Samstag, 6. Juni 2020

Falsch gendern mit Gör*ing: Die Spätzin in der Hand



Der Spatz in der Hand, das war früher. Geht es nach der früheren Grünen-Chefin Kathrin Göring-Eckhardt, dann muss der Satz künftig als der von der Spatz*in in der Hand gebraucht werden, denn gerade bei Spatzen wissen überhaupt nur wenige Menschen, wie und wodurch sich weibliche von männlichen Artangehörigen unterscheiden. Und die "Spatz*innen" (KGE) selbst, da ist die Spatz*innenforschung schon fast sicher, wissen es gar nicht. Wie jeder gute Mensch ohne Vorurteile sehen sie sich selbst allein als sich selbst, alles andere aber als legitime Möglichkeit.

Der Sperling als Transgenderwesen


Der und die Spatz*in sind perfekte Transgender, schon, weil ihnen aufgrund ihres Spatz*innenhirns vollkommen das Vermögen fehlt, zwischen Männlein*in und Weiblein*in, also zwischen Spatz und Spatzin zu unterscheiden, wie es jeden Bauarbeiter an jedem Straßenrand automatisch gelingt, sobald ein weiblicher Mensch in kurzem Rock und bauchfreiem Top vorübergeht. Vorausgesetzt natürlich, die betreffende Menschheitsangehörige bzw. Menschseiende ist unter 40 und nach längst obsoleten Schönheitsvorstellungen früherer Generationen von  pfeifprovokativem Schauwert.

Dass Göring*Eckhardt jetzt den Schritt gemacht hat, als zweite Frau in Deutschland nach „Steuerzahler*innenbund"-Gründerin Anne Will*in konsequent mit Sternen zu markieren, was so lange unausgesprochen blieb, ist verdienstvoll. Das Markieren mit Sternen hat hierzulande ja eine lange Tradition und stellt auch im sprachlichen Bereich nur eine kleine Hürde für jeden dar, der entsprechende Texte lesen oder anhören muss. Gegenderte Texte wirken auch nur generell länger, sind letztliche gerade dadurch durchweg gerechter, weil auch die, die bisher zumindest teilweise Inhalte verstanden haben, nicht mehr mitkommen. Doch übersetzt in einfache Sprache oder "leichte Sprache" kommen alle wieder auf Augenhöhe: Durch *innen verlängere Begriffe können dann auf ein pures * reduziert werden.

Ewiggestrige deutsche Sprache


Ein großer Schritt für Deutschland, eines von überschaubar vielen Ländern der Welt, das immer noch eine überkommene Sprache nutzt, die ewiggestrig geschlechtliche Unterschiede kennt und sie zudem auch noch deutlich herausstellt. Im Englischen ist so mancher Glaubenskrieg um geschlechtergerechte Benennungen gar nicht führbar, weil der „sparrow“ eben der Sparrow ist, egal, ob ihm ein grauer, kastanienbraun eingefasster Scheitel, weiße Wangen und ein schwarzer Latz gewachsen sind oder ob er das schlichte Graubraun trägt, das die Spatzenfrau so bescheiden und elegant zugleich aussehen lässt.

Beim Sperling, wie der deutsche Spatz*in eigentlich heißt, ist das alles viel komplizierter. Denn trotz der Pionierarbeit aus Thüringen, die das Wort „Spatz*in“ erfand und gleichzeitig unauslöschlich im den deutschen Wortschatz verankerte, lautet die weibliche Form des Wortes Spatz eben nicht Spatzin, sondern Spätzin. Ein Stück Grundwissen über Sprache, Natur, Heimat und Welterkenntnis, das Kathrin Göring-Eckhardt fehlt.

Umso erstaunlicher die trotzige Reaktion der gelernte Theologin. Kathrin Göring-Eckkhart behauptet inzwischen nicht nur, sie habe das mit den "Spatz*innen" einerseits alles gar nicht so gemeint und andererseits auf die Provokation von "Hatern" gezielt. Sondern sie versichert gleichzeitig,  jetzt erst herausgefunden zu haben, dass der weibliche Spatz "Spatzin" heiße. 

Wo sie diese Erkenntnis gewonnen hat, bleibt allerdings ebenso unklar wie der Umstand, weshalb sie von "Hatern" und nicht gendergerecht korrekt von "Hater*innen" schreibt. Die weibliche Form von Spatz jedenfalls ist laut Duden die "Spätzin", die flektierte Form lautet folglich nicht wie von Göring-Eckhardt behauptet „Spatz*innen“, sondern Spätz*innen.

Kommentare:

  1. das Zentralrad der häiderInnen mistbilligt den rot-grünen Sprachmüll und wird den Reichsführer Sprache und Härte informieren

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  2. Sie hatte die falsche Form also verbreitet, damit mehr Leute über ihren Text diskutieren und dabei quasi nebenher, unterschwellig mitbekommen, wie komplett dämlich sie ist. Ein wirklich diabolischer Plan.

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  3. >> unterschwellig mitbekommen, wie komplett dämlich sie ist

    Nein, hat sie nicht. Das funktioniert bei Dämlichen nicht.

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  4. Pfft. Wo doch jeder weiß, das der weibliche Sperling je nach sozialem Status entweder Spatzette oder Spatzeuse heißt.

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  5. Christian M.Juni 07, 2020

    Diese Frau*in oder Frauende, oder wie sich diese Kasper das hingendern ist komplett dämlich. Fühlt sich aber auf Grund völliger Selbstüberschätzung mangels Intelligenz für höchste Staatsämter berufen. Um Gerhard Polt zu zitieren: “Sowas hätte man früher mit der Scheißbürste entfernt“.

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  6. Carl GustafJuni 11, 2020

    Ich würde sagen, die Frau hat eine Meis*in

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