Donnerstag, 14. Dezember 2017

Klimawandel: Treibeismangel auf dem Festland

Schrecken Klimawandel: Der verhungernde Eisbär sucht auf dem Festland vergebens nach einer Eisscholle, von der aus er fischen kann.

Es war eine schier unwiderstehliche Geschichte, die Paul Nicklen, Mitgründer der Meeresschutz-Organisation Sea Legacy, den deutschen Großgazetten auf dem Silbertablett präsentierte. Ein Eisbär, der am Klimawandel stirbt, eine „traurige Folge der Erderwärmung“, wie die Sächsische Zeitung klagt. So „grausam“ (Bild) ist er, der Klimawandel, dass er keinerlei Rücksicht auf die majestätischen Bären nimmt, deren Population seit Ende des 2. Weltkrieges von damals nur 5000 auf 25.000 bis 30.000 angestiegen ist.

Nein, beschreibt die FAS, das arktische Packeis schwinde und mit ihm die Überlebensaussichten für die neunzehn Eisbärpopulationen in der Arktis, die Eisschollen zum Jagen brauchen. Bei Packeis handelt es sich um auf dem offenen Meer treibendes Eis, das so dicht ist, dass Tiere es betreten können. Geduldig etwa die Eisbären dann an Eislöchern im Packeis, die Robben zum Atmen nutzen. Schmilzt dort im Sommer das Packeis, verkleinert sich das Jagdgebiet der Bären erheblich. Dann hat das größte Landraubtier viel weniger Chancen, eine Robbe zu erbeuten.

Genau zu sehen ist das an Nicklens inzwischen 1,5 Millionen Mal beim Sterben betrachteten Eisbären, der sich auf festen Boden befindet, offenbar in der Hoffnung, die Erde möge sich auftun und Wasser hervortreten, das dann umgehend gefriert, damit es anschließend zu den Eisschollen zerbrechen kann, von denen aus der Bär zu jagen pflegt.

Der verdammte Klimawandel hat es verhindert. 2016 registrierte das amerikanische „National Snow and Ice Data Center“ mit seinen Satellitenmessinstrumenten eine Ausdehnung der sommerlichen Meereisfläche von nur noch 4,14 Millionen Quadratkilometer auf dem offenen Meer. Das war, gleichauf mit dem Jahr 2007, der zweitniedrigste je gemessene Wert. Dem Video des sterbenden Bären zufolge gibt es davon abgesehen Landflächen in der Arktis, auf denen weder Treibeis treibt noch die für die Robbenjagd notwendigen Wasserlöcher verfügbar sind.

Kein Wunder, dass Nicklens Bär sterben musste. Zwei Eisbären müssen sich jetzt eine Fläche von 300 Quadratkilometern teilen - das sind nur noch 0,12 Saarländern. Noch 1990 hatten je zwei Eisbären ein Viertel Saarland Platz zum Jagen. Da sich die Eisschmelze zudem in den letzten Jahrzehnten nicht nur beschleunigt hat, sondern in den meisten Bärenhabitaten früher im Frühling beginnt und später im Herbst endet, verwundert es kaum, dass nun zum ersten Mal ein Eisbär am Klimawandel starb.

Eineinhalb Millionen Menschen haben inzwischen dabei zugesehen, die herzergreifende Geschichte vom Mangel an Robbenlöchern geglaubt und die beabsichtigte Botschaft empfangen: "Hier spricht das Opfer zu seinen Tätern" (Handelsblatt). Es spricht dabei Fakenewsisch.

Zuletzt haben Forscher auf Spitzbergen und in Gebieten der Barentssee mehr Eisbären entdeckt als bei der Zählung von 2004.


6 Kommentare:

  1. Casper von MilzDezember 14, 2017

    Es gibt halt nicht nur die Arktis, die tatsächlich kleiner wird, aber immer noch fast so groß wie Europs ist. Grönland und Skandinavien bleiben erst ein Mal gleich groß. Vielleicht gibt es sogar ein paar Robben, zuzüglich der Löcher, mehr, jetzt wo das Wasser angeblich wärmer ist. Am Südpol gibt es jetzt zwar mehr Eis, aber der Eisbär hat den Weg dahin noch nicht gefunden. Pinguinplage???

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  2. Klimawandelleugner!

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  3. Es iss doch schon sowas von müssig, den ganzen Klimaaa-Kathastropööö-Dummfug immer und immer wieder minutiös und solide faktenbasiert widerlegen zu wollen. –
    Die rothschildplanetaren Schweinebanden schert solches doch einen feuchten Darmwind. –
    Im Gegentum, einen dicken Ast dürften die sich doch lachen, lesen oder hören sie, mit welcher kleinlaut, kleinmütig defensiven Attitüde diese dummen „G…“ verzweifelt gegen die schon alles durchsetzt, alles durchdrungen, alles zerfressen habende Mega-Lügen-Narrative ankämpfen. -
    Geradezu aussichtslos isses ergo „rote Pillen“ zu verteilen, merken die dummen Matrix-„G….“, oder glauben es schon mal garnicht, in welch globaler Lügen-Matrix sie ihr elendes Dasein fristen.

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  4. Komisch, dass man keine Filme über windkraftzermetzelte Greifvögel und ökologisch geplatzte Fledermäuse dreht.

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  5. Genau so wenig, wie eine einzige Schwalbe bekanntlich den Sommer macht, so wenig beweist ein magerer Eisbär die durch Global Warming schmilzende Arktis.

    Solche PR-Tricks kennen wir bereits von dem Bild des ertrunken am Strand liegenden kleinen Jungen, der in Wirklichkeit das Opfer seines egoistisch habgierigen Schleuservaters wurde, der sich mittels Flüchtelboot bei uns medizinisch vollversorgen lassen wollte.


    Ob es uns nun in den Bequemlichkeitskram passt oder nicht - unsere Erde ist ein sehr dynamischer Planet, eine feurige Magmakugel mit einer Kruste, deren Dicke im Vergleich einer Apfelschale entspricht und nicht mehr.

    Wer sich mal damit beschäftigt hat und nicht nur modischen Labertrends nacheifert, der müsste wissen, dass unsere letzte große Eiszeit mit kilometerhohen Gletschern über Mitteleuropa just 10.000 Jahre her ist. Die Alten Römer erlebten dann eine Warmperiode, aber schon im Mittelalter gab es die sogenannte kleine Eiszeit mit Ernteausfällen und Hungersnöten. Damals gab es zu wenige CO²-Menschen, die das hätten verursachen können. Es wird also wohl am Vulkanismus gelegen haben, wenn die Atmosphäre sich und damit die Temperaturregelung veränderte.

    Das Klima unterliegt also unabhängig vom Homo Faber großen Schwankungen und das ganze Bimbamborium darum ist nur Geschäftemacherei. Zudem ist es idiotisch, unsere noch guten Gebrauchtwagen nach Afrika zu exportieren, wo sie dann lustig weiter abgasen, um dann hier überteuerte Scheinökomobile zu kaufen.

    Schon witzig, wenn gerade das Piefkevölkchen, dessen Land nur einem Fliegendreck auf dem Globus entspricht, sich zum oberlehrerhaften Weltretter aufzublasen versucht! Diese kleinkarierte Selbstüberschätzung scheint aber wohl ein typisch deutscher Gendefekt zu sein. Immer besser oder schlauer als andere sein wollen verrät jedoch nur den primitiven Ergeizling! .

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  6. Komisch, dass nie einer daran denkt, dass Milliarden Feuer, die Menschen brennen, ob mit Flammen, in Motoren oder elektrisch, sowie deren Unzahl und die Unzahl der von ihnen gehaltenen Tiere mit all ihrer Körperwärme zusätzliche Wärme an die Atmosphäre abgeben, die erst mal entweichen muss, aber dann geht schon wieder die Sonne auf usw.

    Wir hatten in den letzten Tagen ausgesprochene Schneewetterlagen, wie auch mehrfach in den letzten Wintern - Tiefdruckbrücke von östlich des Nordkaps bis zum Mittelmeer. Das gab 2009/10 noch die "Schneekatastrophen".
    Es regnete.

    Seltsam ist aber auch, dass ja angeblich "alle" fürs Klima "Mitverantwortung" tragen - außer den Verantwortlichen!
    Die haben z.B. in der Berliner Sonnenallee gerade Gebüsch und Bäume durch Rasen ersetzt und reichlich Mittelstreifenfläche sinnlos gepflastert (nicht mal parken darf man darauf).

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