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Freitag, 10. Januar 2014

Schrumpfender Bevölkerungsrückgang steigt: Weniger sind mehr

Ist es Voodoo, ist es Wahnsinn? Wirkt hier das bereits vor Jahren verhängte Verbot für alle Medienschaffenden, die eigenen Archive zu betreten oder sie gar zu benutzen? Jedenfalls meldet der „Spiegel“ in chorischer Übereinstimmung mit allen anderen Leitmedien zum Thema Bevölkerung, dass „knapp 80,8 Millionen Menschen Ende 2013 in der Bundesrepublik“ lebten und dass das „etwa 300.000 mehr als vor Jahresfrist“. Die Einwohnerzahl in Deutschland sei damit „im dritten Jahr in Folge gestiegen“, und zwar dank Zuwanderern, deren Zahl 2013 so hoch gewesen sei wie seit 20 Jahren nicht mehr.

Eine stolze Bilanz, vor allem, weil nach Angaben des „Spiegel“ schon Ende 2011 „81,8 Millionen Menschen“ in Deutschland gelebt hatten – eine satte Million mehr als 2013. Damals hatten „vor allem Zuwanderer für den Zuwachs“ gesorgt und Deutschland das erste Einwohnerplus nach acht Jahren beschert, wie der „Spiegel“ protokollierte, der noch im Jahr 2009 berichtet hatte, dass die Einwohnerzahl Deutschlands bei 81,9 Millionen Menschen liege und damit erstmals „auf unter 82 Millionen“ geschrumpft sei.

Damals liefen dergleichen Berichte noch unter „Bevölkerungsrückgang“, seitdem ist Optimismus befohlen und die Überschrift wurde zu „Bevölkerung“ optimiert. 2007 etwa hatte der „Spiegel“ noch von 82,2 Millionen Einwohnern berichtet, im Jahr 2000 war sogar noch von 82,26 Millionen die Rede.

Rätsel der Mathematik, verursacht durch eine Volkszählung, von der jüngere Redakeure schon nichts mehr wissen, obwohl sie hunderttausende Leben kostete: Nach den aktuellen Berichten leben nach nun drei Jahren mit steigender Einwohnerzahl mit knapp 80,8 Millionen Menschen hierzulande zwar 1,5 Millionen Menschen weniger als zuvor, das aber sind andererseits 600.000 mehr als noch 2011, als es ursprünglich 1,2 Millionen weniger waren als zuvor.


Erinnerung schrumpft schneller als Einwohnerzahl

Kommentare:

FDominicus hat gesagt…

PPQ Sie dürfen einfach beim Spiegel keinen mathematisch korrekten Umgang mit Zahlen erwarten.

Es geht darum eine "Meldung an die Welt" zu senden. So etwa in dieser Form "Hallo hier ist ein immer weniger relevante (Des)Informationsquelle, wir wissen was gerade gebraucht wird woher gerade der Wind weht" und wir "redigieren" unsere Artikel um unsere "Informationspflicht" nachzukommen".

Spiegel ist inzwischen genauso so ein Pharisäerblatt wie Taz.

Suchen Sie mal nach "Entlassungen" von Augstein oder aber den "Lohnvorstellungen" in der TAZ.

Hier sieht man ganz klar ein eklatantes Problem. Man wird immer verzweifelter und schreckt inzwischen vor gar nichts mehr zurück. Die Welt und der Spiegel werden uns noch eine Weile erhalten bleiben, das Niveau und die Auflage werden aber weiter sinken. Ich persönlich wünschte speziell dem Herrn Augstein sogar einfach mal die Pleite. Aber solche Menschen schwimmen leider zu oft immer oben.....

Anonym hat gesagt…

Wieder einmal ein Musterexempel für deutsche Ideologieverbissenheit. Was scheren sich solche hochnäsigen, von sich eingenommenen, selbstgefälligen, in ihr 68-Paranoia-Weltbild vernarrten „Redakteur_Innen um die Realität, diesen lästigen Störfaktor. – Dieses „obsolete Konstrukt“ hat sich gefälligst ihrer Ideologie und deren Diagnosen und Prognosen gemäss zu verhalten. Und tut es das trotzdem nicht, wird es einfach ignoriert oder „korrigiert“.
Wo kommen wir denn da hin, wenn sich die grössten Drurchblicker_Innen aller Länder und Zeiten, zu denen die Post-WW2-Bunzreplikaner avanciert sind, von solchen Lappalien, wie Realität, Kausalität und Konsequenz in ihrem Marsch in die lichte Zukunft beirren lassen.

Ano-Nymus

Thomas hat gesagt…

Immer diese Erbsenzählerei! Jeder Mathematiker weiß doch, daß 3=2 gilt, für besonders große Werte von 2. Ist diese falsche Scham vor den Peano'schen Axiomen erst einmal überwunden, dann kommt es eben nicht auf ein paar Millionen an, sondern auf die rechte, pardon, richtige Gesinnung.