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Samstag, 27. April 2013

Flughafen Berlin: Desaster wird zum 300-Milliarden-Debakel


Es ist nur ein Flughafen oder besser: Es sollte nur ein Flughafen werden. Doch jetzt droht der Airport Berlin-Brandenburg-International sogar teurer zu werden als die Rettung von Zypern, Griechenland, Spanien und Portugal zusammen. Nach Informationen, die der Danachrichtensender n-tv exklusiv verbreitet, kosten neue Gerichtsentscheidungen zu mehr Lärmschutz in Schönefeld nochmals zusätzlich 300.000 Millionen Euro – umgerechnet also 300 Milliarden (Screenshot oben).

Ein Schock für das politische Berlin, aber auch für jeden Steuerzahler, denn damit entsprechen allein die nun notwendigen zusätzlichen Investitionen für die Verstärkung des Lärmschutzes am Hauptstadtflughafen dem kompletten Volumen des Bundeshaushaltes. Mehr als zehn Prozent des deutschen Bruttoinlandsproduktes müssen nach dem Urteil des Oberverwaltungsgerichtes Berlin-Brandenburg für die Senkung des Lärmpegels auf höchstens 55 Dezibel aufgewendet werden. 55 Dezibel entsprechen etwa dem Lärmpegel eines normalen Gesprächs über Lärmschutzmaßnahmen am Flughafen. Nach Ansicht des Gerichtes seien solche Unterhaltungen nicht mehr möglich, wenn die zusätzlichen Investitionen nicht getätigt werden. Damit müsste die Gerichtsbarkeit in und um Berlin um den Wachstumsmarkt Flughafenklagen fürchten.

Diese Gefahr scheint mit dem neuen Urteil vorerst abgewendet, wenn auch nur durch eine nicht unbeträchtliche Belastung des Steuerzahlers. In den kommenden Monaten wollen nun Anwohnerinitiativen von Bundesstraßen, Straßenbahntrassen und Schulhöfen bundesweit ebenfalls Klagen für mehr Lärmschutz einreichen.

Platzeks Vision: Fliegende Flughäfen

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Sehr schön. Ich vermute aber, nach langjähriger beruflich bedingter persönlicher Bekanntschaft mit „Journalisten“, dass da ursprünglich stand 3000000 Millionen. Der Fehler wurde daraufhin verbessert. Große Freude, allgemeines Abklatschen. Fragen Sie mal einen Abgänger der deutschen Kaderschmieden dieses Gewerbes (Axel Springer-Journalisten-Schule, Henri Nannen-Schule und Münchner-Journalistenschule) wie viele Millionen in einer Milliarde stecken. Bei neun von zehn kommt wie aus der Pistole geschossen: „100“. Warum da nie „42“ kommt ist mir inzwischen rätselhafter als die Nennung der „100“. Noch rätselhafter ist mir das Geschäftsmodell der Veranstalter von Zeitungen oder TV-Sendern. Volldeppen spielen Journalismus. Wer soll dafür zahlen? Das Geschäftsmodell der öffentlich Rechtlichen hingegen leuchtet mir ein: Wir bei ARD und ZDF sind zwar alle strunzdoof hier, aber wir schlagen Dir den Schädel ein wenn Du uns nicht 17 Euro Schutzgeld im Monat gibst. Das Modell verstehe ich.

Thomas hat gesagt…

Sind eigentlich alle Lektoren in Rente? Eigentlich bräuchte man doch nur bei der Agentur welche, deren Artikel direkt vom Ticker in die Satzmaschinen genommen werden. Oder werden die dort auch als störend empfunden?

Volker hat gesagt…

Geht nicht, Thomas.

Wir sind gewohnt, dass man uns die Ticker-Meldung mit Empörungs- und Betroffenheitssoße übergossen kredenzt.
Und das soll so bleiben.