Freitag, 13. September 2013

Transparenzstelle verspricht Vorkriegspreise

Das war ein Start nach Maß für die Markttransparenzstelle, mit deren Hilfe die Bundesregierung noch rechtzeitig vor der Wahl antritt, den Weltmarktpreis für Erdöl nachhaltig zu senken. Schon zwölf Tage nach dem Start des Gesetzes gegen Benzinpreise gelingt es der vom Bundeskartellamt betreuten Datenbank, aktuelle Spritpreise von den deutschen Tankstellen in Empfang zunehmen. Von hier aus gehen die Daten dann an vier große Verbraucherinformationsportale, darunter der ADAC und die Seite clever-tanken.de.

Die ersten Erfolge der damit hergestellten Preistransparenz werden schon beim ersten Klick auf eines der Partnerportale der Kartellwächter deutlich: Bei clever-tanken heißt es „leider sind im Moment noch keine Preise der Markttransparenzstelle für ihre Suche verfügbar“. Bei der Konkurrenz von mehr-tanken.de und spritpreismonitor.de dagegen erscheinen statt korrekter Fehlermeldungen statt günstiger Preishinweise gar keine Seiten.

Besser macht es Testpartner ADAC. Hier gibt es zwar auch keine Markttransparenzpreise, aber das zum Thema ausgesuchte Foto lockt mit Super Plus für 1,42 Euro.

Benzinpreis: Zu hoch, wenn er niedrig ist

2 Kommentare:

  1. Ein vergleichbares tool erwarte ich auch für alle anstehenden Wahlen, damit ich weiß, ob es lohnt, sich ins Wahllokal zu begeben. Nachher gewinnt die Kanzlerin hier locker den Wahlkreis und ich bin extra vor sechs aufgestanden.

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  2. Jetzt wird es die Regierung den verfluchten Ölmultis zeigen. Die müssen völlig hilflos zusehen, wie die Kunden das billige Benzin tanken und damit schmunzelnd wegfahren. Nicht mehr lange, da können die ihre Buden zumachen.

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