Google+ PPQ: Waterboarding in Heringsbrühe

Freitag, 12. Februar 2010

Waterboarding in Heringsbrühe

Der neue Missbrauchskandal bei der Bundeswehr hat Streitkräfte, Politik und Qualitätsmedien aufgeschreckt. Die Rekruten der Gebirgsjäger waren in Mittenwald entwürdigenden Ritualen unterworfen worden. Ein Soldat hatte in einer Beschwerde an den Wehrbeauftragten des deutschen Bundestages, Reinhold Robbe, geschildert, dass die Soldaten im Juni 2009 Alkohol trinken und rohe Schweineleber hätten essen müssen. Auch wurden Rollmöpse mit Frischhefe verzehrt. Es sei darum gegangen, in einer soldatischen Hierarchie aufzusteigen.

Jetzt stellt sich heraus, dass alles "noch viel schlimmer" (Spiegel) ist als "bisher angenommen" (dpa). Nach PPQ-Recherchen sind entwürdigende Rituale wie in Mittenwald nicht nur bei der Bundeswehr an der Tagesordnung, sondern auch in tausenden von Jugendferienlager in ganz Deutschland und auf mehreren hundert Hochseeschiffen unter deutscher Flagge. Unter dem Deckmantel von angeblichen "Äquatortaufen" und "Neptunfesten" kommt es hier immer wieder zu Übergiffen auf Passagiere und neu zur Besatzung gestoßene Mannschaftsmitglieder. Ein Opfer der Mißhandlungen berichtet immer noch schwer traumatisiert: "Schon wird unsanft das Schott unseres Gefängnisses aufgerissen, und der pickelhaubentragende Tiefseepolizist befreit uns aus unserer misslichen Lage. Gefesselt führt er uns an Deck, ehrfürchtig starren wir auf Neptun, seine liebliche Tochter Thetis, den ernst dreinschauenden Pastor und nicht zuletzt auf den sadistisch grinsenden Tiefsee-Doktor, über dessen medizinische Behandlungsmethoden seit Tagen hinter vorgehaltener Hand abenteuerliche Geschichten erzählt werden."

Danach, so der von PPQ gefundene Zeuge der menschenunwürdigen Praktiken, hätten alle Gefangenen einem der Täter "den rechten großen Zeh küssen" müssen. Dieser sei "mit einer undefinierbaren schwarzen und stinkenden Masse über und über eingeschmiert" gewesen, diese habe aus "Wagenschmiere, Fischpaste, faulen Eier, Kaffeesatz" bestanden. "Widerwärtig", urteilt das Opfer, das wenig später von den grinsenden Sadisten vor den Augen einer völlig abgestumpften und mitleidlos johlenden Zuschauermenge gezwungen wurde, eine angebliche "Äquator-Pille" in Knödelgröße zu schlucken, "die in Farbe, Geruch und Geschmack der Schmiere an Thetis' Fuß in nichts" nachgestandne habe.

Der nächste Akt der unmenschlichen Zeremonie, über die bislang von Opfern wie Tätern aus Scham der Mantel des Schweigens gedeckt worden war, sei dann eine sogenannte "Reinigung" mit einer äußerst unangenehmen Seifenlauge, vermischt mit Heringsbrühe, gewesen, zu der auch eine angebliche "Rasur" unter Verwendung einer Toilettenbürste gehörte.

Die Tortur durch die offensichtlich völlig entmenschten Täter, die auch Frauen nicht verschonten, gipfelte schließlich in dem als "Waterboarding" bekannten Verfahren der CIA, das von der Uno und der Bundesregierung als offizielle Folterart anerkannt ist: "Wir wurden von einigen muskelbepackten Helfershelfern kräftig unter Wasser gedrückt", erinnert sich der Mann. Erst als er gemeint habe, ersticken zu müssen, sei er "zum Luftholen kurz an die Oberfläche gezerrt" worden. "Dies mehrere Male hintereinander, bis auch zum Luftholen keine Möglichkeit mehr gegeben ist, denn beim Auftauchen muß zuerst das geschluckte Salzwasser aus dem Munde, was beim Einatmen natürlich hinderlich ist."

Dem Tod knapp entkommen, ist es nach Ansicht von Experten besonders grausam für die zahllosen Opfer der gewaltigen Welle der Mißbrauchsfälle, dass die Täter nicht davor zurückschrecken, Fotos und Filme der niederträchtigen Quälereien im Internet zu veröffentlichen. "Damit werden viele Opfer ein zweites Mal mißbraucht", sagt ein Experte, der dringend dafür plädiert, neue gesetzliche Regelungen zu schaffen. "Menschenunwürdige Bestrafungsrituale müssen verboten werden", fordert er, "da darf sich auch niemand auf irgendeine alte Tradition herausreden dürfen."

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Gut, daß Ihr das heisse Eisen tapfer ergreift. Auch ich bin völlig neptunfesttraumatisiert und werde wohl bis ans Ende meiner Tage an dieses menschenverachtende Ritual mit Grauen zurückdenken. Das war allerdings noch in der DDR, was dem Ganzen etwas die Schrecklichkeit nimmt, war doch auch die Entwürdigung in der DDR besser als im heute im kinderarmutverursachenden Sozialstaat.

Gustav Fröhlich hat gesagt…

Dass hätten Sie kaum besser sagen können, PPQ, wenn es nicht grundweg verschiedene Sachen wären..

Und: Dem Vernehmen nach soll sich der damalige Generalinspekteur Schneiderhan wohl auch geziert haben, als ihn sein neuer Dienstvorgesetzter mit roher Leber zum Schwein machen wollte!

derherold hat gesagt…

deja vu: Ich glaube, daß die Journalisten bei der Schilderung der Mißhandlungen ein wenig nachgeblättert haben, was man denn über Schikanen bei der Rote Armee weiß oder zu wissen glaubt.

Der Hochgebirgszug ist so etwas wie die "Auserwählten" der Gebirgsjäger und die haben sich wohl einen Initiationsritus einfallen lassen. Da man nicht "einfach so", sondern nur durch Bewerbung zum Hochgebirgszug kommt, muß sich auch niemand beschweren. Ein einfaches "Nein" hätte wohl ausgereicht.

Über die "Hierachie" konnte der Aufnahmeritus selbstverständlich genausowenig bestimmen, wie das "Bedienen" der älteren Jahrgänge möglich gewesen wäre.

ppq hat gesagt…

hauptsache grund zur empörung, sage ich immer

Gandolf hat gesagt…

Vorbildlich, wie sich die Oberste Heeresleitung um das gesundheitliche Wohlergehen ihrer Arschkrampen sorgt: Erst Alkohol und dann rohe Leber zum Entgiften. Das macht Sinn. Die drei Typen neulich in der Türkei hätten viel gegeben für rohe Leber.

ppq hat gesagt…

die bild berichtete ja am selben tag, an dem die roheleberunmenschliuchkeit aufgedeckt wurde zwei seiten weiter davon, dass "us-soldaten" bei einem manöver in thailand das blut einer frisch enthaupteten schlange trinken müssen, um den dschungelkampf zu üben.

stelle sich das einer hier vor, wo schon vor dem kadi landen kann, wer seiner kompanie frischen hackepeter serviert

Anonym hat gesagt…

Also, Alkohol bis zum Erbrechen gab es ohne Zwang - auch für die "Glatten". Schwieriger war es die Pullen am UvD vorbei auf die Stube zu bekommen.Frische Schweineleber allerdings hatten wir nicht in der Back. Dafür immer Bockwurst, mit und ohne Senf, kalt oder lauwarm.

Dann gab es noch lustige Spiele wie Heimfahrt oder Musikbox. Haben ALLE ohne Nervenleiden überstanden.

Wer sich für eine "Elite-Einheit" freiwillig meldet, sollte kein Mädchenpensionat erwarten.

Anonym hat gesagt…

irgendwie müssen die kameraden auch für die gefangenschaft üben :-S

ppq hat gesagt…

bei den taliban?

Anonym hat gesagt…

Nee, da gibt es ja keine Schweineleber !!

Anonym hat gesagt…

..und auch keinen alkohol; kein wunder, daß die alle ein bißchen aggro sind

ppq hat gesagt…

immer schlimmer! jetzt sollen sie bei der bundeswehr auch noch alkohol getrunken haben!

Anonym hat gesagt…

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