Mittwoch, 22. Januar 2020

Duell der Giganten: Trump gegen Habeck, Thunberg gegen Trump

Dreikampf der Giganten in Davos
Der Hetzer, die Heilige und der Kämpfer an der Heimatfront.

Sie ist schmal geworden, schmal und grau im Gesicht. Greta Thunberg, nur halbwegs genesen von einer schweren Reisererkältung, erschien zu ihrem großen Auftritt im schweizerischen Davos, bei dem sie den Führungseliten der Welt einmal mehr die Leviten lesen sollte, geschwächt und abgemagert. 

Mehr als 15 Monate Kampf um die Erde haben ihren Tribut gefordert, die Lichtfigur aus Schweden, über deren Weg in die Schweiz diesmal nicht bekannt wurde, hat sich verausgabt, aufgerieben und es scheinen ihr auch ein wenig die Ideen ausgegangen zu sein. Dass es Zeit für Panik sein, diesmal wegen neuer Erkenntnisse, die jemand habe, den sie "wir" nennt, sagt sie noch einmal. Und auch, dass das alles nicht reiche und dass man wenigstens so tun müsse, als ob man seine Kinder über alles liebe. „Wir wollen nicht, dass diese Dinge bis 2050, 2030 oder selbst 2021 erledigt werden. Wir wollen, dass das jetzt geschieht“, forderte sie ultimativ, denn sonst gehe die Welt unter.

Nicht einmal bekennende Fanzines klatschten da Applaus, immerhin fiel er aber lauter aus als der, den ihr großer Gegner Donald Trump für seine Eröffnungsrede einheimste. Der US-Präsident konterte Thunbergs weltuntergangsphantasien mit hollywoodreifen Optimismus: „Die Luft in den Vereinigten Staaten war noch nie so sauber“, sagte er. Und dass auch „das Klima, das Wasser - alles" vor 40 Jahren noch nicht so sauber wie jetzt gewesen sei.

Ein gezielter Affront gegen alle, die es mit Greta Thunberg halten und "die Welt in Flammen" sehen. Trump demonstrierte demonstrativ Desinteresse an den Thesen der schwedischen Klimaweltreisenden, die er nicht namentlich erwähnte, aber mit seinem Hinweis auf die „Auguren des Untergangs“ sicherlich meinte. "Sie haben in den 60ern die Überbevölkerung vorhergesagt, in den 70ern Hungersnöte und in den 90ern das Ende von Öl." Immer aber diente die Untergangssgesänge demselben Ziel: "Absolute Herrschaft, um andere zu dominieren, jeden Aspekt unseres Lebens zu kontrollieren und unser Leben umzugestalten".

Diese Pessimisten woltten eine Gesellschaft errichten, in der sie alle Aspekte des Lebens kontrollieren könnten, bezog sich Trump auf eine krude Verschwörungstheorie, nach der der jüngst für ganz Europa ausgerufene Klimanotstand dazu dienen soll, demokratische Normen auflockern können, um so handlungsfähig zu werden, dass bei der Lösung der grundlegenden Existenzfrage nicht mehr auf alles Rücksicht genommen werden muss. Trump zeigte sich störrisch und uneinsichtig, er verwies auf niedrige Arbeitslosenzahlen, seine großen Handelsabkommen, Börsenaufschwung und die US-Wirtschaft, deren Boom die Stagnation in Europa wie ein Versagen der Eliten dort aussehen lässt. „Wir werden nicht zulassen, dass radikale Sozialisten unsere Freiheit beeinflussen.“

Wenn der "Irre" (FR) "Hassprediger" geglaubt hatte, damit durchzukommen, hat er sich aber geschnitten. Kaum war die letzte Hetzparole verhallt, meldete sich einer der mächtigsten Kritiker und Gegner des "Wahnsinnigen" (Relotiusmagazin) an der Heimatfront zu Wort. Robert Habeck, höchste bisherige Dienststellung stellvertretenden Ministerpräsidenten und zum Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume in Schleswig-Holstein, nahm sich die "Angstmaschine" (Die Zeit) zur Brust wie zuletzt das Buch von Björn Höcke. Und mit ebensolcher Wucht zerriss der amtierende Halbchef der Grünen Trumps Rede trotz seiner offen eingestandenen vorübergehender Fassungslosigkeit.

Das weltweit beachtete Duell Thunberg-Trump wurde damit zum Dreikampf: Trump sei nun „der einzige, der es nicht verstanden hat“, sagte er - ein Lob Richtung Kanzlerin, aber auch Richtung AfD-Spitze, der bisher stets verstockte Klimaleugnung nachgesagt wurde. Trump sei „kein Alliierter“ urteilte Habeck mit der selbstgewissen Sicherheit der Gnade der späten Geburt. Wer ein Alliierter ist, bestimmt seit der Augsburger Allianz von 1686 traditionell noch immer ein Deutscher. Trump sei der Gegner, so Habeck, er stehe "für alle Probleme, die wir haben". Gäbe es Trump nicht, gäbe es keine Klimakrise, womöglich nicht einmal mehr Klima.

Andererseits hätte dann nicht einmal die "Washington Post" als einzige US-Zeitung Notiz von Habecks Konferenzkritik genommen.

5 Kommentare:

  1. Presse:
    „Erschreckend einfältig“ – Röttgen rügt Habecks Trump-Kritik
    Der Hund, der den Mond ankläfft.

    Bei einer fotogenen Marionette wie Greta kann manifeste Einfalt als kindliche Naivität gut verkauft werden, bei einer dramatisch unfotogenen Marionette wie Habeck mit richtigen Abschlüssen in Schwafelwissenschaft kommt Einfalt nicht mehr ganz so niedlich rüber.

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  2. Desaster Habeck ist Kinderbuchautor. Da verweise ich doch gerne auf Fleischhauer.

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  3. Die Thunberg sieht grauslig aus, die machts nicht mehr lange.

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  4. Hat die Gretel womöglich das Hutchinson-Gilford-Progerie-Syndrom (HGPS)? Ein furchtbares Schicksal!

    der alois
    reichserbkrankheitswart

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  5. Hutchinson-Gilford-Progerie-Syndrom ...

    Ach woher denn. La maman hat unter der Trächtigkeit gesoffen. Le papa handelt derweil erfolgreich mit Luft, also mit CO2-Zertifikaten ...

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