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Freitag, 7. November 2008

Wen das Rettungspaket rettet

Erst kam die Bayern LB, dann folgte die West LB, anschließnd wollte die HSH Nordbank Geld aus dem 500-Milliarden-Rettungspaket, das die Bundesregierung in ihrer Weisheit geschnürt hat, um die Welt vor dem Untergang zu retten. Nun endlich wollen auch die Nord LB, die Landesbank Baden-Würtemberg und die Hessische Landesbank Hilfe vom Staat.

Das Verhältnis zwischen staatlichen deutschen Banken, die sich retten lassen müssen, und privaten, die gerettet werden wollen, liegt damit inzwischen bei sechs zu zwei: Den sechs hilfesuchenden Staatsbanken, die es unter diekter Aufsicht von hochrangigen deutschen Politikern schafften, Milliarden Euro in geheimnisvollen vebriefungen zu versenken, stehen mit Hypo Real Estate und Commerzbank bislang nur zwei börsennotierte Privatbanken gegenüber.

Wenn das kein Argument für mehr staatliche Kontrolle ist.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Du solltest dir jetzt noch die Geschichte der HRE angucken, das war vor nich allzu langer Zeit ein Teil der Bayerischen Staatsbank (was das plötzliche Auftauchen von Problem und Lösung am Montag nach der Landtagswahl in Bayern besonders witzig macht). Aber gestolpert ist die ja über Verbindlichkeiten der Depfa, das war bis 1990 ebenfalls noch eine Anstalt öffentlichen Rechts.

politplatschquatsch hat gesagt…

ja, ich wiß. ich wollte es aber nicht komplizierter machen. sonst hätte ich die IKB und die sachsenLB noch erwähnt, erstere vorm rettungspaket gerettet, letztere nicht mehr da, um gerettet werden zu können, da vorher schon zwangsverkauft

oder die kfw, die nicht gerettet werden muss, aber eigentlich müsste, wäre sie eine normale bank