Google+ PPQ: Kraft durch Freunde: Alte Spiegel-Schlagzeile als Skandal

Montag, 17. Juni 2019

Kraft durch Freunde: Alte Spiegel-Schlagzeile als Skandal

1962 provozierte das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" alle aufrechten Demokraten mit einem Werner-Finck-Zitat.

„Kraft durch Freunde" statt „Kraft durch Freude“ - wieder provoziert eine alte "Spiegel"-Überschrift die Republik (Abbildung oben). 1962 hatte das damals noch als Nachrichtenmagazin bezeichnete Blatt eine Geschichte über den Churchill-Berater Frederick Lindemann mit der Zeile versehen - 57 Jahre später versetzt die gezielte Provokation des Spieles mit dem Nazi-Zitat die Medienrepublik ins Aufruhr, weil der sächsische Kabarettist Uwe Steimle sich den Slogan zueigen gemacht hat.

Humor ist, wenn man harte Konsequenzen fordert und den Kopf des "rechtslastigen" (Tagesspiegel) Humoristen, wie sie vor 70 Jahren den Mann trafen, der als Erfinder der Verballhornung des "Kraft durch Freude"-Spruches der Nationalsozialisten trafen. Wie Steimle war auch Werner Finck nicht nur Sachse, sondern auch Kabarettist, wie Steimle provozierte er mit der Anspielung auf die NS-Organisation "Kraft durch Freude": " Meine Parole heißt: Kraft durch Freunde", erklärte er öffentlich und stellte sich damit außerhalb der Volksgemeinschaft.

1935 wurde er verhaftet und in das Konzentrationslager Esterwegen gebracht, wo er neben anderen Quertreibern wie Carl von Ossietzky und Julius Leber einsaß. nach seiner Entlassung bekam er ein Jahr Arbeitsverbot. Am 31. Januar 1939 wurde Finck schließlich aus der Reichskulturkammer ausgeschlossen. Bertolt Brecht widmete ihm 1947 das Gedicht "Eulenspiegel überlebt den Krieg".

Ein ähnliches Schicksal droht seinem Zitierer offenbar momentan noch nicht. Allerdings soll der Fall Steimle demnächst im Rundfunkrat thematisiert werden, dort könnten Zwangsmaßnahmen gegen den demonstrativ sächselnden Dresdner beschlossen werden. Der MDR hält im Augenblick zwar noch zu Steimle, nötig werden könnte aber wohl ein verbindlicher Verzicht auf politische Witze, wie ihn Fincks Chef Willy Schaeffers 1939 gegenüber Goebbels erklärt hatte, um seinen Star zu schützen.

Werner Finck jedoch, der den Krieg als Frontsoldat überlebte, hat sich stets dagegen verwahrt, falsch verstanden zu werden. "Es gibt Leute, die behaupten heute, ich wäre gegen die Nazis gewesen", versicherte er nach dem Ende des Dritten Reiches, "das sind Verleumdungen. Was ich natürlich zugeben muss, ist etwas anderes: Die Nazis waren gegen mich.“

Kommentare:

Bitterling hat gesagt…

Nachdem - durch eine grandios erfolgreiche Petition - der erste Versuch, den unbequemen Steimle aus der öffentlichrechtlichen Präsenz herauszukanten, mißlungen ist,läßt die einschlägig berüchtigte mediale Kamarilla erneut ihre Muskeln spielen. Wir - Wessifamilie - lieben "Steimles Welt", wegen der Individualität, Querköpfigkeit, Unbestechlichkeit, Warmherzigkeit und Lauterkeit ihres Protagonisten, unabhängig von seinen wie auch immer einzuschätzenden politischen Ansichten. Laßt die Finger von ihm, ihr als Tintenknechte verkleideten Schmutzfinken!

Anonym hat gesagt…

ganz liebe KlimakinderInnen bei gez / Fönix ; der Hintergründler spricht schon wie ein Harrbeck , seine Oralassistentin sagt so hübsche Dinge wie : " blabla Klima blabla Hitzetod blabla hat der Luca schon gesagt hihi (grinslol) muss gleich Pipi machen hihi .

wir brauchen Arbeitslager

egerbureau@gmail.com hat gesagt…

ich habe seit 1994 BERUFSVERBOT als tv publizist. durch den mdr. weil ich als sogenannter ostdeutscher in einer internen redaktionssitzung einer (formal mir gleichwertigen) west-co-autorin widersprochen habe. die hat mir erklärt, was ICH und andere DDR bürger im herbst 1989 erlebt haben. ich hätte der in den arsch kriechen müssen und mich bedanken. stattdessen habe ich aufgemuckt, selbst wissen zu wollen, was ich erlebt, gesehen, gehört habe. und auch mein logisches denkvermögen wollte ich nicht für das honorar verkauft haben.

die co-autorin war eine gewisse seebacher-brandt, die witwe des arbeiter- und volksverräters, des ami-lakaien. und da hat man gefällgst längst kapiert zu haben, daß die formale gleichheit eine formale ist und nicht angetastet werden darf. als eine formalie. die tatsächlichen hierarchien verlaufen ganz woanders. und wer nicht "intelligent" genug ist, die anzuerkennen, ist dann eben selber schuld. wie der JUDE in ösi-adis deutschem reich. sie nennen ihre rechthaberei, zensur, diktur, duckmäuserproduktion "wiedervereinigung". wie der kommunist 1933 mit dem SA mann wiedervereinigt wurde im KZ und später der JUDE mit dem SS mann. und merkel hat mit all dem nichts zu tun. suggerieren die medien. und sie selbst.

Anonym hat gesagt…

@ Anonym egerbureau@gmail.com hat gesagt...

Heinrich, versprich mir! - Was ich kann! - Du bist ein herzlich guter Mann! Allein - wie hast Du's mit dem Hohlen Graus? Ich fürchte fast, du hältst sehr viel davon!
(Zum Stolpersteine putzen bist Du nie gegangen - Ich tat es! - Doch ohne Verlangen ...) Wer es fassen kann, der fasse es! Matze 19.12 ---

Nordlandfahrer

Anonym hat gesagt…

@ egerbureau@gmail.com hat gesagt...

Kennst du den Faust? -
Den Doktor? -
Meinen Knecht!

(Den Teufel spürt das Völkchen nie - und wenn er sie am Demnig hätte ...)

Nordlandfahrer