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Sonntag, 5. Juli 2015

Terror im Namen der Demokratie

Da staunt der „Spiegel“ und der „Stern“, der wundert sich. Obwohl die großen Magazine jahrzehntelang vehement gegen jeden Verdacht gekämpft hatten, es könne sich beim Kalten Krieg um etwas anderes handeln als den Versuch des kommunistischen Ostens, den demokratischen Westen mit „Infiltration“ und eingeschmuggelten „Volkspolizei-Uniformen“ (Spiegel) zu überollen, ist der Kalte Krieg in Deutschland nun nach neuen Erkenntnissen „brutaler geführt worden als bislang bekannt“. Nach einer Studie, die dem „Spiegel“ vorliegt, habe sogar „eine sogenannte Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit in der DDR Anschläge“ verübt.

Terror im Namen der Demokratie? Undenkbar. Deshalb wohl konterkariert de Wortwahl den Inhalt, bis nichts mehr stimmt. Der Kalte Krieg wird vom „Spiegel“ quasi eiskalt weitergeführt, durch eine Wortwahl, die „brutaler geführt als bislang gedacht“ schreibt, wo „vom Westen ebenso brutal geführt wird vom Osten“ stehen müsste. Und mit Hinweisen auf Studien, die nichts anderes beinhalten als auf rechts gedrehte Zitate aus alten „Spiegel“-Reportagen – in denen die Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit e.V. (KgU) allerdings noch die Rolle eben der humanitären Organisation spielte, die die CIA-Gründung nie gewesen ist.

Damals brandete Beifall auch aus dem„Spiegel“, wenn der SPD-Mann Tillich vom Hauptquartier Westberlin der "Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit" die Fanfare blies: "Nein, Ihr müßt aktiv gegen den Osten vorgehen. Unsere zu lauen Staatsmänner werden nicht fertig mit der Konstruktion Europas." Der Vorwurf der DDR, die KgU unterhalte ein "Spionagenetz mit mehreren Hundert V-Männern, verübte Sabotageakte in der DDR und betrieb psychologische Kriegsführung", wurde ignoriert, gern nahm man dagegen die Erkenntnisse der Spione entgegen.

Der „Spiegel“, so steht heute fest, arbeitete mit Terroristen zusammen. Die "Kampfgruppe" beschädigte Strom- und Telefonleitungen, sie zerstörte Maschinen, griff HO-Läden an und sprengte Brücken. „Nach Einschätzung der CIA verursachte der Verein Schäden in Millionenhöhe“, schreibt der „Spiegel“ heute – 57 Jahre nach einem Bericht der „Westfälischen Rundschau“, die bereits 1958 enthüllt hatte, wie die Kampfgruppe Bundestagsabgeordnete der Bonner Koalitionsparteien durch einen gefälschten Brief Walter Ulbrichts dazu bewog, dem Beitritt der Bundesrepublik zur NATO zuzustimmen.

Seinerzeit schreckliche Ostpropaganda. Heute mit einem Mal ein Stück Geschichte, weit entfernt, in einem anderen Landan das sich kaum noch jemand erinnern kann. Der "Spiegel" zumindest kann es nicht. Er schweigt wie selbstverständlich zu seiner Rolle.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Schädlingsbekämpfung ist nationale Pflicht ; Bolschewismus ist keine Meinung .

der Sepp

Reichsmaterialwart , VEB Chlorchemie , Leuna

Anonym hat gesagt…

Beiläufig: In der angemieteten Garage hatte ich charakteristische Gerüche wahrgenommen, alsdann auch einen halbstarken Ratz rennen sehen.
Zweimal mit ein paar Tagen Abstand je zwanzig Patronen Lustfeuerwerk gucken lassen natürlich mit Gehörschutz auf den Rübenblättern, und siehe da, es war sehr gut (Genesis 1.31). Es muß nicht immer das sauteure Zyclon B sein.

Anonym hat gesagt…

Zumal Zyanide in Mauerwerk knallblaue Flatschen hinterlassen können, welche hinwiederum nach Jahrzehnten zu "Historikerstreit" - nä, da habe ich was verwechselt - aber zu Haftstrafen für chemische Analysen führen könnten.