Donnerstag, 23. November 2017

Ramelow und Höcke: Wann wir schreiten Seit`an Seit`

Zwei Männer, zwei Parteien, ein Ziel: Bodo Ramelow und Björn Höcke ziehen am selben Strang.
Am Ende, nach einer übersichtlich langen Phase der Karenz, der Quarantäne und des Wartens auf den angekündigten Ausbruch des 4. Reiches, ist es dann der deutsche Arbeiter in seinem Kampf gegen den Kapitalismus, der die Volksvertreter aller Farben zusammenführt. Ganz links am Banner im Demozug (oben) für die durch den Energieausstieg bedrohten Siemens-Arbeitsplätze Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow, der aus dem Westen Deutschlands zum Herrschen in den Osten gekommene Linksparteikader. Und ganz rechts außen der frisch mit einem eigenen Holocaust-Mahnmal geehrte Björn Höcke, aus dem Westen in den Osten gekommen, um Hetze, Hass und Zweifel zu säen.

Die beiden Männern schauen einander nicht an, doch sie schreiten Seit´ an Seit´ in eine neue Zeit, die keine Nazis und Kommunisten mehr kennt, sondern nur noch pragmatische Oppositions- und Regierungspolitiker, denen das Wohl der ihnen anvertrauten Schicksale deutscher und in Deutschland lebender Bürgerinnen und Bürger am Herzen liegt. Je nach Lage der Machtverteilung sind sie dann dafür oder dagegen.

Um ihre eigenen Kraft wissen beide Männer auf dem Bild: Brauchte es für Holocaustdenkmal 1 in Berlin noch sechs Millionen toter Juden und 60 Jahre Bauzeit, bekam Höcke sein Holocaustmahnmal schon für einen einzigen Satz - und nach einem Jahr. Wohl niemals sind die Verbrechen der Nationalsozialisten entschiedener verharmlost worden. Ramelow dagegen schaffte es, mit seiner ganzen Partei gegen die Autobahnmaut zu sein, sie letztlich aber mit einem eigenhändigen Fingerschnippsen inkraft zu setzen.

Nun, wo der liberale Globalismus, den beide Politiker vehement ablehnen, nicht nur auf den deutschen Sonderweg des Energieausstieges abbiegt, für den Ramelow immer gekämpft hat, sondern auch noch ein Fahrpreis fällig wird, zählen Weltklima und gegenseitiger Hass nicht mehr. Gegen den ehemaligen weltkonzern,.

Es wird zusammengerückt und alle sind Siemens, so wie sie neulich noch Charlie Hebdo waren und Paris, London, Nizza, New York, aber nie St. Petersburg.

Eine große Geste, die zeigt, dass nationale Einheit möglich ist, auch über den Gräben der Ideologien, jenseits von Schmähreden übereinander und gegenseitigen Verunglimpfungen. Berlin sollte es als Signal sehen: Blaurotgrünschwarz ist möglich! Südsudan, sozusagen.

1 Kommentar:

  1. OT an den die Fußballexperten

    https://www.youtube.com/watch?v=0YCzRhJAkAM

    Ist das jetzt erlaubt. Pyro unter Aufsicht?

    Das meinte ich mal vor Jahren. Wenn man es nicht verhindern kann, dann muß man es aufsaugen, so wie z.B. der einstige Punkt vollständig im Körper des kapitalistischer Musikverwertung aufgesogen wurde.

    Wenn man Pyro eh nicht verhindern kann, dann gestattet man sie unter kontrollierten Bedingungen. Problem gelöst.

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