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Mittwoch, 29. Juli 2015

Großprojekte und Insolvenzen - Versagen auf ganzer Linie

Flughafen ohne Flugzeuge: Berlin-Brandenburg ist zum Synonym für staatliches Versagen geworden.

Wenn der rote Teppich am Berliner Flughafen Tegel ausgerollt wird, dann ist soeben ein äußerst wichtiger Staatsgast gelandet. Wenn zusätzlich eine britische Limousine und Salutschüsse abgefeuert werden, so ist es keine Geringere als die britische Queen Elizabeth II. (89), die mit ihrem Ehemann Prinz Philip (94) Deutschland einen Besuch abstattet. Neben der royalen Euphorie stellen sich aber auch immer wieder Journalisten und interessierte Bürger die Frage: „Warum muss der exklusive Privatjet eigentlich nach wie vor auf dem mickrigen Flughafen Tegel landen?“. Die Queen ist sicher auch not amused.

Über das peinliche Mammut-Projekt Berliner Flughafen und das kollektive Versagen aller involvierten Personen ist in der Vergangenheit ja mehr als genug berichtet worden. Trotz allem ist das Thema nach wie vor brandaktuell, da fast zwei Jahre später nach dem damaligen Artikel immer noch nichts passiert ist. Trotz lustigem Ringelpiez bei den Verantwortlichen ist ein Ergebnis bei diesem beschämenden Großprojekt nach wie vor in weiter Ferne. Aus vielerlei Hinsicht kann man da als Berliner froh sein, dass die Hauptstadt nicht als Deutscher Kandidat ins Rennen für die Olympischen Spiele 2024 geschickt wurde. Nicht auszudenken, wenn die Bewerbung auch noch positiv ausgefallen wäre und man hätte überlegen müssen, wo in Brandenburg denn genügend Parkplätze errichtet werden können, da es wohl äußerst optimistisch erscheint, dass im Jahre 2024 der neue Berliner Flughafen bereits für den Flugbetrieb genutzt werden kann.

Gott sei Dank haben wir mit Hamburg nun einen würdigen Vertreter für Deutschland, der bereits in der Vergangenheit in der Durchführung von Großprojekten keine unbedingt positive Figur abgab. Das Prestigeprojekt in der Hamburger HafenCity reiht sich zusammen mit dem BER Flughafen und Stuttgart 42 in eine beschämende Reihe medienwirksamer Flops ein.

Horrende Mehrkosten für Großprojekte gehören mittlerweile ja international betrachtet eh schon zum guten Ton, da ist die nächste Steigerung nach amerikanischem Vorbild sicher nur eine Frage der Zeit. Als Beispiel für die Vorgehensweise der Amerikaner lässt sich dort wunderbar das Spielemekka Las Vegas aufzeichnen.

Die von der Finanzkrise im Jahre 2008 stark gebeutelte Stadt zeigt an vielen Stellen deutlich, was passiert, wenn das Geld ausgeht: es entstehen gigantische Hotelruinen, die gleichermaßen von zerplatzten Träumen und mangelhafter Finanzierung zeugen.

Aber auch das andere Extrem gehört zur amerikanischen Unternehmenskultur dazu und wird sehr gut von der Caesars Entertainment Corporation gelebt. Die zwischenzeitlich mit mehr als 26 Milliarden US-Dollar verschuldete Unternehmensgruppe, die unter anderem das weltberühmte Caesars Palace betreibt, investierte trotz horrender Schulden einen – Schätzungen zufolge - weiteren hohen neunstelligen Betrag in ein neues Prestige-Projekt, welches neben Hotel-Renovierungen auch direkt das weltgrößte Riesenrad mitten auf dem Las Vegas Strip umfasste. Warum auch kleckern, wenn man mit weiteren Schulden direkt klotzen kann?

Um das Unternehmen liquide zu halten, erarbeitete der gebeutelte Konzern eine nur allzu bekannte Master-Strategie: ein Schuldenschnitt soll her. Bei diesem fühlten sich aber einige Gläubiger, die auf bis zu 90 Prozent ihrer Forderungen verzichten müssten, übervorteilt und beantragten kurzerhand bei einem Konkursgericht die Insolvenz von Caesars Entertainment Corporation. Das Unternehmen musste daraufhin eine eigene, freiwillige Insolvenz nach Chapter 11 anmelden, um den Betrieb aufrecht zu erhalten. Ironischerweise hat sich wohl die Bank bei dieser Pokerpartie selbst verzockt und es bleibt mit Spannung zu erwarten, was zukünftig passiert und was aus den 30.000 betroffenen Arbeitsplätzen wird.

Aber auch in Europa treffen sich die gewählten Volksvertreter aktuell ja täglich zu immer neuen Pokerpartien, bei denen wohl schon keine Partei mehr wirklich durchschauen kann, wer denn jetzt wen blufft und was eigentlich die tatsächlichen Karten in der Hand sind. Anstatt dabei mit dem Schicksal von der krisengebeutelter Bevölkerung zu spielen, hätten sich die Zockerkönige aus Brüssel und Griechenland ja auch einfach bei einer virtuellen Partie austoben und in der Zwischenzeit mal wirklich im Sinne der gewählten Bevölkerung entscheiden können.

Wir sind auf das Ergebnis gespannt, wenn bald die Karten im Showdown auf den Tisch gelegt werden.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Beim Baulöwen Dr. Jürgen Schneider waren wenigstens die meisten Projekte fertiggestellt, bevor der Beschiss rauskam.

Anonym hat gesagt…

Freizeitgestaltung :

Dan Hubbard Palmer Home: 11413 Landing Rd, Eden Prairie, MN 55347-4951; Phone 952-884-5361; Vacation Home: 941 SCOTT DR, MARCO ISLAND, FL 34145-5981

http://www.yelp.com/biz/river-bluff-dental-bloomington

der feige us amerikaner Palmer soll den endgültigen Kick erleben . Palmer spielt Cecil .

Anonym hat gesagt…

http://www.angieslist.com/companylist/us/mn/bloomington/river-bluff-dental-reviews-574592.htm

Bogen , Armbrust und G36 , keine Knüppel !!

derherold hat gesagt…

"Beim Baulöwen Dr. Jürgen Schneider waren wenigstens die meisten Projekte fertiggestellt, bevor der Beschiss rauskam."

Bei der Mädler-Passage ist er mitten in der Arbeit gestoppt worden.

Die Anmerkung hat gesagt…

Er hätte sie fertig bekommen, hätte er weiter bescheißen dürfen.

derherold hat gesagt…

http://www.titanic-magazin.de/postkarten/karte/wowereit-hingerichtet-fuehrer-rettet-flughafen-berlin-022013-17464/?cHash=73315b56d69cb7b03c5c0337a4b63eb9&no_cache=1&sword_list%5B0%5D=berlin

Führer rettet Flughafen

Anonym hat gesagt…

geil ^^

der Sepp