Mittwoch, 17. Februar 2010

Sozialbetrug im Schlaraffenland

Wer sind die "wahren Sozialbetrüger und Asozialen in Deutschland"? Der pausbäckige Politikerdarsteller Sigmar "Ich möchte ein Eisbär sein" Gabriel hat natürlich eine Antwort. Es sind die diejenigen, die "ihr Geld am Fiskus vorbei ins Ausland schaffen". So analysierte Gabriel, scharf wie ein Buttermesser, gerade am Politischen Aschermittwoch. "Genau diese Menschen" - wir erinnern uns: Geld-ins-Ausland-Schaffer - "seien die Klientel von FDP und Union", dozierte Gabriel weiter. Wenn man einer aktuellen Forsa-Umfrage glauben kann, sind das ungefähr 42 Prozent aller deutschen Wähler. Gebenedeites Land, möchte man ausrufen, in dem knapp die Hälfte der Menschen soviel Geld haben, dass sie es "am Fiskus vorbei ins Ausland schaffen" müssen. Und Sigmar Gabriel muss sich natürlich fragen lassen, ob seine Einlassung nicht für den ungemeinen Reichtum des Landes spricht. Nicht? Na dann nicht.

4 Kommentare:

  1. Nur bei der SPD wird einer, der als Landesvorsitzender und Ministerpräsident bei einer Landtagswahl fast 15 Prozent verliert (2003) ein paar Jahre später zum Bundesvorsitzenden der Partei ernannt, um diese wieder aufzubauen.
    Das Gute ist aber, dass die SPD jetzt schon so wenig Zuspruch hat, dass 15 Prozent kaum noch verloren gehen können.

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  2. gabriel saß immer im parteivorstand in der zeit, als die hartz-gesetze beschlossen würden. damals ist nicht berichtet worden, dass er dagegen gestimmt habe

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  3. Bester Satz von Gabriel in seiner gestrigen Rede: " "Der Staat ist dafür da, damit wir uns das leisten können, was wir uns alleine nicht leisten könnten."
    Da hat aber einer seinen Bastiat gelesen!

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  4. Der beste Satz des damaligen MP Gabriel fiel im Wahlkampf, als er mit der Errungenschaft prahlte, daß die in Niedersachsen ausgebildeten Akademiker problemlos in bayr. Unternehmen einen Arbeitsplatz finden.

    Dies sagte er unter großem Beifall der Parteimitglieder. In jedem normalen Land wäre er allein für diese Aussage abgewählt worden.

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