Es war ein Experiment, es war langwierig, zwischenzeitlich nicht ohne Erfolg, nun aber wird es abgebrochen: Die Initiative Pro Holzweg macht sich dafür stark, die Konsequenzen aus Entvölkerung, Hochwasserkatastrophe und Klimawandel zu ziehen und Sachsen-Anhalt zur Modellregion für den Wandel von der Kultur- und Industrielandschaft zum renaturierten Naturschutzgebiet zu machen.
Sachsen-Anhalt könne in hundert Jahren ein ganz anderes Gesicht haben, glauben die Initiatoren. "Dort, wo einst Industrieanlagen und Wohnparks standen, Straßen und Fahrradwege die Landschaft durchschnitten und Shopping Malls die Stadtkerne bildeten, herrscht friedliche Ruhe, nur durchbrochen vom Flügelschlag einer Rohrdommel", prophezeien sie. Statt Autos durchstreifen dann Wölfe das Dickicht ost- und westseits der Elbe, ein urwaldähnliches Paradies des Artenreichtums (Foto oben) hat sich zur grünen Lunge der Republik entwickelt. Wer genau hinschaut, sieht: Nur eine Art fehlt: Der Mensch existiert nur noch als Beschützer und Bewahrer, er stört nicht mehr die natürlichen Abläufe, behindert nicht mehr Luchs und Lurch an der Entfaltung, versiegelt nicht mehr kostbare Flächen und schädigt nicht mehr die gottgewollte Ordnung.
Ein Traum, der Wirklichkeit werden kann, glauben Martin G. Berger und Tim Sandweg, die das Zukunfts-Projekt erdacht haben. Nachdem die Landesregierung in Magdeburg in einem ersten Schritt damit begonnen hat, die Kultureinrichtungen entlang der sprichwörtlichen "Straße der Gewalt" zu schleifen, fordert die Initiative Pro Holzweg eine konsequente Fortsetzung der Strategie: "Sachsen-Anhalts Zukunft liegt nicht in seiner Besiedlung, Sachsen-Anhalts Zukunft ist der Wald."
Ziel aller Bemühungen der Politik müsse die komplette Entvölkerung des Landstriches zwischen Harz und Elbe sein, wie sie das Demoskopieboard PPQ bereits vor Jahren für das Jahr 2050 in Aussicht gestellt hatte. Seit 1990 sei die Bevölkerung im Land bereits um 17,1 Prozent zurückgegangen, bis 2025 seien weitere 18,6 Prozent drin beziehungsweise draußen. Durch die bisher betriebene kluge Politik konnte das Abwanderungstempo, unter dem die ehemalige DDR litt, bereits mehr als vervielfacht werden: Die gesamte DDR verlor von ihren ursprünglich 18,3 Millionen Bürgern in vier Jahrzehnten knapp zwei Millionen, Sachsen-Anhalt, das anfangs noch 2,9 Millionen Einwohner hatte, verließen bereits in den vergangenen zwei Jahrzehnten fast eine Million Menschen. "Bereits 2023 wird das Land weniger als zwei Millionen Einwohner haben und die älteste Bevölkerung in ganz Europa aufweisen", loben Berger und Sandweg.
Umso mehr komme es nun darauf an, den eingeschlagenen Weg entschlossen weiterzugehen. "Die jüngsten Kürzungsansinnen, die unter anderem die Sportförderung, die Polizei, die Kultur und die Universitäten betreffen werden, sind ein Schritt in die richtige Richtung." Das allein reiche jedoch nicht, deshalb fordere die Initiative Pro Holzweg die Landesregierung auf, sich noch mutiger für die Entvölkerung des Landes und den Wegzug seiner Bewohner einzusetzen.
Das Ziel eines menschenleeren Sachsen-Anhalts sei jedes Wagnis wert: "Wir fordern die Landesregierung auf, durch weiteren Entzug finanzieller Mittel das öffentliche Leben des Landes weiter zu reduzieren! Wir fordern die Landesregierung auf, durch Streichen von Studienplätzen möglichst viele junge Menschen bereits in frühen Jahren zum Wegzug zu bewegen und einen Zuzug von jungen Akademikern zu verhindern! Wir fordern die Landesregierung auf, durch ein weiteres Ausdünnen der Versorgung in ländlichen Bereichen ältere Mitbürger zum Umzug zu motivieren!"
Es gelt jetzt, "die Weichen für die Renaturierung zu stellen", bislang für Bildung, Kultur und weiteren Sektoren verschwendete Gelder müssen der Wiederansiedlung des Wolfes, der Aufforstung ehemaliger Gewerbeflächen und der Renaturierung geschlossener Institutionen zur Verfügung gestellt werden. Pro Holzweg
Sachsen-Anhalt könne in hundert Jahren ein ganz anderes Gesicht haben, glauben die Initiatoren. "Dort, wo einst Industrieanlagen und Wohnparks standen, Straßen und Fahrradwege die Landschaft durchschnitten und Shopping Malls die Stadtkerne bildeten, herrscht friedliche Ruhe, nur durchbrochen vom Flügelschlag einer Rohrdommel", prophezeien sie. Statt Autos durchstreifen dann Wölfe das Dickicht ost- und westseits der Elbe, ein urwaldähnliches Paradies des Artenreichtums (Foto oben) hat sich zur grünen Lunge der Republik entwickelt. Wer genau hinschaut, sieht: Nur eine Art fehlt: Der Mensch existiert nur noch als Beschützer und Bewahrer, er stört nicht mehr die natürlichen Abläufe, behindert nicht mehr Luchs und Lurch an der Entfaltung, versiegelt nicht mehr kostbare Flächen und schädigt nicht mehr die gottgewollte Ordnung.
Ein Traum, der Wirklichkeit werden kann, glauben Martin G. Berger und Tim Sandweg, die das Zukunfts-Projekt erdacht haben. Nachdem die Landesregierung in Magdeburg in einem ersten Schritt damit begonnen hat, die Kultureinrichtungen entlang der sprichwörtlichen "Straße der Gewalt" zu schleifen, fordert die Initiative Pro Holzweg eine konsequente Fortsetzung der Strategie: "Sachsen-Anhalts Zukunft liegt nicht in seiner Besiedlung, Sachsen-Anhalts Zukunft ist der Wald."
Ziel aller Bemühungen der Politik müsse die komplette Entvölkerung des Landstriches zwischen Harz und Elbe sein, wie sie das Demoskopieboard PPQ bereits vor Jahren für das Jahr 2050 in Aussicht gestellt hatte. Seit 1990 sei die Bevölkerung im Land bereits um 17,1 Prozent zurückgegangen, bis 2025 seien weitere 18,6 Prozent drin beziehungsweise draußen. Durch die bisher betriebene kluge Politik konnte das Abwanderungstempo, unter dem die ehemalige DDR litt, bereits mehr als vervielfacht werden: Die gesamte DDR verlor von ihren ursprünglich 18,3 Millionen Bürgern in vier Jahrzehnten knapp zwei Millionen, Sachsen-Anhalt, das anfangs noch 2,9 Millionen Einwohner hatte, verließen bereits in den vergangenen zwei Jahrzehnten fast eine Million Menschen. "Bereits 2023 wird das Land weniger als zwei Millionen Einwohner haben und die älteste Bevölkerung in ganz Europa aufweisen", loben Berger und Sandweg.
Umso mehr komme es nun darauf an, den eingeschlagenen Weg entschlossen weiterzugehen. "Die jüngsten Kürzungsansinnen, die unter anderem die Sportförderung, die Polizei, die Kultur und die Universitäten betreffen werden, sind ein Schritt in die richtige Richtung." Das allein reiche jedoch nicht, deshalb fordere die Initiative Pro Holzweg die Landesregierung auf, sich noch mutiger für die Entvölkerung des Landes und den Wegzug seiner Bewohner einzusetzen.
Das Ziel eines menschenleeren Sachsen-Anhalts sei jedes Wagnis wert: "Wir fordern die Landesregierung auf, durch weiteren Entzug finanzieller Mittel das öffentliche Leben des Landes weiter zu reduzieren! Wir fordern die Landesregierung auf, durch Streichen von Studienplätzen möglichst viele junge Menschen bereits in frühen Jahren zum Wegzug zu bewegen und einen Zuzug von jungen Akademikern zu verhindern! Wir fordern die Landesregierung auf, durch ein weiteres Ausdünnen der Versorgung in ländlichen Bereichen ältere Mitbürger zum Umzug zu motivieren!"
Es gelt jetzt, "die Weichen für die Renaturierung zu stellen", bislang für Bildung, Kultur und weiteren Sektoren verschwendete Gelder müssen der Wiederansiedlung des Wolfes, der Aufforstung ehemaliger Gewerbeflächen und der Renaturierung geschlossener Institutionen zur Verfügung gestellt werden. Pro Holzweg






















