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Sonntag, 21. Februar 2016

Der Nostradamus der DDR: Zukunftsmusik für Angela


Ein Psychogramm der Kanzlerin und ihrer Zeit in ihrer Welt, geschrieben 1972 auf eine Melodie, die Woody Guthrie, Pete Seeger und Lee Hays nach Deutschland gebracht hatten. "Jarama Valley" hatten die drei großen Folkloristen ihre Umdichtung des alten amerikanischen Cowboysongs "Red River Valley" genannt - und der Schlacht von Jarama im spanischen Bürgerkrieg gewidmet. Vielspannender als die Ursprungsgeschichte eines Volksliedes, das sich drei Vorkämpfer für Recht und Gerechtigkeit aneigneten, ist die weitere Genese des Liedes, das als "Tag der großen Arbeit" im Jahr 1972 vom berühmten FDJ-Beatkampfverband Oktoberklub weiterverwendet wurde.

Denn was kaum bekannt ist: Texter Hartmut Fröhlich formulierte in das völlig neu getextete Lied nicht nur eine Liebeserklärung an die heutige deutsche Bundeskanzlerin, sondern auch diverse Zukunftsvorhersagen, die nach Angaben von Eingeweihten direkt auf unsere heutige Zeit zielen.

Um den Zusammenhang zu verstehen und zu begreifen, warum Fröhlich in die fünfte Strophe nicht irgendeinen Mädchennamen, sondern den von "Angela" (Zitat) eingebaut hat, muss die damalige Zeit betrachtet werden. Angela Merkel war seinerzeit eine wunderhübsche 18-Jährige, die den Jungfunktionären reihenweise die Köpfe verdrehte. Fröhlich, eher Mann des Wortes als sonderlich hübsch, nutzte seine schreiberischen Talente, um um die junge Angela Kasner zu werben: Als er von ganz oben den Auftrag bekam, aus dem Kampflied der spanischen Antifaschisten einen aufrüttelnden Song für den Klassenkampf in der DDR zu machen, schreib er seinen Text in einer lauschigen Leipziger Nacht wie im Rausch - mit dem Gesicht der angehimmelten Angela im Kopf.

Fröhlich, obschon wissenschaftlicher Kommunist, wurde in jener Nacht zum modernen Nostradamus, dessen Auge weit in die Zukunft schaute. "Es wird kommen ein Tag mit viel Arbeit auf dem Feld, in der Schule, im Schacht", reimte er, "denn in allen Ländern der Erde hat die Arbeiterklasse die Macht". Was hier noch klingt wie ein nie verwirklichter Wunschtraum, wird schon in der nächsten Zeile greifbare Gegenwart.

"An dem Tag streiken Kölns Unternehmer und in Kuba erfüllt man die Norm, in Moskau macht man das Wetter und in Peking die Hochschulreform", tastet sich Hartmut Fröhlich an Realitäten unserer heutigen Zeit heran. Und er kommt an in der Gegenwart: Griechische Hafenarbeiter sieht er, die einlaufende Schiffe nicht mehr entladen, und ägyptische Mähdrescherfahrer, die ihr Korn auf Sinai mähen. In Nordirland gingen Iren zur Kirche, in Rom werde der Papst getraut, in Pretoria regiere ein Schwarzer und in Vietnam werde Reis angebaut. Alles richtig, nahezu!

So ähnlich ist es gekommen, mit einem Papst, der sich traut und einem Schwarzen auch in Washington. Nur dass Israel sich einer wirklich Lösung des Nahostproblems durch sein eigenes Verschwinden trotz des sanften Drucks der EU nach wie vor verweigert.

Zukunftsmusik, die Fröhlich auf einer allumfassenden Klaviatur  spielt, die aber eine klare Adresse hat, wie der Gipfelreim verrät: "An dem Tag werden Kerker sich öffnen und die Stunde der Freiheit ist da, dann umarmen wir unsre Genossen, dieser Tag kommt bestimmt, Angela!"

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Moin!
Interessante Theorie. Aber ich glaube, daß in dem Fall eher Angela Davis gemeint ist. Zu der Zeit war sie doch in der DDR eine Berühmtheit.
Mit sozialistischem Gruß
Hagen