Mittwoch, 29. Mai 2013

Klimawandel: Wasserstress vernässt


Was waren das für fürchterliche Zukunftsaussichten, die das renommierte Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung das gleich zweimal in drei Jahren warnend nach Magdeburg melden musste. Der „Klimawandel in Sachsen-Anhalt“, so eine Studie, würde zweifelsfrei lauter „Verletzlichkeiten gegenüber den Folgen des Klimawandels“ (Untertitel) zutage fördern. Neben „ansteigenden Temperaturen vor allem im Winter“, auf die gerade zuletzt vieles auch in der Praxis bereits deutete, wiesen die „Ergebnisse der regionalen Klimamodelle“ daraufhin, dass eine große Dürre kommen werde. Mehrere Szenarien zeigten zwar unterschiedliche Ergebnisse. Allen gemeinsam sei aber die Prognose, dass es „weniger Niederschlag im Sommer, mehr im Winter“ geben wird.

Die stärksten Rückgänge träten im Norden des Landes auf, im Extremfall sei mit einer "spürbaren Verminderung der Wasserverfügbarkeit" zu rechnen. „Bereits heute weisen einige Teile des Landes eine negative klimatische Wasserbilanz im Jahresmittel auf“, hieß es da, „demnach reicht das den Pflanzen zur Verfügung stehende Wasser nicht aus, um sie während der gesamten Wachstumsphase zu versorgen.“

>Zum Glück hat die Landesregierung schnell und entschieden reagiert und der Austrocknung des Landes im Rahmen ihres Kampfes gegen Vernässungen gleich mit den Kampf angesagt. Eingepasst in die Klimastrategie der Bundesregierung konnte die drohende Dürre abgewendet werden: Erst ewig Schnee, dann sintflutartiger oder aber Landregen - der gesamte Klimawandelfrühling 2013 war nass, zu kalt und weitgehend sonnenfrei.

Ein schöner Erfolg. Im Jahr 1 nach Vorlage der PIK-Nachstudie zur kommenden Dürre fielen an einem Wochenende allein Halle/Saale satte 43 Liter Regen auf den Quadratmeter. Damit ist bereits die Niederschlagsmenge erreicht, die sonst in einem ganzen Monat fällt, die eigentlich zur Austrocknung vorgesehene Saale führt Hochwasser und die „hinsichtlich der Grundwasserneubildung in Sachsen-Anhalt überwiegend zu erwartenden negativen Veränderungen“ PIK) konnten noch einmal verschoben werden.

8 Kommentare:

  1. Das Modell war doch erst kürzlich aktualisiert worden, vor der großen Verwüstung sollte demnach zuerst die Sündflut kommen.

    Wenn das so weitergeht, sollte man die Solarpanels zu Staumauern umfunktionieren.

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  2. Will ganicht wissen, wie gross die Spanne von larmoyanten Gewinsel bis zur Hyperventilation in den Medien wäre, hätten wir einen zu trockenen und zu heissen Frühling erlebt. - Das penetrante Herumgereite auf den Vokabeln CO2, Katastrophe, Klima, Schuld, Umkehr, Besinnung, und, und, und wäre kaum erträglich. Die Süffisanz, der Klugscheisserton und die impertinente Behlerungsattitüde gegen uns pööse Klmasünder wäre gewiss tägliche Routine.

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  3. Da sage nochmal einer was gegen die Primaten in der Politik, oder wie das heißt: Erst verbieten sie erfolgreich das Waldsterben, dann zieht sich das Ozonloch feig in dasselbe zurück und nun wendet eine Landesregierung erfolgreich eine echt virtuelle Dürre ab - Chapeau!
    Jetzt sollten wir doch analog gegen die Eurokrise vorgehen. Einen vielversprechenden Ansatz hat bereits die EU-Kommission gemacht, aber das ist nur ein Anfang. Ein entschlossenes Verbot der Krise steht noch aus.
    Ich überleger derweil, wie ich meinen Dispo der EZB als Sicherheit andrehen kann...

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  4. Wartet nur, wenn es eine Woche lang warm ist, wie dann die Dürre heraufbeschworen wird!

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  5. Schätze die desaströse pandemische Ausbreitung des erschröcklichen Ha(haha)- Iii-Vau-Virus in ganz Europa wurde ebenfalls durch "entschlossene Verbote" durch unsere weisen Regierenden erreicht.

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  6. Waaassss? Jetzt können die schon das Klima für einen klitzekleinen Flecken Erde wie Sachsen-Anhalt ausrechnen? Wo führt das noch hin?

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  7. Sollte das Ende der Klimaaaa-Kathastrophöööö einfach nicht mehr weg zu lügen sein, werden sich sicherlich wieder unzählige tapfere Öko-Heroen als Anwärter für Einträge in die Geschichtsbücher gerieren. Und zwar Einträge, die ihre stupenden Erfolge nach strengen Geboten/Verboten belegen sollen.
    In einer langen Reihe von Verboten, wie von Saurem Regen, Zeh-Oh-Zwo, Spekulation, FCKW, Patriarchat, Diskriminierung, und Geboten von Gummis, Gleichstellung, Inkludierung, Muku-ismus und, und, und, die allesamt ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu paradiesischen Verhältnissen waren/sind.

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  8. Flosse an Flosse bekämpfen wir Wassermänner die Dürre ...

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