Mittwoch, 17. November 2010

Irland wackelt, Al Kaida warnt

Da hat die Bundesregierung noch einmal Glück gehabt. Kaum wackelt Irland wieder, der Euro kippelt und der EU-Haushalt wankt, da meldet sich der alte Al-Qaida-Fuchs Bin Laden bei seinem Kollegen Thomas de Maizière, um vor anstehenden Anschlägen noch im November zu warnen und seine Kollegin Merkel rauszuhauen.

Wäre der ehemalige Herr der wenig später pleitegegangenen Sachsen LB ein junger, unerfahrener Politiker, würde er angesichts der "so konkret wie nie" vorgebrachten Terrorwarnungen -zwei Wochen, nachdem sich Al Kaida zum "Loch von Schmalkalden" bekannt hat - sofort in Panik verfallen. Doch der besonnene Profi de Maiziere, als Bürobursche schon bei der Herstellung der deutschen Einheit beteiligt, bleibt ruhig: Er schickt Polizisten mit Maschinenpistolen in die Flughäfen und Bahnhöfe, die die Zündschnüre der Terrorbomben dort im Moment der höchsten Gefahr einfach ausschießen sollen. Sodann spricht er in "Aktueller Kamera" und "Spiegel" über die "noch nie vorher so konkrete Warnung", und er erklärt, man wisse, mit welchen Visa das sechsköpfige Terrorkommando einreise, welche Nationalität die Mitglieder haben und dass seine Behörde taggenau wisse, wann mit dem Eintreffen in Deutschland zu rechnen sei. Alle müssten jetzt wachsam sein, sagt de Maiziere, und alle melden, was ihnen ungewöhnlich vorkomme: Die Hitze letztes Wochenende, die plötzliche Kälte, der neue Nachbar, die Annäherung des Diesel- an den Benzinpreis, das zuständige Revier kümmert sich.

Eine neue Taktik, offensichtlich, bei der Bedroher mit Fernsehnachrichten bekämpft werden, um sie nicht nach der Ankunft in Deutschland mühsam festnehmen zu müssen. Eine Spur, sagt der Sprecher von der "Aktuellen Kamera" zusammenfassend und mit vor Furcht bebender Stimme, weise auf irgendeinen Al-Kaida-Vize hin, von dem "sehr konkret" bekannt sei, dass er " Europa treffen" wolle. Nächste Woche stellt sich womöglich noch raus, dass Bin Laden in seinem kalifornischen Exil an einem neuen "Drohtonband" (dpa) für Youtube arbeitet.

4 Kommentare:

  1. Zitat:
    "Zum Schutz der Bevölkerung wird nun auf Flughäfen, Bahnhöfen und auch an den Grenzen strenger kontrolliert. Experten fürchten, dass auch Weihnachtsmärkte Ziel eines Anschlags sein könnten."
    Zitat Ende

    Perfide, die Vorstellung, daß der alte Ladenhüter Osama Bin Laden seine illegale Atombombe zündet, inmitten einer Schar Kinder, die glänzenden Auges vor Lebkuchenherzen und Pfefferkuchenhäusern stehen.

    Am 22. November soll er stattfinden, auf irgendeinem Weihnachtsmarkt. Die Flughäfen werden bereits überwacht – damit hat kein muselmanischer Bombenleger mehr die Möglichkeit, deutschen Boden zu betreten.

    Wir lehnen uns zurück, am 22.11. wird nichts passieren, auch auf keinem Weihnachtsmarkt, und der Innenminister kann einen Erfolg verbuchen.

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  2. in halle haben sie keine chance. mehr nachher

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  3. Ein Glück, daß gerade Innenministerkonferenz ist. Da kann man gleich mal für neue Bürgerrechtsbeschneidungen und mehr Spielzeuge für BKA und Co. sorgen.
    Echt toll, daß Bin Laden die Termine so im Kopf hat.

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