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Samstag, 11. März 2017

Der Postbote der Apokalypse

Alles deutet dieser Tage auf die nahende Apokalypse, auf das Ende aller Tage, den Zusammenbruch der Ordnung, wie wir sie kennen. Zeit auch für üble Geschäftemacher und fragwürdige Dienstleister, mächtig mobil für ein Zeitalter zu machen, das womöglich anschließend folgt:  Dann werden die Internetanschlüsse schweigen, die Handys versagen und der fernseher bleibt still. Aber Briefkästen könnten, das hat schon der Film "Postman" gezeigt, vielleicht doch weiter geleert werden.


Zumindest in den USA: Dort hat Joshua Witter (im Bild) jetzt eine Art Post-Post für die Zeit nach dem Weltuntergang gegründet. Witter verspricht, ihm übergebene Briefe zuverlässig nach dem Jüngsten Tag zuzustellen. Der bekennende Atheist bezieht sich dabei auf die Weissagungen der Bibel, nach denen nur Menschen ins Himmelreich aufgenommen werden können, die ihre Sünden bereut und Jesus als Gottes Sohn angenommen haben. Er selbst, schwört Witter, habe das nicht getan und gedenke auch nicht, es zu tun. Das eröffne ihm überhaupt erst die Möglichkeit, seinen Service anzubieten: Mit seiner Post-Rapture-Post können alle, die vom Jüngsten Gericht mit dem ewigen Leben an der Seite Gottes belohnt wurden, ihren aus Sündengründen zurückgebliebenen Lieben nach ihrer eigenen Himmelfahrt postalisch Tipps geben, wie sie leben müssten, um bald nachkommen zu dürfen.

Der Versand eines normalen Briefes, hier "Class I Message" genannt, ist in Anbetracht der möglichen Laufzeit von mehreren hundert Jahren mit nur 4,99 Dollar recht günstig, dafür erfolgt die Zustellung aber auch erst zwei bis sechs Wochen nach der Apokalypse. Schneller geht es mit der Class III Message, die für 799.99 Dollar die Bequemlichkeit eines Einschreibens mit der Schnelligkeit eines Telegramms verbindet: Unmittelbar nach dem Untergang der Welt klingelt der Post-Postbote, selbst wenn der Day After auf einen Sonntag fällt. Nun klar, warum die Deutsche Post nachziehen musste?



Kommentare:

Käppten Kork hat gesagt…

Wenn der Postmann 2x klingelt ... oder was?.
Janz jroßet Kino.
Das nenne ich innovatives Business.

Da gab es ja bereits helle Köpfe, die jedem Standard-Trottel ein Stück Mond oder gar ganze Sterne, also Sonnen verkauften.

Und die Leute rannten hin wie zur allerletzten Schnäppchenjäger-Wühltischorgie.

Der Idioten-Verblödung sind echt keine kosmischen Grenzen gesetzt ... und diese Wichtigtuer-Knallfrösche haben alle Wahlrecht.

Worauf also hoffen wir noch?

Auf wundersame Erleuchtungsstrahlen aus den unendlichen Weiten des Weltraums?

Die Bewohner auf dem Planeten der Nacktaffen werden insgesamt zwar nicht klüger, dafür aber rasant mehr.

Sauer hat gesagt…

Einfach widerlich diese Amis, selbst aus dem Weltuntergang wollen sie Kapital schlagen.