Montag, 6. Februar 2017

Fake News: Wie der "Spiegel" auf einen falschen Trump hereinfiel

Alles falsch am Titelbild: Der "Spiegel" zeigt Trump als 35 Meter großen Linkshänder mit falsch transplantietrer linker Hand. Die aus Kupfer hergestellte Freiheitsstatue scheint zudem zu bluten.

Es war der Versuch, das Niveau des deutschen Journalismus nach unten neu zu bestimmen: Ein Titelblatt voller Hass, aufstachelnd, gewalttätig und brutal, mit dem das ehemalige Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" der bisher ohnehin in schrillem Diskant kreischenden Trump-Berichterstattung noch einmal eine Sirenenschärfe hinzufügte. 


Weder Hitler noch Stalin, nicht Mao, Idi Amin, Gaddhafi, Castro oder Saddam Hussein, ja, nicht einmal Putin und Erdogan hatte das Hamburger Blatt auch nur annähernd so mordgierig, bluttrünstig und enthemmt dargestellt - für Donald Trump erfand die Redaktion gar eine ganz neue Art Journalismus: Die seriöse Warnungskarikatur-Titelgeschichte.

Entsetzen über diesen hetzerischen Tabubruch, Entsetzen über Trump, der nun binnen zweier Wochen nicht nur die westliche Bündnisgemeinschaft, den Weltfrieden und die Bankenregulierung abgewickelt hat, sondern auch noch dafür sorgt, dass seine Gegner Contenance und gute Sitten vergessen und im Namen ihrer Grundüberzeugungen speichelsprühend loskeilen wie Goebbels.

Speichelsprühend loskeilen


Opfer der Begeisterung der Redaktion für die eigene Mission, die Welt vor einem neuen Hitler zu bewahren oder doch zumindest endlich mal wieder ein paar hefte mehr zu verkaufen, wurde dabei zuallererst die Wahrheit: Die Freiheitsstatue, aus deren Schädel in der Darstellung des Zeichner Edel Rodriguez eine rote Flüssigkeit tropft, die wohl Blut darstellen soll, besteht in Wirklichkeit aus einer einfachen Kupferhülle auf einem Stahlgerüst. Nach oben führen keine Leitungen, die Flüssigkeit transportieren, schon gar keine rote.

Gelänge es Trump, der hier irrigerweise als etwa 35 Meter großer Mann dargestellt wird, obwohl er in Wirklichkeit nur 1,91 Meter misst, der noch zirka zehn Meter größeren Statue den Kopf abzutrennen, dann geschähe das in jedem Fall trocken, also ohne das Austreten von Blut oder anderen Körperflüssigkeiten.

Ein Rechtshänder hält das Messer rechts

Aber könnte es Trump überhaupt schaffen, die Liberty Enlightening the World zu enthaupten, wie "Spiegel"-Chef Brinkbäumer das Bild interpretiert sehen will? Und noch wichtiger: ist der vom "Spiegel" gezeigte Mann überhaupt Donald Trump? Oder ist das führende Nachrichtenmagazin Deutschland auf einen Trump-Fake hereingefallen?


Eine Prüfung durch Fotoforensiker spricht dafür.

Denn der neue amerikanische Präsident ist ausweislich der Fotos, die ihn beim Unterzeichnen seiner menschheitsvernichtenden Dekrete zeigen, Rechtshänder. Damit würde er das Enthauptungsmesser selbstverständlich in der rechten Hand halten, den Kopf seines Opfers dementsprechend mit der Linken packen. Fake News vom "Spiegel", der offensichtlich nicht geprüft hat, ob es sich bei dem von Edel Rodriguez gemalten Mann wirklich um Donald Trump handelt.

Dabei ist die Fälschung eindeutig: Auf Rodriguez´ Bild sehen wir den vermeintlichen Trump, wie er mit der linken Hand das Messer hebt, während er in der rechten den abgetrennten Schädel der Lady Liberty hochreckt. Wäre die dargestellte Figur nun wirklich Trump, "müssten Kopf und Messer vertauscht sein", schlussfolgert Forensiker Sauer.

Auffällig zudem: Die Figur vom "Spiegel"-Titel ist womöglich nicht nur nicht Trump, sondern überhaupt kein lebender Mensch.


Darauf deuten nicht nur die fehlenden Augen und die fehlende Nase hin, sondern vor allem ihr unnatürlich verdrehter linker Arm. Der hält das Kopf-ab-Messer nicht mit der Handfläche hinter dem Griff und mit Fingern, die den Messergriff von hinten umfassen. Sondern auf eine anatomisch völlig unmögliche Art mit der Handfläche vor dem Griff und den Fingern dahinter, ohne dass der Ellenbogen dazu über Schulterhöhe gehoben wird. Diese Handhaltung wäre praktisch nur realisierbar, wenn Trump - oder die hier dargestellte Person in einer Trump-Verkleidung - sich ihre linke Hand amputieren und am Handgelenk falschherum wieder transplantieren lassen hat.



9 Kommentare:

  1. Das ist alles wohlgeschrieben, aber etwas aus der Spur.

    Der Youtuber Carl Benjamin hat die Vermutung geäußert, Der Spiegel wolle damit ausdrücken, dass Trump zum Islam konvertiert sei. Das Titelbild stellt immerhin eine global bekanntgemachte typischen Handbewegung des islamischen Kulturkreises dar. Die Gestalt ist auch ohne Gesicht durch die zugeordneten Attribute und den Kontext eindeutig als Trump zu bestimmen.

    Ich selbst glaube aber eher, dass Der Spiegel ausdrücken will, dass das Widerrufen von Visa nicht etwa eine international übliche und für die Betroffenen letztlich harmlose Gepflogenheit ist, sondern dass es, genau wie Köpfe abschneiden, ein Terrormittel darstellt und Trump damit genauso schlimm, böse und irregeleitet wie der IS ist.

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  2. In der prantl-Prawda erklärt uns Dominik Förster wieder mal die Welt künstlerischer Mißgeburten.
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    http://www.sueddeutsche.de/medien/merkel_muss_weg-1.3365695

    Otte, der Trump-Verteidiger, steht die 60 Minuten tapfer bis zum Ende durch, er findet Hillary Clinton nicht reich genug, um eine unabhängige Präsidentin sein zu können, und empört sich über das Titelbild des aktuellen Spiegel, auf dem Trump die Freiheitsstatue köpft. Die überzeugenderen Argumente haben indes die Anderen, zum Beispiel Bundesjustizminister Heiko Maas: "Trump geht es um eine einfache Frage: Wer ist für mich und wer ist gegen mich? So kann man kein Land führen."

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  3. wie maas gestern sagte, es ist für einen politiker nicht zulässig, druck auf ein gericht zu machen, indem man ansprüche an das urteil vorher nennt.

    zumindest gilt das für den politker trump

    der politiker maas hingegen darf das: "Ich bin davon überzeugt, dass das Gesetz vor dem Bundesverfassungsgericht Bestand haben wird", sagte Maas.

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  4. Gab es zwei verschiedene Sendungen? Weil, Ralf Dargent hat für die Welt eine andere gesehen.

    https://www.welt.de/vermischtes/article161833187/Historiker-Winkler-weist-Selbstdarsteller-Maas-in-die-Schranken.html

    Historiker Winkler weist Selbstdarsteller Maas in die Schranken
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    Leider hat es sich mit der Überschrift auch schon. Der text ist ebenfalls dünn wie eine Hühnersuppe aus Zauberwürfeln von Maggie.

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  5. Bei Trump ist alles verdreht, sogar die linke Hand.

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  6. ich sach nischt mehr.

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  7. https://twitter.com/AfDBerlin/status/828186409743839232

    Der Hosenanzug schafft das Grundgesetz ab.

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  8. leider haben sie mich damit überholt. wobei meins schöner ist. und anders auch

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  9. Rechts überholen ist verboten. Insofern kannst du dich genüßlich zurücklehenen und darin sonnen, zu den Guten zu gehören. Auch wenn die Bösen besser sind.

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