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Donnerstag, 26. September 2013

Bundesregierung kürt "Spielstätten des Jahres"

Die Spielothek "Golden House" in Rostock, die staatliche Spielbank in Wernigerode/Harz und das "Funnyland-Casino" in Zeitz sind zu den «Spielstätten des Jahres» gekürt worden. Mit der neuen Auszeichnung, die am Mittwochabend am Rande des bundesweiten Glücksspiel-Aktionstages verliehen wurde, will die Bundesregierung engagierte Glücksspielanbieter würdigen.

«Es geht um die Wertschätzung von Casinos und Glücksspielanbietern, die mit dem Mut zum Risiko ein vielfältiges und qualitativ sehr hochwertiges Programm vorweisen», sagte Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) zirka 270 deutschen Zeitungen und Onlineportalen bei der feierlichen Verleihung. Glücksspielanbieter kümmerten sich zumeist beinahe rund um die Uhr um die Belange der rund 500.000 Glücksspielsüchtigen im Land, sie schüfen Arbeitsplätze und zahlen neben den üblichen Steuern noch eine Konzession.

Ins Leben gerufen wurde die Auszeichnung von der Bundesdrogenbeauftragten Mechthild Dyckmans, die den Menschen in den Mittelpunkt ihrer Suchtpolitik gestellt hat. Eine neunköpfige Jury unter Vorsitz von Werner Karhs, Aufsichtsratschef der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), wählte aus bundesweit 320 Casinos, Spielbanken und Online-Wettanbietern die insgesamt 55 Gewinner aus. Sie bekommen Prämien von 30.000, 15.000 oder 5.000 Euro. Insgesamt gibt es für das Projekt etwa eine Million Euro aus dem Bundeshaushalt.

Der Titel «Spielstätte des Jahres» wurde in drei Kategorien vergeben: Kategorie I (Spielothek, Automatenspielhalle), Kategorie II (Spielbanken) und Kategorie III (Online-Glücksspiele, Pferdewetten, Online-Poker).


Kommentare:

Die Anmerkung hat gesagt…

Ich hätte es ja fast geglaubt, wenn nicht erstens die Formulierung "Aktionstages gegen Glücksspielsucht" genutzt worden wäre. Außerdem fehlt eien Lobeshymne auf die chronischen Fußballwetter.

Ist der post eventuell eine Satire?

Anonym hat gesagt…

Jetzt wollte ich gerade gönnerhaft darauf hinweisen, dass in dem einen oder anderen amerikanischen VWL-Lehrbuch bei der Behandlung monopolistischer Marktformen die typischen Geschäftsfelder der Mafia genannt werden. Als da wären Drogenhandel, Prostitution, Glückspiel, Daseinsvorsorge (Wasser, Strom, Müllabfuhr, öffentlicher Bau, Polizei, Zentralbank etc) usw. Nicht vergessen hat unser Tutor, darauf hinzuweisen, dass der Staat in vielen Ländern schlicht und einfach die Mafia ist. Siehe Afrika, Chinas KP (Mao war einer der größten Drogenhändler der Weltgeschichte) usw. Zu meiner Betrübnis muss ich feststellen, dass andere diese Zusammenhänge etwas konsistenter auf die Reihe gebracht haben. „Der amerikanische Ökonom und Philosoph Murray Rothbard definiert den Staat so: „…ist eine Organisation, die entweder eine oder beide der folgenden Charakteristiken aufweist: Er akquiriert sein Einkommen durch physischen Zwang (Besteuerung) und hält ein Gewalt-Zwangsmonopol und die Macht zur letzten Entscheidung innerhalb eines gegebenen Territoriums.“ Der libertäre Theoretiker Albert Jay Nock meint: „Der Staat beansprucht und vollzieht ein Monopol der Kriminalität.“ - See more at: http://www.ortneronline.at/?p=24568#sthash.7tPpN71n.dpuf „. Sehr aktueller lesenswerter Artikel.
Tja, möge der Kampf unserer Parteikader in den Lottogesellschaften gegen die Spielsucht gleichzeitig erfolgreich und ertragreich sein. Die Erträge kommen einem guten Zweck zugute – wie z.B. Marion Caspers Merk (http://de.wikipedia.org/wiki/Marion_Caspers-Merk).

ppq. so hat gesagt…

der aktionstag gegen glücksspiel war aber wirklich gerade!!!

Die Anmerkung hat gesagt…

Es hätte im Text Aktionstag für Glücksspiele heißen müssen, wenn man der inhaltlichen Diktion Folge leistet.

Die Auszeichnungen gab es ja auch für die erfolgreichsten Glücksspielanbeter.

ppq. so hat gesagt…

das ist korrekt. hätte man wissen können und merken müssen