Samstag, 3. August 2019

Facebook: Das Märchen vom Hass überall

Offline grassiert der Hass auf alles was anders ist., doch Politik und Medien führen lieber einen Symbolkampf gegen vermeintlich voller Hass steckende soziale Netzwerke.
Etwa 68100000000 Kommentare wurden im ersten Quartal dieses Jahres beim sozialen Netzwerk Facebook abgesetzt. 68 Milliarden Einträge, das macht etwa 520000 pro Minute. Als der US-Konzern jetzt erstmals meldete, wie viele dieser Kommentare er im ersten Quartal 2019 als "Hassrede" identifiziert und gelöscht hat, stand unterm Strich eine Zahl von 160000. Das ist die Anzahl an Nutzereinträgen, die Facebook in zwölf Sekunden einsammelt.

Der Anteil der Hasskommentare (Spiegel) an allen Einträgen bei Facebook beträgt ganze 0.000155 Prozent - das heißt, ein Nutzer muss rein rechnerisch etwa 645000 Kommentare lesen, um wenigstens einmal auf eine Äußerung zu stoßen, die nach dem deutschen NetzDG verfolgungswürdig wäre oder ein Vergehen gegen die facebookeigenen Standards bedeuten könnte.

Hass im Netz kommt offenbar nur in homöopatischen Dosen vor. Obwohl Politik und etablierte Medien seit Jahren nicht müde werden, dem Internet und den insbesondere sozialen Medien nachzusagen, dass sie Hassverbreitung als Hauptfunktion betrieben, liegen selbst mutmaßliche Verstöße nach dem auch als "Maasregel" bekanntgewordenen Netzwerkdurchsetzungsgesetz weit unter den Nachweisgrenze: Ihr Anteil an den deutschsprachigen Facebook-Posts liegt bei ganzen 0.00025 Prozent. Der Anteil der von außen gemeldeten NetzDG Verdachtsfälle (647) sogar nur bei 0.0001 Prozent. Und die von Facebook nach Hinweisen von Nutzern gelöschten Kommentare (349) bei kaum noch wahrnehmbaren 0.00008 Prozent.

Das entspricht dem Anteil, den der 3,5 Millionen Euro teure Lamborghini Veneno am deutschen Automarkt hielte, wären alle drei existierenden Exemplare in Deutschland zugelassen.

Das Märchen vom Hass, über den jeder unentwegt stolpert, der auch nur zwei Schritte in den virtuellen Raum macht, stellt sich als Fake News heraus, die mit der Realität nichts zu tun haben. Was die auf die Standardgeschichte vom allgegenwärtigen Hass eingeschworene Berichterstattergemeinde nicht davon abhält, von einer "großen Zahl gelöschter Hassrede-Inhalte" zu fabulieren, die die Notwendigkeit unterstreiche, "geltendes Recht im Netz durchzusetzen" (Heiko Maas).

Das kennt seit der Einführung des NetzDG nicht mehr nur legale und strafbare Inhalte, sondern auch die in einem düsteren Zwischenreich aus Willkür, staatlichem Misstrauen den Bürgern gegenüber und von milliardenschweren Konzernen vorauseilend geübter Zensur wohnenden "rechtswidrigen Inhalte". Die sind nirgendwo definiert und können aus Sicht des Bundesverfassungsgerichtes auch nicht definiert werden, weil sie stets kontextabhängig bewertet werden müssen.

Doch durch eine Neudefinition des Begriffes der Rechtswidrigkeit gelang einer großen Koalition aus CDU, CSU, SPD, Linken und Grünen das Kunststück, von der Meinungsfreiheit geschützte nicht-strafbare Ansichten unter Gesetzesvorbehalt zu stellen. Rechtswidrigkeit beschreibt nun nicht mehr eine strafbare Tat, die nur durch besondere Rechtfertigungsgründe straffrei bleibt, sondern eine nicht-strafbare Verbaltat, die mit Hilfe schwammiger Vorschriften latent den Eindruck erweckt, sie könne eine Strafbarkeit zumindest insoweit sich tragen, dass ihrem Äußerer die Gefahr droht, sich einer Sperrung von Facebook oder gar einem Ermittlungsverfahren eines Sonderstaatsanwaltes ausgesetzt zu sehen.


Facebooks Transparenzbericht straft die Behauptungen Lügen, dass das "Phänomen Hassrede", wie es Christoph Hebbecker von der Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime NRW nennt, irgendeine gesellschaftliche Relevanz hat. Die von Facebook gemeldeten Zahlen beweisen das Gegenteil: Online-Hass, jeweils einmal im Jahr von den Behörden mit ostentativen Razzien bekämpft, denen später niemals irgendwelche Anklagen oder gar Verurteilungen folgen, existiert faktisch überwiegend in der Fantasie von Politikern und Medienarbeitern, nicht aber im Netz.

10 Kommentare:

  1. großartig

    Onlinehaß existiert vor allem in den staatstragenden deutschen Medien, also defakto allen.

    Jüngstes Beispiel ist die Hhaßtirade eines Peter Ahrens auf fachlich fundierte Aussage vom Clemens Tönnies.

    "Schalkes mächtiger Aufsichtsratsboss Clemens Tönnies hat sich für seine rassistischen Äußerungen über Afrikaner entschuldigt. Ist damit die Angelegenheit erledigt? In keinem Fall."

    Doch, ist er, denn Tönnies hat sich nicht nicht rassistisch geäußert.

    AntwortenLöschen
  2. MärchenonkelAugust 03, 2019

    Diese linke Hatz auf angeblichen Hass von Rächzz dient dem Regime doch nur dazu, Bürgerrechte und Freiheiten weiter einschränken bzw. verbieten zu können, was im Umkehrschluss ja bedeuten würde, dass man von Amts wegen zur Nächstenliebe verpflichtet sei, auch wenn dieser zu liebende Mitmensch der brutalste Mordpsycho auf Erden ist.

    Auf der einen Seite wird naive Willkommens-Emotionalität über kritische Kontrollier-Vernunft gestellt, auf der anderen Seite will man negative Hereinspaziert-Gefühle abwürgen, die nicht in den politisch korrekten Umvolkungsplan der NWO-Knechte und -Mägde passen.

    Typisch für eine Pathokratie wie der unseren.

    Und etwa 9 von 10 der lieben netten Nachbarn dulden bzw. fördern das mittels Wahlkreuz. Hauptsache, Fußball inne Glotze und Futter aufm Tisch. Brot und Spiele wie im Alten Rom. Toller Fortschritt und super Evolution. Da kann man wirklich stolz drauf sein ... wenn man eine gehörige Portion schwarmintelligenten Schwachsinn besitzt.

    AntwortenLöschen
  3. Ich wollt auch nochmal bekräftigen, daß Trolle lästig sind und sich hier verpissen sollen.

    AntwortenLöschen
  4. https://jungefreiheit.de/kultur/gesellschaft/2019/lippenleser-sollen-rassistische-aussagen-in-stadien-erkennen/


    Bernd hasst LippenleserInnen , auch weil diese demnächst seine Nähe zu autoritären Hassbotschaftern mitlesen können .

    werde wohl einen Staubfilter im Baumarkt kaufen

    AntwortenLöschen
  5. MärchenonkelAugust 03, 2019

    @ Die Anmerkelung

    Sorry, ich wusste nicht, dass das hier Meinungshoheitsgebiet jener aufgeblasenen Schwätzer ist, die sich mit einer Mr.-Bean-Visage und Verlinkungen schmücken zu müssen meinen, um Aufmerksamkeit zu erschleichen.

    Viel Spaß noch in eurer kleinen hysterischen Wadlbeißer-Diktatur.

    Maulkorb für alle außer Mutti - oder was?

    Was seid ihr doch liebenswerte Kotzbrocken.

    AntwortenLöschen
  6. Ich hatte mich zwar nicht auf den Märchenonkel bezogen, sondern nach ihm geäußert, aber da er das offenbar auf sich bezieht, sei es mir Recht. Dann war es ein beabsichtigter Volltreffer.

    Es wäre nett, wenn die nun mittlerweile siebte oder neunte Ankündigung, sich hier vom Acker zu machen, auch endlich in eine Tat mündet.

    Daß ich ein liebenswerter Kotzbrocken bin, weiß ich seit Jahrzehnten. Muß mir niemand mehr erzählen.

    AntwortenLöschen
  7. kinder, dieser hass im netz! wo kommt er nur her! zumal bei einem märchenonkel? dass der morgens um acht bei kleinster widerrede in die luft geht. nur gut, dass hier ein messerverbot gilt

    AntwortenLöschen
  8. Großartig, danke!

    Wir rechnen alle immer wieder viel zu wenig bei den Veröffentlichungen aus dem Wahrheitsministerium. Dabei reicht offenbar simpelste Arithmetik.

    AntwortenLöschen
  9. Selbst wenn Hasskommentare 10% überschreiten würden, muss eine funktionierende Demokratie das aushalten. Alles andere ist Zensur und zeigt, dass die Demokratie nicht funktioniert. Ein Mensch der sich am Leid anderer Menschen (Auschwitz) versucht zu profilieren, aber kein Problem mit Waffenexporte und deutschen Soldaten u.a. an russischer Grenze hat, muss sich auch den Kommentar gefallen lassen, dass er als Goebbels Stiefelputzer durchaus Karriere im Propagandaministerium gemacht hätte. - War das schon ein Hasskommentar, oder eher eine Persönlichkeitsanalyse?

    AntwortenLöschen
  10. Der lachende MannAugust 03, 2019

    Anonym hat gesagt...
    https://jungefreiheit.de/kultur/gesellschaft/2019/lippenleser-sollen-rassistische-aussagen-in-stadien-erkennen/

    ---------------------------------------------------------------------------------

    So werden wir darauf vorbereitet, daß demnächst Gedankenleserinnen zum Einsatz kommen.

    AntwortenLöschen

Richtlinien für Lesermeinungen: Werte Nutzer, bitte beachten Sie bei ihren Einträgen stets die Maasregeln und die hier geltende Anettekette. Alle anderen Einträge werden nach den Vorgaben der aktuellen Meinungsfreiheitsschutzgesetze entschädigungslos gelöscht. Danke.