Samstag, 8. September 2012

Verbot der Woche: Bargeld

Italien geht mutig voran bei den für Europas Zukunft so nötigen Reformen. Im Rahmen der PPQ-Aktion "Verbot der Woche" will die Regierung von Chefreformer Mario Monti ab Juli des kommenden Jahres ein allgemeines Bargeldverbot verhängen. Alle Zahlungen für Beträge über 50 Euro müssen dann mit Kredit-oder EC-Karte erfolgen. Das beschloss die Regierung nach Angaben der italienischen Tageszeitung "La Repubblica" am Donnerstag. Damit soll der Bargeldumlauf in Italien stark reduziert werden, um Steuerhinterziehern, Schwarzarbeitern und Geldsammlern das Handwerk zu legen.

Italien verschärft damit noch einmal seinen Kampf gegen unkontrollierbare Geldströme. Bereits seit Juli diesen Jahres dürfen in Italien nur noch Beträge unter 1.000 Euro mit Bargeld bezahlt werden. Geldflüsse über 1.000 Euro können nur noch per Kreditkarten, Banküberweisung oder Scheck erfolgen. Die Regierung strebt damit die volle Kontrolle über die Zahlungen ihrer Bürger an. Bisher zahlten nur zehn Prozent der Italiener mit Kredit- oder EC-Karte, in Frankreich sind es 41 Prozent und in Deutschland 22 Prozent.

8 Kommentare:

  1. Hier hat Deutschland die Führungsrolle eindeutig an Italien verloren.

    Schäuble wollte ja auch das Bargeld, dieses instransparente Zahlungsmittel abschaffen. Aber der kriegt es einfach nicht hin.

    Volker

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  2. Ja ja, sehr geheimnisvoll wo Ideen manchmal so herkommen.. ....
    und woher auch Promis auf einmal solche Ideen herhaben könnten: "der frühere ABBA-Star Björn Ulvaeus, der sich neben vielen anderen in Schweden für eine bargeldlose Gesellschaft einsetzt."

    Und mit Totalüberwachung hat das nichts, aber auch gar nichts zu tun!

    http://www.bild.de/geld/wirtschaft/bargeld/schweden-ohne-bargeld-23579036.bild.html

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  3. Was mache ich da auf meinen Italien-Reisen? :-(

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  4. "Und mit Totalüberwachung hat das nichts, aber auch gar nichts zu tun!"

    Aha, noch so einer, der Steuerhinterziehung leugnet !

    Außerdem muß ich an der Geldkarte zwei Korrekturen vornehmen:
    1. Sparkasse Karl-Marx-Stadt
    2. Nicht Lenin, sondern DER KOPF !

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  5. Betr.2.: Dor Nischl. In 1. Gorl-Morx-Stodd...

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  6. @Anonym, es ist ein paar Jahre her, da hatte ich von einem Mitarbeiter verstanden, er höre "Rotes Chemnitz".

    Ich dachte, es handelte sich um einen geheimen marxistischen Sender, dabei meinte er aber "Radio Chemnitz". :-)

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  7. Bezüglich Schweden muß man aber auch sagen, daß dort Einkünfte und Steuerzahlungen öffentlich sind. Wenn die dann noch das Bargeld abschaffen, ist das überwachungstechnisch auch egal.

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  8. Der typische Kartenzahler bei Kaufland am Eichhorster Weg ist weiblich, unter 40, mag Tiefkühlpizza und der zu begleichende Betrag liegt unter 50 Euro.

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