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Freitag, 22. August 2008

Kein Öl für Blut

Es ging nur ums Öl, das die USA unter Georg W. Bush aus purem Neid nicht dem sein Volk liebenden irakischen Präsidenten Saddam Hussein lassen wollten. US-Öl-Multis aus Bushs Heimatsstaat Texas sollten die Vorräte am Golf unter sich aufteilen dürfen - deshalb erfanden die amerikanischen Geheimdienste sogenannte Gräueltaten des bei den Irakern überausbeliebten Saddam Hussein und seines Freundes Chemie-Ali, sie behaupteten, der Irak wolle Massenvernichtungswaffen bauen und die Regierung in Bagdad unterstütze weltweit Terroristen.

Mit Hilfe dieser Lügen stürzte der schlechteste Präsident, den die USA jemals hatten, die Welt in das Irakkkriegs-Abenteuer, bei dem nur die Deutschen den Überblick behielten, weshalb sie nicht mitmachten. Fünf Jahre nach dem heimtückischen Überfall der US-geführten Invasionsstreitkräfte auf das friedliebende irakische Volk, das längst nicht mehr daran dachte, Nachbarländer wie den Iran oder Kuweit noch einmal anzugreifen, sind denn auch alle Befürchtungen deutscher Spitzenpolitiker eingetroffen. Der Irakkrieg wurde zum "Desaster" (Gernot Erler), ein "Völkermord" (Todenhöfer) fand unter den Augen der Welt statt.

Kein Geld aus den lukrativen "Oil for Food"-Geschäften floß mehr an Saddams Partner, unter denen die irakische Zeitung al-Mada unter anderem der ehemalige französische Innenminister Charles Pasqua, die indonesische Präsidentin Megawiti Sukarnoputri, der libanesische Parlamentspräsident und einen Verwandten von Ghaddafi aufzählt. Allein die russische Regierung habe aus Ölgeschäften mit Saddam Gutschriften im Wert von 1,36 Milliarden US-Dollar erhalten, den Löwenanteil des Oil for Food-Geschäfts bekamen daneben arabische und französische Firmen, die zusammen mit russischen 40% der Förderlizenzen im Irak innehatten.

Auch der Name des prominenten Embargogegners und schottischen Ex-Labourabgeordneten George Galloway, der die internationale Kampagne gegen den Irakkrieg moralisch angeführt hat, taucht auf der Liste auf. Weiterhin profitierten neben vielen anderen auch die Österreichisch-Arabische Gesellschaft, die PLO, der libysche Premierminister, die ukrainischen Kommunisten, die serbische sozialistische Partei, die russisch-orthodoxe Kirche und Jean-Marie Le Pens Irak-Solidaritätsvereinigung von Geldern, die eigentlich für die Versorgung der irakischen Bevölkerung vorgesehen waren.

Pikanterweise findet sich auf der Liste auch der Name Bevon Sevan. Sevan war der von Kofi Annan eingesetzte Leiter von Oil for Food. Unter seiner Ägide verpflichteten sich die UN gegenüber dem Irak darauf, alle Verträge, die mit Firmen geschlossen wurden, geheim zu halten. Dann kamen die Amerikaner, der Terror übernahm weltweit die Regie, zahllose Anschläge erschütterten das Abendland und die amerikanischen Truppen erlebten an Euphrat und Tigris "ein zweites Vietnam" wie es der stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, ein Nahost-Experte namens Heinrich Mussinghoff treffend voraussagte: Der "gesamte Nahe Osten" geriet, so prophezeite Die Zeit "in Brand".

Nun brennt er immer noch nicht, da meldet CNN auch schon, dass die USA und der Irak einen Abzug aller US-Truppen bis 2011 vereinbart haben. Was ist jetzt mit Weltmacht? Eroberung? Öl-Lizenzen? Kein Blut für Öl, forderte die Friedensbewegung bei Kriegsausbruch - und siehe, nun wird ihr Recht gegeben: Es gibt kein Öl für das Blut, dass die USA-Armee vergossen hat, um die "Weltmachtträume von Bush" (indymedia) wahr zu machen. Bislang hat nicht eine einzige US-Öl-Firma eine Lizenz zur Förderung irakischer Vorkommen erhalten.

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