Mittwoch, 15. April 2009

Trotz Verbot nicht tot

Da hat sich die neue Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner aber gleich richtig eingeführt. Nachdem der Horst Seehofer, der früher mal Bundeslandwirtschaftminister war und als solcher den Anbau von Genmais der Sorte Mon 810 erst erlaubt hat, sich jetzt als Gegner von Genmais der Sorte Mon 810 outete, handelte seine Parteigenossin blitzschnell: Aigner verbot den Anbau wegen "unklarer Risiken".

Ein schwerer Schlag für die weltweite Genmais-Gemeinde, denn nun fallen die kompletten Genmais-Anbaugebiete in Deutschland schlagartig weg. Allein in Sachsen-Anhalt fehlen künftig Genmais-Äcker mit der Fläche von etwa 180 Fußballplätzen! Und deutschlandweit fallen sogar 3171 Hektar aus! Weit mehr noch als Luxemburg, das Mon 810 Anfang des Jahres verbot, zuvor an Anbaufläche beizusteuern hatte.

Oder anders ausgedrückt 0.00352 Prozent der weltweiten Anbaufläche von derzeit rund 90 Millionen Hektar. Auf denen wächst mehr Genmais als in Deutschland überhaupt Mais wächst. Weshalb deutsche Bauern gern und fleißig auf amerikanischen Genmais zurückgreifen, um ihre Schweine zu füttern. Die später wiederum genüßlich von den in klarer Gegnerschaft zum Genmais stehenden deutschen Verbrauchen gefuttert werden, die ja jetzt aufatmen konnten, weil Genmais endlich verboten ist.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Richtlinien für Lesermeinungen: Werte Nutzer, bitte beachten Sie bei ihren Einträgen stets die Maasregeln und die hier geltende Anettekette. Alle anderen Einträge werden nach den Vorgaben der aktuellen Meinungsfreiheitsschutzgesetze entschädigungslos gelöscht. Danke.