Dienstag, 7. März 2017

Fake News in der Tagesschau: Als Eisenach nach Westen zog

Tweet me wrong: Wechselt Eisenach nach dem Verkauf wirklich so weit nach Westen?

Bis zu dem Moment, als die Freunde aus Frankreich den Freunden aus den USA das deutsche Traditionsunternehmen Opel abkauften, lag Eisenach in Thüringen. Ganz nahe die Wartburg, nicht weit entfernt Stätten der Schande, aber auch auch Stätten, die prägend waren für eine deutsche Leitkultur, die wir nicht mehr wollen und auch nicht mehr brauchen.


Deutschland wird global, das Weltklima erwärmt sich, die Erde dehnt sich entsprechend aus. Orte sind nicht mehr dort, wo sie einst waren. Osten wird Westen, ganze westdeutsche Kleinstädte ziehen hingegen weit nach Osten. In der Tagesschau-Grafikabteilung, mit Millionen aufgemotzt, um den Bürgerinnen und Bürgern draußen im Lande hilfreich als Bilder zu malen, was als Text schon lange niemand mehr versteht, glühen die Köpfe.

Wo lag dieses Kaiserslautern noch gleich? Und dieses Eisenach? War das nicht ganz in der Nähe von  Saarbrücken?

Schwierig, die Wahrheit herauszufinden in Zeiten, in denen Fake News allerorten produziert werden und deutschen Politikern nicht nur bei Rezep Erdogans Wahlkampfplanung nur das Hinterherschauen bleibt. Kaiserslautern, Eisenach, Rüsselsheim, alles ein Europa, die Städte wachsen zusammen, sie streben auseinander, sie rochieren, verschieben sich, sind heute hier und morgen dort und kaum da, schon wieder fort. Das Werk in Bochum, das die "Tagesschau" als vierten Opel-Standort zeigt, wurde vor drei Jahren geschlossen.

Aber bei der mehrfach preisgekrönten Nachrichtensendung sind die Recherchemöglichkeiten eben begrenzt. Keine Karte kann sie halten, keine Grafik zeigen, wie es nach der Übernahme durch PSA für Opel weitergeht.

Eine Rückkehr ist es auf jeden Fall, 86 Jahre nach dem Verkauf an den US-Konzern General Motors, der nach dem Zweiten Weltkrieg 22,4 Millionen Reichsmark aus den Gewinnen ausgezahlt bekam, die die Frontlieferungen während der deutschen Feldzüge erwirtschaftet hatten. Ein Stück Verstaatlichung auch, denn der französische Staat ist nun Teilhaber des dauerkriselnden deutschen Herstellers, der seit mehr als acht Jahrzehnten schon keiner mehr ist.

Aber man versteht sich nun endlich auf einer Ebene. "Wichtig ist schon, dass Opel Opel bleibt, und das Opel-Unternehmen möglichst auch als eins von PSA übernommen wird", sagt die deutsche Not-Ministerin Brigitte Zypries.  Ihr französischer Kollege Michel Sapin versichert, PSA brauche die "deutsche Qualität". Eisenach jedenfalls hat jetzt Bundesligafußball. Erstmal nur zweite Liga, aber immerhin. Kaiserslautern dagegen war nun zwar einst Hauptresidenz der Landgrafen von Thüringen, muss sich nun aber mit dem Angelsportverein "Eiserne Ruhe" und dem Basketballverein Eisenach Tigers begnügen.


5 Kommentare:

  1. Hohoho, Herr @ppq: Handball, 2. Bundesliga, jetzt auch in Kaiserslautern

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  2. Da hatte gewiß RT-Deutsch die Hand am Bildermaler. Ohne die Russensender läge Eisenach noch nahe der Wartburg und diese in Thüringen. Man kennt das ja.

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  3. PPQ stellt unmenschliche Anforderungen an die Macher der Tagesschau. Sie sollen sich noch in heutiger Zeit in der Geographie ihres kleinen Ländchens auskennen! Da kann man nur den Kopf schütteln, ob soviel Unkenntnis der intellektuellen Stärken der jungen Generation. Geographie als Unterrichtsfach wurde in den sozialistischen Ganzkörperschulen doch schon längst durch ein intensives Studium der Sexualgraphie ersetzt. Fragen Sie einmal die Ganzkörperabsolventen nach den Lustpunkten von Mann und Frau und Sie erfahren mehr als Sie hören wollen. Was bringt auch schon das Wissen um die geographische Lage von Eisenach? Puh, Eisenach, da läuft es einem ja eiskalt den Rücken herunter, das macht keine Lust auf mehr. Dagegen zu wissen, wo der G-Punkt der Frau liegt, das macht den Unterschied zwischen Könnern und Versagern aus.

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  4. Ich glaube, die Karte ist richtig.
    Sie wurde erstellt von Leuten die über sich selbstkritisch sagen "Natürlich sind wir Elite. Wir sinds einfach. Wir sind hochgradig gebildet."

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  5. Wie selbstkritisch und bescheiden! Müßte es nicht höchstgradig gebildet heißen. Sonst wären sie doch keine Elite, sondern nahe an Niete.

    Wir gehören zur Elite,
    wir sind höchstgradig gebildet.
    Du bist eine Niete,
    Die weniger als gar nichts giltet.

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