Samstag, 3. Oktober 2009

PPQ-Wunschbriefkasten: Lasst uns in Frieden Krieg führen

Es ist ja immer das alte Lied, zu dem die freie Presse tanzen soll. "Saaleboy1" etwa, Vertreter der eher bildungsfernen Schichten im Land, hat dem PPQ-Kollektiv einen "Hinweis" gesendet, der mit einem freundlichen "hallo" beginnt, als hätten wir alle zusammen schon so manche alte Oma überfallen und so manchen Bereitschaftspolizisten mit frisch ausgetrunkenen Bierflaschen beworfen. Ohne lange Vorrede kommt der Saaleboy dann aber zur Sache: "ich wollte Sie bitten das video das auf diesen link zusehen ist rauszunehmen weil auf diesen video sind einig Leute zusehen wo nicht die zustimmung haben das on line zustellen" (Original-Zitat).

Nach mehreren Anläufen ist es der PPQ-Enigma gelungen, die geheime Botschaft zu entschlüsseln, die sich im Buchstabengewirr verbirgt: Die Leute, die die Genehmigung hatten, die Staatsmacht mit Raketen zu beschießen, Kinder mit Steinen zu bewerfen und Pfefferspray auf alte Frauen zu sprühen, möchten nicht ins Fernsehen, sie möchten nicht zu Youtube, sie möchten eigentlich überhaupt nur in Frieden weiter Krieg gegen alle anderen führen. Und, sagt Saaleboy, der wohl ehrenamtlich bei der Fürsorge-Sektion der Krawallchaoten arbeitet: "wenn sie dieser Forderung nicht nach kommen können die die sie gefilmt haben Sie anzeigen oder noch schlimmer Sie im warsten Sinne des Wortes "Die Hölle auf Erden" besorgen".

Wir stellen uns jetzt vor, wie das wohl konkret ablaufen wird: Zehn mit perfekten Halbhirnen ausgestattete Vermummte betreten ihr örtliches Polizeirevier. "Ja, juten Morgn, Herr Wachtmeester", sagt der große Vorsitzende mit dem schwärzesten Gangstertuch vor dem größten Mund, "mir wolln äma Anzeiche erstattn jegen diese Internet-PPQ, weil die ham da ´n Film, da sieht mer jenau, wie wir jrade zwanzisch Bulln voll total geil kloppen, mit Stein´n, Pfefferspray und allem so, kennste ja. Wo müssmer uns da jetzte jenau hinwenden?"

4 Kommentare:

  1. Dazu müssten die aber erst einmal den Weg zum Polizeirevier finden. Denn den sind sie bisher immer gefahren worden.

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  2. Ist ja auch schwer, von Gewalttätern die Zustimmung zu bekommen. "Guten Tag, lieber Flaschen- und Feuerwerkskörperschmeißer, ich würde Eure ganze imposante Erscheinung gerne in einem Film veröffentlichen. Darf ich?"

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  3. aber wir werdn das in zukunft so machen. "saaleboy1" hat uns inzwischen wissen lassen: "ehm okey es sollte zwar keine drohung sein aber lass mal und es ist eh umsonst weil ich habe nix gemacht"

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