Freitag, 30. Juni 2023

Deutschlands Zukunft: Das großes Sterben

Die Kluft zwischen Nachgeborenen und Wegsterbenden wird immer größer. Noch 250 Jahre, dann ist Deutschland weg.

Ein stilles, verschwiegenes Jubiläum, kaum irgendwo gefeiert und öffentlich nicht einmal mit Gedenkstunden geehrt. Schon ein halbes Jahrhundert lang wird in Deutschland mehr gestorben als zur Welt gekommen, zuletzt erreichte das vom Statistischen Bundesamt notierte Geburtendefizit sogar einen neuen Tiefpunkt. 14 Jahre nach der von der damaligen Familienministerin Ursula von der Leyen ausgerufenen Trendwende wurden nur noch 739.000 Babys geboren - kaum mehr als zwei Drittel der 1,1 Millionen, die 1950 zur Welt gekommen waren. Dafür aber wurde mehr gestorben: Um 327.000 Personen nahm die schonlängerhierlebende Bevölkerung ab.

Noch ein Vierteljahrhundert

Ohne Zuzug wäre in 250 Jahren Schluss, ein Zeitraum, der zwar nicht nach Augenblick klingt, aber von heute aus gesehen auch nicht weiter entfernt liegt als das Jahr, als Goethe seinen "Götz von Berlichingen" fertigstellte. Nichts mit "Boom, Baby" wie die von Ursula von der Leyen mit guten Nachrichten gefütterte Süddeutsche Zeitung  noch 2010 träumte. Kinder sind teuer und unbequem, sie stehen der Selbstverwirklichung der Eltern zumindest eine ganze Reihe von Jahren störend im Weg. 

Kinder kosten die Karriere und neuerdings kosten sie die Menschheit sogar die Zukunft: Echte Klimakinder sind Kinderkiller, sie entscheiden sich vorsorglich und rechtzeitig gegen eigenen Nachwuchs, der ja doch nur in der Hitzehölle sterben müssen würde. Drei Millionen hierzulande bekennen einer Umfrage zufolge bereits, das Kinderkriegen im Kontext der Klimakrise kritisch zu sehen und selbst lieber verzichten wollen.

Selbstsüchtige Boomer

Hinten raus wird es deshalb dünn. Nach den Boomern, jenen lebensgierigen Selbstsüchtigen, die das Land durch Konsum zerstört und sich angewöhnt haben, Wohlstand als etwas wohlverdientes anzusehen, kommt nicht mehr viel. Vom "Pillenknick" Anfang der 70er Jahre hat sich das Gemeinwesen nicht nur nie mehr erholt, es ist sogar auf dem besten Wege, den Negativrekord von 1946, als nur 662.700 Kinder zur Welt kamen, demnächst einzustellen. Im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2019 bis 2021 sank die Geborenenzahl zuletzt um 5,5 Prozent. Und das trotz einer in den offiziellen Grafiken unübersehbaren Injektion von frischem Blut um das Jahr 2015 herum, nach deren Ursachen noch immer gesucht wird.

Bei den etwa sechs Millionen sogenannten "Traditionalisten", der Generation, die zwischen 1922 und 1945 geboren wurde, spazieren die Jüngsten und Vitalsten auf die 80 zu. Die Boomer aus den geburtenstärksten Jahrgänge dahinter gehen inzwischen in Rente, anschließend steht auch bei diesen 13 Millionen Menschen nur noch das sozialverträgliche Ableben an, möglichst spät, um nach einem viel zu arbeitsreichen Leben noch ein bisschen genießen zu können. Und möglichst früh, um die knappen Rentenkassen zu entlasten.

Vieles ist nicht gewiss

Ob es bis 2050, wenn sie alle weg sein werden, klappt mit dem Heizungsgesetz, der Durchsetzung der Gendersprache, der großen ARD-Reform, dem Halten der Brandmauern nach rechts und dem Wiedererstarken der Linken, ist so wenig gewiss wie die dann gültigen Klimaziele, die Frontverläufe im Osten und die Größe der EU. Unabwendbar aber ist der Rest der Zukunft: Jede längerhierlebende Alterskohorte, die noch kommt, ist kleiner als die vor ihr. Jede Generation verschwindet ein wenig mehr, weil sie ein wenig weniger ist. Waren es gestern noch sechs Erwachsene, die einen Verstorbenen begraben konnten, liegt das Verhältnis heute schon bei 3:1. 

In Bälde wird es sich umkehren: Die Generation Z zählt nur noch elf Millionen Mitglieder, die Hälfte Frauen, von denen sich aber 1,5 Millionen bereits gegen Kinder entschieden haben. Bleiben vier Millionen und bei einer durchschnittlichen Kinderzahl von 1,5 pro Frau schmilzt die Schar schon in der nächsten Generation auf nur noch sechs Millionen. Fortsetzung folgt, aber nicht mehr lange.

5 Kommentare:

  1. Wieso erst in 250 Jahren? In den Kitas und Grundschulen ist Deutschland heute schon weg.

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  2. Das Problem hatten die DDR-Kommunisten erkannt, die einigen Aufwand betrieben, die Geburtenzahl zu steigern. Das hatte dann den unschönen Nebeneffekt, dass Paare mit mehr als zwei, drei Kindern als 'Assis' galten, die Kinder nur der Boni wegen in die Welt setzen.

    Man stelle sich vor, welche Geburtenförderung bei Deutschen man mit all den Milliarden hätte finanzieren können, die für die Einwanderungsphantasien verbraten wurden/werden.

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  3. OT Zeller

    Frankreichskristallnacht

    Dafür bekommt er vermutlich kein Bundesverdienstkreuz vom Bundesverdienstuhu.

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  4. Ist Twitter tot?

    Seit April war die Suche nur noch den Sektenmitgliedern zuständig.

    Seit heute geht nichts mehr. Der Musk will mich zu einer Anmeldung zwingen.

    Kann er sich in den Ursch schieben.

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  5. Gestern war dieser Bernd im Luxussektor der großen grauen Stadt und hat einfach so Kirchentagsboomer vor einer Kirche angebrüllt .

    VERPISST EUCH IHR SCHEISSBOLSCHEWISTEN !!

    dann sind die weggelaufen

    ein anderer Bernd hat Aufklebende verteilt :" BOOMER INS ARBEITSLAGER"

    tatsächlich kam dann die Lollizei und hat herumgeguckt .

    Bernd hat dann bei seiner neuen Luxusfreundin geklingelt und gesagt :"Lass mich schnell rein - ich werde klassistisch verfolgt !!"

    bsssst. Türe geht auf . Bernd stiefelt rein.

    "klassistisch verfolgt ?" wasn das wieder fürn Quatsch ?"

    "die wollten mich verhaften weil ich vor einem Luxusgeschäft stehengeblieben bin "

    "das bildest du dir nur ein "

    die Siamkatze von Bernds görlfriend guckt ziemlich überheblich .

    "naa MiezMiez "

    "auf Mieze regaiert sie nicht "

    "Deine Siamkatze ist ein Sozialfaschist - das sehe ich sofort "

    "musst ihr halt mal Lachs mitbringen "

    "LACHS !! für die Katz ! bist du verrückt? und das Klima ?"

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