Google+ PPQ: Sechs Wochen nach Rücktritt: Dieser Profi kämpft jetzt gegen Rassismus

Donnerstag, 13. September 2018

Sechs Wochen nach Rücktritt: Dieser Profi kämpft jetzt gegen Rassismus

Vor sechs Wochen beschäftigte Mesut Özils Rücktritt aus der Nationalmannschaft die Medienrepublik. Der selbsternannte Deutsch-Türke hatte die Gesellschaft in eine Gewissenskrise gestürzt, indem er als einer der ersten wagte, das das Versagen der deutschen #Mannschaft in Russland auf seinen Kern zurückzuführen: Grassierender Rassismus in weiten Teilen der Gesellschaft, bis in die bürgerliche Mitte reichender Extremismus, der Andersdenkende, Andersglaubende, Andersstämmige wegen ihres Geschlechtes, ihrer Abstammung, ihrer Rasse, ihrer Sprache, ihrer Heimat und Herkunft, ihres Glaubens, ihrer religiösen oder politischen Anschauungen ablehnen und ausschließen. Deutschland, nach einer Analyse der Bundeskanzlerin bereits seit mehreren Jahren "gespalten", wurde plötzlich der Tiefe des Risses gewahr, der Özil-Fans wie Claudia Roth, Rezep Erdogan und Angela Merkel von Kritikern wie Uli Hoeneß, Cem Özdemir, Heiko Maas oder Ünsal Arik trennt: Die einen sehen in dem langjährigen Nationalspieler ein glänzendes Vorbild für eine wenn am Ende auch misslungene Integration. Die anderen beschimpfen ihn als überbezahlten Legionär, der vom Leben in Deutschland keine Ahnung mehr hat.

Während die einen dem Profikicker mutiges Handeln gegen Rassismus und Faschismus bescheinigen, halten die anderen Özils Rassismusvorwürfe für übertrieben und das Foto mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan für einen unverzeihlichen Fehler, für den der Arsenal-Spieler schon viel früher hätte büßen müssen, indem ihn der DFB aus der #Mannschaft für Russland verstößt. Özil selbst hat sich nach seinem Rundumschlag gegen den DFB, deutsche Spitzenpolitik und gleichgeschaltete Medien zurückgehalten. Jetzt erst meldet sich der frühere Mittelfeldstar zurück - mit einer Initiative, die helfen soll, künftigen Spielergenerationen sein schlimmes Schicksal zu ersparen.

Mit der Stiftung Footballmillionaires against racism and xenophobia (FARAX) engagiert sich der Spitzensportler von Arsenal London für zu Unrecht kritisierte, diskriminierte und marginalisierte Fußballspieler. Dank der breiten Unterstützung vieler Prominenter und zahlreicher Fans hat Özil nach eigenen Angaben bereits nahezu eine halbe Million Euro für FARAX eingesammelt, die nun als Grundstock für die Umsetzung des guten Zwecks dienen soll. Beiratsmitglieder von Farax sind etwa der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel, der ehemalige Schauspieler Til Schweiger, Bundestagspräsidentin Claudia Roth und der bekennende Fußballfan Jens Schneider aus Aue, der als Ziel der Initiative formuliert: „Geld einsammeln, Ideen mitbringen und Hürden überwinden“.

Der als eher schüchtern und bescheiden bekannte Mesut Özil in einer neuen Rolle. Als Mann, der sich für Menschen engagiert, die im glitzernden Fußballgeschäft oft hintenrunterfallen: Fußballmillionäre, die Jahr für Jahr den Arbeitsplatz und damit auch die Loyalität zu Vereinen wechseln müssen, in ihren Kurzzeitheimaten oft fremdenfeindlich beleidigt werden und wegen jedes Fehlers, den sie bei der Arbeit machen, damit rechnen müssen, von einer gnadenlosen Leistungsgesellschaft aussortiert zu werden.

Farax soll das ändern. Es müsse erreicht werden, dass sich um Fußballmillionäre nicht nur kleine Gruppen kümmern, sondern alle Menschen, heißt es in den Gründungsdokumenten der Stiftung, die aus steuerlichen gründen einen Sitz in Amsterdam genommen hat. Neben Özil werden in den kommenden Monaten weitere prominente Kicker helfen, das Projekt bekanntzumachen und für Unterstützung zu werben. In Richtung großer deutscher Wirtschaftsunternehmen wie Mercedes, Audi und Telekom, die wegen ihrer Haltung in der Özil-Krise im Sommer zum Teil hart kritisiert worden waren, sendet Farax Friedenszeichen: „Wir werden euch alle besuchen.“

Kommentare:

Zurücktreter hat gesagt…

Warum widmet man diesem geldgeilen Glubschaugen-Bolzosmanen hier noch so viele Zeilen?

Der hat sich durch sein islamisches Sonderverhalten z. B. beim Singen der deutschen Nationalhymne doch selber getürkt und heult dann wie ein getretener Hund rum, wenn er fürderhin auch als ein solcher interpretiert wird.

Das ist übrigens das Hauptproblem mit fast allen Importtürken, deren Loyalität im Zweifel ihrem Erdowahn gehören wird, wie dessen Wahl zum allmächtigen Großsultan es zeigte. Unsere angeblich integrierten Bereicherrer des aussterbenden Christlichen Abendlandes verhalfen dem Despoten durch ihre Stimmen nämlich zum Sieg. Leben hier in einer recht freien spendablen Demokratie und krönen als Dank daheim einen Religionsfanatiker zum totalitären Alleinherrscher. Was für ein schäbiges bzw. erbärmliches Pack!

Und wenn ich dann weitere Heerscharen solcher Doof-Paschas und ihrer tumben Kaftanweiber bejubelt einwandern sehe, wird mir kotzübül!

Ich denke, wir haben längst andere hochbrisante Probleme als ein beleidigter schnöseliger Kickerfatzke namens Özil.

Oh Allah, unsern täglich Messermord gib uns heute, damit wir die Untaten unseren phösen Nazi-Ahnen genüsslich büßen können.

Sauer hat gesagt…

Schade, daß der von Özil bejammerte Rassismus nicht effektiv war. Dann wäre er rechtzeitig vor der WM aus der Mannschaft geflogen, und sie wäre in Rußland würdiger und erfolgreicher aufgetreten. Rassismus ist manchmal die Lösung!

Anonym hat gesagt…

Rassismus ist a) eine Totschlagvokabel und b) kollektiver Selbsterhaltungstrieb.