Dienstag, 17. September 2013

Ordensflut mit Flutorden

Es sollte eigentlich ein Geheimnis bleiben, bis die ersten tapferen Hochwasserhelfer ihn von Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) in feierlichem Rahmen an die Brust geheftet bekommen. Doch durch eine Indiskretion in der Magdeburger Ministerialbürokratie ist nun vorab herausgekommen, wie der begehrte Flutorden aussehen wird, den das Land an 50.000 ausgewählte Flutkämpfer verleihen will.

Danach handelt es sich bei dem mit Fluthilfemitteln der EU finanzierten Preis um eine kleine, edel anzuschauende ovale Spange aus verzinktem Edelstahl, die der ungarische Keramiker Sandro Götz nach Vorgaben der Staatskanzlei und einer losen Skizze von Kultusminister Dorgerloh gestaltet hat. Mittig zeigt sie einen Absperrschieber, wie er aus Großwasseranlagen bekannt ist. Umgeben wird dieses symbolische Flutsignet von einem Blätterkranz, der das Wiederaufblühen der Landschaften im Osten getreu der Vorhersage des früheren Bundeskanzlers Helmut Kohl darstellt.

Mit der Auszeichnung soll das beispielhafte zivilgesellschaftliche Engagement der Helfer gewürdigt werden, sagte Haseloff. Auch Brandenburg und Sachsen hätten so etwas, da könne Sachsen-Anhalt nicht hintenanstehen, wolle man als Landesregierung nicht noch mehr Abwanderung in die prosperierenden Nachbarländer riskieren.

Die Idee zu einer eigenen Flutmedaille für das Frühaufsteherland hatte der ehemalige Diktaturenbeauftragte des Landes Rüdiger Erben gehabt, der sich von einer Meldung aus Sachsen inspirieren ließ, wonach dort kaum jemand eine ausgelobte Hochwasser-Medaille haben wolle. Der Flutorden von Sachsen-Anhalt müsse deshalb so hübsch gestaltet werden, dass man ihn auch gut zu Anzug, Kostüm oder Abendkleid tragen könne. Mit der nun gefundenen Gestaltung, die sich an die traditioneller historischen Notopfer-Medaillen anlehnt, sei das geschafft worden, hieß es bei der Vorstellung der sogenannten Ostmedaille.

Zu einer ersten Festveranstaltung in der Oper von Halle, bei der die Medaille vorgestellt und an Bedürftige verliehen werden soll, werden rund 900 Menschen erwartet, die bei der Juni-Flut im Einsatz waren. Die Staatskapelle wird spielen, das Puppentheater tritt auf, die Volksinitiative Holzweg liest aus Grundsatzdokumenten zur Renaturierung und ein Moderatorenduo wird Haseloff durch die Veranstaltung führen, die das MDR-Fernsehen live überträgt.

Bestellt sind derzeit 60.000 Exemplare der Auszeichnung, die später von fahrenden Verleihertrupps vergeben werden. Bei Bedarf kann laut Ministerium noch nachgeordert werden. In der Region wird derzeit überall die Werbetrommel für die Annahme des Fluthelfer-Ordens gerührt. Freiwillige können sich über die Internetseite der Städte eintragen, Bürger, die nicht mit angepackt haben, dürfen auch ihnen bekannte Helfer bei den Behörden melden.

15 Kommentare:

  1. Wir_Innen woll_Innen doch_Innen sehr_Innen hoff_Innen, dass bei der Vergabe der Orden die Frau_Innen-Quot_In berücksichtigt wird.
    Nicht dass die vorwiegend männlichen Rödler und Schufter (insbesondere die BW) in un-dschäntelmännischer Manier gegenüber den Tapfer_Innen bevorzugt ausgezeichnet wird.

    Das wäre doch eine Skandal_In sondergleich_In.
    Nicht wahr, Frollein Schwarzer_In von der Femofaschistischen_In Stürmer_In-Postille_In Emma_In ?

    Ano-Nymus

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  2. Diese ausgesucht hässliche Blechschnitzerei sieht aus wie das bronzene Abzeichen III. Klasse eines neu aufzulegenden (diesmal demokratischen) Kraftfahrerkorps.
    Meinen die das wirklich ernst??? Weia!

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  3. @Caribiniero, oder so ähnlitsch

    Dieses oxxxxx-idierte Blech ist doch nur ein Tertium Comparationis. -
    Deucht mir eine so- oder so-zialistische Traktoristen-Helden Auszeichnung aus heroischen DDR-Tagen zu sein.

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  4. Kann man die Ordensübergabe nicht den Grünen überhelfen? Dann müssen die Bürger den nehmen, ob sie wollen oder nicht.

    Fluthilfeopferorden. Und du?

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  5. Was hat Ano-Nymus denn für ein Frollein-problem? Wie lustig

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  6. Erinnert in der Aufmachung ein wenig an das Sportleistungsabzeichen, das man als Jungpionier überall nachgeworfen bekam:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Sportleistungsabzeichen_der_DDR

    Meine etwa 20 Stück sind schon vor langer Zeit in den Müll gewandert.

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  7. Aber auf das keineswegsteste, 0 Frollein-Problemo,Herr Kollego.

    Wenn hier wer Probleme hat, dann die Frolleins selber, nämlich mit der Realität und der Wahrheit(= Verkündung der Realität). Die werden seit mindestens 40 Jahren mit seltener Gehässigkeit geleugnet und bekämpft.

    Ano-Nymus

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  8. "Meine etwa 20 Stück sind schon vor langer Zeit in den Müll gewandert."

    Aber doch hoffentlich getrennt, nach Wertstoffen?

    Da ich weder während meiner Schulzeit, noch bei der Bunten Wehr ein Sportabzeichen ergattern konnte, nur ein Freischwimmerzeugniss besitze und auf dem Abschlusszeugniss eine 4 in Sport prangt, habe ich mir aus purer Verzweiflung 2006 in Dresden ein Sportabzeichen der DDR gekauft. Bei meinem 50en Geburtstag hat meine Frau bei einem Sketch mir das Ding offiziell umgehängt und alle lachten. Seit dem verstecke ich so gar meine Blut-Spende-Nadeln vom DRK.

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  9. Eigentlich müsste die Buntes-Regierung, bzw. die Grosse auf dem Hosenanzugs-Boden-Vorsitzende (IM-ERIKA-nerin) nach dem bekannten „Fuck-U-Schema“ Tausende von Orden an unsere wackeren Quallitätätäts-Medien-Protagonist_Innen dafür vergeben, dass sie uns durch ihren heroischen Schreiberlings_Innen-Kampf gegen die Atoooom-Toood-Kraftwerke vor dem sicheren letztlich-/letztendlich-/schlussendlich-/nachhaltig-en Atooom-Verseuchung/Toood erretteten.

    Ano-Nymus

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  10. "Aber doch hoffentlich getrennt, nach Wertstoffen?"

    Nein, SERO gab's nicht mehr und die Dinger bestanden doch wohl aus dem gleichen bemalten, dünnen Blech. Gut, bei SERO hätte man die unter die Kronkorken mischen können, dafür bekam der fleißige Pionier etwa 30 Pfennige das Kilo. Mit einer großen Menge Sportabzeichen konnte man also richtig reich werden.

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  11. der fluthilfeorden (ostmedaille) soll über ein internetformular bestellt werden können

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  12. Ist zwar OT. Aber mir gefällt das so gut, es muss sein.

    Wer hat´s gesagt?

    Das Gefälle der Stundenlöhne zwischen Männern und Frauen soll in der Bundesrepublik 22 Prozent betragen. Im EU-Durchschnitt liegt es bei 15 Prozent. Selbst Frauen in Führungspositionen sollen etwa 27 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen verdienen. Auch bei gleichwertiger Arbeit sollen in Berufssparten, in denen mehrheitlich Frauen arbeiten, signifikant niedrigere Löhne gezahlt werden als in Männerbranchen.
    ...
    Der Antwort von Sozialministerin kann entnommen werden, daß Frauen noch immer deutlich weniger als Männer verdienen. Auch ist die Zahl der Frauen, die nur in Teilzeit beschäftigt sind, seit 2008 jährlich massiv gestiegen. Der Anteil von Frauen in Führungs- und Leitungspositionen liegt bei 30,6 Prozent.

    Die Fraktion spricht sich für die Gleichberechtigung von Männern und Frauen aus, für gleiche Arbeit muß gleicher Lohn gezahlt werden. Es darf nicht hingenommen werden, daß vor allem Frauen durch Niedriglöhne und erzwungene Teilzeitarbeit in die Altersarmut gestürzt werden.

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  13. @Volker
    Angela Merkel? Renate Künast? Andrea Nahles? Holger Apfel? Claudia Roth?

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  14. Wer ? - 80 Millionen verblödete Schafsnasen blöken unisono diese feministische Lüge permanent vor sich hin.
    (Und die männlichen und Hammeln darunter, mit gramgebeugten Häuptern, ob des grösslichen Unröchts, dass den Lichtgestalt_Innen immer und immerer noch widerfährt ! - schluchz !

    Ano-Nymus

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  15. Danke, EF. Die Frage war genau auf diese Antwort hin gedacht.
    Ich bin froh, dass wir noch kurz vor der Wahl erfahren haben, dass die sog. "demokratischen Parteien" auf der Wellenlänge der NPD funken. Sind scheinbar Nazis in der Mimikry von Demokraten.
    Wollen wir unsere Stimme diesen heimlichen NSDAP-Nachfolgern geben?
    Ich denke nein.

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