

Großer Personal-Austausch-Plausch bei den pseudochristlichen Schwarzkitteln.

Neue Matrosen bzw. Rudersklaven sollen dafür sogen, dass der CDU-Seelenfänger mit altem und neuem Käpitän Mehrkill die angesteuerten exotischen Kulturzerstörungsklippen noch schneller erreicht als bisher.

Dann wünsche ich lustigen bunten Mast- und Schotruch, Muddimichel.
Möge deine Integration ins scheinheilige Multikultiparadies Dätschland gelingen.

Die Anmerkung hat gesagt…

Wenn das so ist, sollten wir die Bevölkerung austauschen.

Ist ja schon im Gange.

Rösstauscher hat gesagt…

@ Die Anmerkung

Na, ob Mufti dann besser ist als Mutti, das wird die bunte närrische Zeit sicher offenbaren.

Anonym hat gesagt…

Keine Hoffnung auf Veränderung mehr ! - Der Alptraum, hierzulande, ja weltweit wird von Jahr zu Jahr desaströser und perniziöser. – Unter dem (globalen) Bannfluch, worin buchstäblich alle und alles stehen und gefangen sind, gibt es keine Entspannung, keine Besserung, keine Erholung. – Kaum ein Erdling wird je seines Lebens mehr froh werden, solange die Welt unter der gnadenlosen, hermetischen und erstickenden Lügen-Glocke steckt. -

Bevor nicht der faule Zauber, die Lügen-Narrative, der Bann-Fluch gebrochen sind, wird es immer düsterer werden auf der Welt. –

Was indes geschieht mit denjenigen, die allein es wagen, den Bannfluch und seine „Verursacher“ zu nennen ? – Ridikülisiert, marginalisiert, kriminalisiert, verfolgt und eingekerkert werden sie. – Als Verschwörungstheoretiker, „Anti-…..“ werden sie diffamiert. –

Eine klassische Endlosschleife, aus der es kein Entrinnen gibt, im Gegenteil, immer tiefer ins Lügen-Parallel-Universum wird die Welt hinein zirkeln, erzwingen die Primär-Lügen doch immer bizarrere Sekundär/Tertiär/Quartär/…/-Lügen. –

Synchron mit der Verteufelung der „Kritiker“, werden die „Initiatoren“ der Lügen-Narrative immer devoter als unkritisierbare Heilige verehrt, ihre Credos zu über jedem Zweifel stehende Absoluta verklärt. –
Ergo: ausweglos, auswegloser, am ausweglosesten.

Anonym hat gesagt…

Bange machen gilt nicht! Thorgeir Harvarson: Liegen werde ich, wenn ich tot bin!