Freitag, 14. August 2015

Zitate zur Zeit: Viel zu kimploziert

Gerade der Qualitätsjournalist arbeitet an der untersten denkbaren Grenze seiner intellektuellen Möglichkeiten. Weil der Leser, Hörer und auch Sie, lieber Zuschauer, von einer solch deprimierenden Einfalt sind: Sie verstehen praktisch nichts, was sich nicht in kurzen Hauptsätzen mit sechs Worten sagen lässt.

Deshalb ist es für den Qualitätsjournalismus auch erforderlich, in solch einfachen Sätzen zu denken. Gedankengebäude, in denen eine Folge von zwei verschiedenen Bedingungen abhängt, die ihrerseits untereinander in Abhängigkeit stehen, setzen nämlich ein Hochschulstudium voraus. Zum Beispiel: A haut B aufs Maul, wenn C entweder D anbaggert oder E, aber nur für den Fall dass D nicht mit A Schluss gemacht hat und B das gut fand. Oder: Eine Intervention der Nato im Nordirak hätte nur dann einen Sinn, wenn die USA sich mit Russland über eine gemeinsame Haltung im Syrien-Konflikt einigen könnten.

Bundesrichter Thomas Fischer in der "Zeit"

1 Kommentar:

  1. hats die "BILD" gefordert ?

    was soll man dazu noch sagen ?? mir fällt nix ein .

    oder doch : die BILD sollte Pflichtlektüre in jeder deutschen Werkstatt werden ( isse ja schon ) .

    dann lese ich als verdienter Schweißtechniker des Volkes : " knüppelharte Sanktionen !!! ! "

    wohin gehen die Schlepper ? , die Raupen ? die Mobilkräne ,die Vorprodukte ? die Maschinen ?

    nach Russland ? aha .

    der Sepp

    Reichsgrobschlosserkombinat , Glauchau ;

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